... wir schreiben Klartext
... wir schreiben Klartext

16.03.2015 - 18:15 Uhr (fcs)

Sie „worden“ wie gedruckt …

… und scheuen sich nicht, ihr „Wording“ zu drucken

Wem bei Nennung des Ortes Bad Ragaz (Ch) in Verbindung mit NAK übel wird, dem wird sich bei dem nachfolgenden Text erneut der Magen heben!
Im Bemühen, für ihre sogenannte Kirche zu werben, dabei den Interessenten aber möglichst nicht die abstoßende Wahrheit über ihre Kirchenlehre zu verraten, werden Lehrinhalte so verschleiert wiedergegeben – teilweise wird sogar regelrecht gelogen – dass sich die Balken biegen.

 

NAK-Wording at its best!

 

Da öffentliche kritisierte Inhalte von den Neuapostoliken gerne einmal gelöscht oder geändert werden, stellen wir zuerst einen Screenshot der von uns monierten Seite vor, wie wir sie vorgefunden haben. – Darunter werden wir dann die einzelnen Aussagen zitieren und kommentieren.

Quelle:

http://www.nak-badragaz.ch/neuapostolische-kirche.html

Und jetzt gehen wir in medias res:

 

  • Die Neuapostolische Kirche versteht sich als Fortsetzung der Urkirche

 

Es stimmt wohl schon, dass die NAK sich als Fortsetzung der Urkirche betrachtet. Es ist aber falsch, dass sie durch die Wiedererweckung des Apostelamtes im 19. Jhdt. entstand.

Richtig ist vielmehr, dass bereits die sog. Wiedererweckung nicht belegt werden kann und äußerst umstritten ist. Darüber hinaus ist die NAK aber nicht wie die Katholisch-Apostolische-Gemeinde (KAG) aus dieser Erweckung hervorgegangen. Vielmehr ist sie eine Abspaltung von der AcaM, die ihrerseits eine Gruppierung war, die sich aus exkommunizierten und aus der Kirche ausgeschlossenen ehemaligen KAG-Mitgliedern rekrutiert hat.

Fakt ist: Selbst wenn die Wiedererweckung des Apostelamtes tatsächlich geschehen sein sollte, so fehlt der NAK jegliche direkte Verbindung zu ihr und ihren Führern fehlt jedwede apostolische Sukzession. – Da sie sich aus exkommunizierten (und damit ehemaligen) Christen entwickelt hat, ist sie faktisch nicht einmal eine christliche Organisation.

 

  • Die Neuapostolische Kirche basiert auf der Lehre Jesu

 

Da das Christentum insgesamt auf der Lehre des Saulus von Tarsus basiert, ist diese Aussage per se falsch… Aber wirklich übel wird es bei den Folgebehauptungen:

Die NAK tut hier so ganz lapidar, als seien ihre drei Sakramente identisch mit den drei Sakramenten der anderen Christen. – Zwar stimmt, was sie über die Wassertaufe schreiben, aber sie unterschlagen, dass die Wassertaufe ohne das Sakrament der Versiegelung nicht vollständig ist, und das ausschließlich ein versiegelter, d.h. mit Geist getaufter Christ, zum auserwählten Volk Gottes gehören kann.

Und was die Ragazer noch verschweigen, ist, dass Spendung und Wirksamkeit der Sakramente Eucharistie und Versiegelung an das Apostelamt gebunden sind, über das ausschließlich die Neuapostoliken verfügen! Hier offenbart sich auch, dass die NAK weiterhin eine exklusivistische Sekte ist…

 

  • Die Neuapostolische Kirche verkündet nicht den Weltuntergang

 

Auch hier wieder: Teilwahrheiten. Unterschlagen wird, dass die Neuapostoliken auch die Offenbarung für wahr halten. Und der von der NAK verbreiteten Eschatologie zufolge, wird nach der „Wiederkehr Jesu und der Heimholung der Braut“, parallel zur Hochzeit im Himmel und vor Errichtung des tausendjährigen Friedensreiches die Hölle über die Erde hereinbrechen – es werden die Schalen des Zorns ausgegossen…

In den Kapiteln 16 bis 18 der Offenbarung (- klick) wird eindrücklich beschrieben, was auf dem Planeten los sein soll… - Ist zwar nicht der buchstäbliche Untergang der Welt, aber es kommt dem schon recht nahe ;-)

Zur Klarstellung: Ich weiß, dass das Phantasien eines Bekifften sind und nehme sie nicht ernst. – Aber es ist Glaubensinhalt der Neuapostoliken.

 

  • Die Neuapostolische Kirche besitzt eine Amtshierarchie ähnlich der Urkirche

 

Das ist absoluter Quatsch! Zunächst einmal ist die Idee mit dem Stammapostel Nonsens – ein Nonsens freilich, dem auch der Katholizismus frönt. Und eine derart ausgefeilte Amtshierarchie wie in der NAK [sie kennt (die …-Helfer nicht mitgerechnet) immerhin 10 Stufen] ist aus der Urkirche nicht überliefert.

Ebensowenig ist übrigens überliefert, dass die sogenannten Amtsträger von Aposteln eingesetzt wurden. Viele Gemeinden wären überhaupt nicht überlebensfähig gewesen, wenn sie für Ordinationen stets auf einen der Apostel hätten warten müssen! Das ist also lediglich ein weiterer (heimlicher) Punkt, mit dem die NAK in der Verkündung nach innen, ihren Exklusivismus zementiert!

 

  • Die Neuapostolische Kirche besteht aus Menschen wie alle anderen

 

Das entspricht tatsächlich der neuapostolischen Denke. Allerdings lässt bei der George Orwell grüßen. Ähnlich wie die Schweine denken die NAKler:

„Alle Christenmenschen sind gleich, aber die NAKler sind gleicher …“

 

  • Die Neuapostolische Kirche hat gesellschaftlich und beruflich aktive Mitglieder

 

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass ein treugläubiger und aktiver neuapostolischer Christ gar keine Zeit hat, am Geschehen rund um ihn herum teilzuhaben. – Ganz abgesehen davon, dass in den Predigten immer wieder darauf hingewiesen wird, dass man nicht teilhaben soll an den Dingen dieser Welt…

 

  • Die Neuapostolische Kirche sieht in der Seelsorge eine wichtige Aufgabe

 

Es kann sein, dass die NAK in der Seelsorge eine wichtige Aufgabe sieht. Aber dafür verwendet sie nur sehr wenig Sorgfalt auf das seelsorgerische Amt!

Die Funktionäre der NAK sind grundsätzlich Laienprediger, denen jedwede Ausbildung, die sie für ein Seelsorger-Amt geeignet machen würde, fehlt. Zudem üben bis auf die Leitungsfunktionäre, die sog. Apostel, alle NAK-Amtsträger ihr Amt nebenberuflich – also ehrenamtlich – aus.

Im Normalfall bleibt den Amtsträgern neben Familie und Beruf gar nicht genügend Zeit um die Aufgaben adäquat auszuüben. Zwar versucht die NAK das durch eine größere Anzahl von Amtsträgern pro Gemeinde zu kompensieren, jedoch sind immer weniger Mitglieder bereit sich diesen Stress anzutun. Zumal Frauen in dieser patriarchal-hierarchisch strukturierten Organisationen keinen Zugang zu den sog. Geistlichen Ämtern haben.

 

  • Die Neuapostolische Kirche hat keine politischen oder wirtschaftlichen Ziele

 

Das mit den politischen Zielen könnte (zumindest in Mitteleuropa) tatsächlich stimmen. Das sie aber keine wirtschaftlichen Ziele verfolgt ist schlicht nicht wahr!

Ich verweise hier der Einfachheit halber auf unseren Beitrag

„der unbiblische Zehnt“ (- klick)

  • Die Neuapostolische Kirche hat weltweit rund zehn Millionen Mitglieder

 

Ehrlicherweise hätten die Ragazer schreiben müssen, dass die NAK in vielen Ländern der Erde vertreten ist, statt zu schreiben in fast allen! – Richtig ist allerdings, dass mit rund 8 Mio. Mitgliedern der größte Teil der NAK in Afrika beheimatet ist.

Allerdings hängt Afrika finanziell am Tropf der Mitteleuropäer. Und da die Mitgliederzahlen in Mitteleuropa sinken – drastischer sinken als in anderen christlichen Organisationen -, sinken naturgemäß auch die Einnahmen und damit wird die finanzielle Förderung der afrikanischen NAKn zurückgefahren werden müssen. – Was einen Mitgliederschwund zur Folge haben dürfte…

Bleibt die Behauptung, die NAK sei in Deutschland und der Schweiz die drittgrößte christliche Glaubensgemeinschaft. Man sollte die NAKler zu dieser dreisten Behauptung zum Beweisantritt auffordern! – Nach allen mir bekannten Statistiken (wobei die Neuapostolischen Gebietskirchen sich mit der Veröffentlichung von ehrlichen Zahlen schamhaft zurückhalten) hält die NAK lediglich dann den dritten Platz, wenn sie sämtliche protestantischen Organisationen unter dem Begriff „evangelische Kirche“ subsumieren, und alle katholischen Organisationen zusammen mit den div. orthodoxen Richtungen unter „katholische Kirche“…

 

Um eine Vergleichszahl zu nennen, die eine Einschätzung der wahren Größe dieser Sekte ermöglicht:

Mit der Mitgliederzahl der deutschen NAK-Gebietskirchen vom 01. Januar 2014 würde sie heute in Deutschland 0,43% der Bevölkerung stellen! - Die römisch-katholische Kirche z.B. stellt 29,87% der Bevölkerung…

 

Die NAK ist in Mitteleuropa eine vollkommen

vernachlässigbare Größe!

04.04.2014 - 06:28 Uhr (fcs)

Debatten mit Neuapostoliken von heute…

oder: Gibt es eigentlich den typischen NAKler?

Screenshot der WDR-Textseite zur kritischen Auseinandersetzung mit der NAK. Auf der Originalseite [(- klick) ins Bild] befinden sich unter dem Artikel unter „mehr zum Thema“ die Links zu den weiteren WDR-Beiträgen über die NAK

In zwei Beiträgen (nämlich am 23.03.2014 – 16:42 Uhr und am 29.03.2014 – 16:56 Uhr) in unserer facebook-Gruppe „Klartext“ (- klick)habe ich bereits versucht, mich mit dem merkwürdigen Verhalten der Neuapostoliken auf Sozialplattformen und in Diskussionsforen, das sie immer dann an den Tag legen, wenn es um die Lehre und das Credo ihrer sog. Kirche geht, zu befassen.

 

Mit Rücksicht auf die auf facebook üblichen Lesegewohnheiten konnte ich dieses interessante Thema allerdings nur anreißen. Statusmeldungen o.ä. mit einem Content von mehr als 400 Wörtern werden auf facebook allenfalls dann (und auch lediglich von einer überschaubaren Klientel) gelesen, wenn sie von einem „Promi“ stammen. – By the way: Wenn es um Wortmeldungen eines Prominenten geht, ist insbesondere die facebook-Seite von Konstantin Wecker (- klick) (kann auch ohne Registrierung bei facebook gelesen werden!) sehr zu empfehlen.

 

Okay… dann will ich einmal in diesem Rahmen hier versuchen, mich dem Thema „Neuapostoliken und Öffentlichkeit“ gedanklich anzunähern. Gereizt hat es mich schon seit der hochinteressanten sogenannten „WDR-Diskussion“. [vgl. dazu auch das CANITIES-Newsblog vom 08.06.2013 „Ein herzliches Dankeschön dem WDR“ (- klick)“]

 

Wer die WDR-Diskussionsstränge noch einmal nachlesen möchte, kann dies unter den folgenden Links tun:

150 Jahre Neuapostolische Kirche: "Transparenz gehört bei uns dazu" (- klick)

Ich bin kaputtgemacht worden Teil 1 (- klick)

Ich bin kaputtgemacht worden Teil 2 (- klick)

Seit Jahren war kein derart objektiver (und deshalb auch kritisch gefärbter) Beitrag über die NAK in einem öffentlichen Medium erschienen, und nie zuvor (und danach auch nie wieder) haben NAK-Mitglieder öffentlich mit NAK-Kritikern diskutiert.

Zu verdanken war das einer grandiosen Dummheit von Brinkmanns Sprachrohr Frank Schuldt, der es für einen gelungenen Coup hielt, eine Pressemitteilung über den WDR verbreiten zu lassen. Entweder wusste er nicht, dass der Beitrag auf WDR-Text erscheinen würde, oder es war ihm nicht klar, dass dieses Medium eine Kommentarmöglichkeit bietet, die als Diskussionsstrang genutzt werden kann. So oder so hat der NAK-NRW-Pressesprecher seine Unfähigkeit bereits dadurch bewiesen, dass er nicht im Vorfeld alle Eventualitäten gechecked hat. Sein nächster Patzer war, den WDR-Beitrag in die NAK-Medien zu lancieren, wodurch erst die Kritikerfraktion aufmerksam wurde und der letzte und größte Patzer war, dass er versucht hat, den Beitrag wieder entfernen zu lassen, wie uns eine Quelle beim WDR verraten hat. – Alles zusammen hat dazu geführt , dass der zweiteilige Beitrag „Ich bin kaputtgemacht worden“ von Nina Magoley erschien; und dabei ist die NAK trotz fairer Berichterstattung definitiv nicht gut weggekommen. Damit war übrigens auch widerlegt, dass die NAK nur bei unfairer und/oder unsachlicher bzw. negativ-subjektiver Berichterstattung schlecht abschneide. Warum Brinkmann seinen Sprecher seinerzeit nicht achtkantig gefeuert hat, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben…

 

Auf jeden Fall haben die Kritiker seinerzeit die Chance genutzt, quasi in aller Öffentlichkeit ihre Sicht auf die NAK darzulegen sowie gegen die NAK-Apologeten zu argumentieren. Und ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit (wir kommen weiter unter noch darauf zu sprechen) haben die NAK-Apologeten versucht, gegenzuhalten. Und dadurch ist mir zum ersten Mal etwas Merkwürdiges aufgefallen: Bei der „Pro-NAK-Fraktion“ gibt es Gruppierungen/Strömungen, die im Grunde genommen überhaupt nicht miteinander vereinbar sind – und deren Argumente (meist sind das allerdings lediglich Behauptungen) teilweise nur sehr wenig mit der NAK-Kirchenlehre, dem Katechismus und dem Glaubensbekenntnis zu tun haben. Und das macht den Umgang mit diesen Leuten einigermaßen schwierig. - Wie soll man mit dem Angehörigen einer Organisation diskutieren, wenn der seinerseits zwar diese Organisation verteidigt, aber ihre Ziele scheinbar überhaupt nicht kennt und diese Ziele gelegentlich sogar infrage stellt?

 

Versuchen wir doch einmal zu definieren, was ein Pro-NAK-Diskussionspartner außer fundierten theologischen und historischen Kenntnissen eigentlich „drauf haben“ müsste, damit es überhaupt eine Gesprächsbasis geben kann:

  • Zuallererst muss er hinter dem Credo seiner Glaubensgemeinschaft stehen! D.h., er kennt alle Glaubensartikel und er bekennt sich zu ihnen. Das heißt: Er ist felsenfest und unverrückbar davon überzeugt, dass das Glaubensbekenntnis die 100%ige Wahrheit ist, die er 1:1 für sich übernimmt.
    Wenn ein angeblich neuapostolischer Christ, nicht jeden einzelnen Artikel des NAK-Glaubensbekenntnisses uneingeschränkt bejaht, ist er eben kein wirklicher Neuapostolischer Christ mehr. Er nennt sich dann zwar möglicherweise „neuapostolisch“, ist aber in Wahrheit undefinierbaren Glaubens und ungeeignet in einer Diskussion die Position seiner Kirche zu vertreten.
  • Dann muss er hinter dem Katechismus seiner Glaubensgemeinschaft stehen. D.h., er kennt die Inhalte des Katechismus und steht hinter ihnen. – Der Katechismus der Neuapostolischen Kirche ist den Verlautbarungen dieser Organisation zufolge verfasst worden, damit es eine Basis für die Gespräche mit Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften gibt. Er ist eine verlässliche Quelle zur Definition von Glaubenslehre und Glaubensziel der Neuapostolischen Kirche.
    Wenn ein angeblich neuapostolischer Christ den Katechismus nicht kennt und/oder nicht bereit ist, diesen Katechismus vollinhaltlich zu vertreten, ist er ungeeignet, an einer kontroversen Diskussion teilzunehmen. Er ist dann möglicherweise dem System NAK gegenüber kritisch eingestellt und sollte allenfalls an Diskussionen im Inneren teilnehmen, keinesfalls aber im Außenverhältnis für die NAK die Stimme erheben.
  • Weiter sollte er die aktuellen Verlautbarungen und Verkündigungen der Leitungsfunktionäre (Apostel, Bezirksapostel, Stammapostel) kennen und Aussagen, auf die er sich bezieht, wörtlich zitieren und per Quellennachweis belegen können. Was überhaupt nicht geht, ist etwas, das sich im täglichen Umgang mit NAK-Apologeten immer wieder erleben: Es kommen Diskussionspartner daher und behaupten einfach, der NAK-Stammapostel habe dies oder jenes gesagt. Fragen nach dem wörtlichen Zitat und der Quelle gehen schlicht ins Leere. – Sobald in einer Diskussion dieser Punkt erreicht ist, muss man sie beenden, denn der Partner hat sich als unfähig zur sachlichen Diskussion erwiesen – die Debatte würde ins Leere laufen.

 

Ein Lied auf das Selbstbild eines idealtypischen NAK-Mitglieds: 

Im Grunde genommen muss ein gläubiges Mitglied der Neuapostolischen Kirche, also ein idealtypischer NAKler, fest davon überzeugt sein, dass die folgende Behauptung die 100%ige Wahrheit ist:


Zwar bilden alle christlichen Glaubensgemeinschaften zusammen die Kirche Christi, aber innerhalb dieser Kirche Christi findet sich das Erlösungswerk Jesu Christi, in dem, ergänzend zu den bereits in der Vergangenheit rekrutierten, aus den heute lebenden und bereits verstorbenen(!) Menschen die Braut Christi vollendet, das sog. Knäblein herangebildet wird, ausschließlich in der Kirche Christi. Denn ausschließlich die Neuapostolische Kirche verfügt über das von Jesus Christus zur Führung dieses Erlösungswerkes berufene Apostolat, ausschließlich dieses Apostolat ist berechtigt, in Vertretung von Jesus Christus geistliche Ämter zu ordinieren und ausschließlich dieses Apostolat ist berechtigt alle heilsnotwendigen Sakramente zu spenden.

 

Kurz: Ein wirklicher Neuapostolischer Christ ist davon überzeugt, dass die NAK solange heilsexklusiv ist, wie ihre Aposteln nicht in der gesamten Kirche Christi tätig sind, dass bei der erwarteten Wiederkunft und der sogenannten „Brautheimholung“ Jesu Christi ausschließlich (wenn auch nicht alle) Neuapostoliken eine Chance haben „dabei“ zu sein. – Darüber hinaus hat bei diesem Anlass allenfalls ein von Gott in besonderer Weise begnadigter Mensch eine Chance.

Dies entspricht Neuapostolischer Kirchenlehre… Credo, Katechismus und Predigtinhalte des aktuellen StAp [vergleiche dazu unsere „Jean-Luc-Schneider-Seite“ (- klick)] belegen das.

 

Nun findet sich im mehr oder weniger öffentlichen Diskurs zwar durchaus gelegentlich dieser Idealtypus des Neuapostolischen Christen, allerdings ist mit einem solchen Menschen ganz einfach deshalb keine sachliche Themenerörterung oder gar eine fruchtbare Debatte möglich, weil er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit absolut kein Argument akzeptieren wird, das geeignet wäre, seine Position zu erschüttern.

 

Für einen solchen Christen dient der öffentliche Diskurs nämlich lediglich einem Zweck: Der Verbreitung von Propaganda ohne diese zu diskutieren. Er ist zwar ehrlich in dem Sinne, dass er guten Glaubens ist, es fehlen ihm jedoch die wissenschaftliche, die historische und die systematische Redlichkeit, die eine Diskussion überhaupt erst möglich machen. Das eint die NAKler übrigens durchaus mit Sektierern anderer Couleur, z.B. den evangelikalen Hallelujah-Freaks.

 

Wäre ein idealtypischer NAKler redlich im akademischen Sinne, könnte er kein idealtypischer NAKler mehr sein, weil seine Position weder bewiesen ist noch wissenschaftlich nachgewiesen werden kann, weil sie einer historisch-kritischen Prüfung nicht standhält und weil die Metaphysik des von ihm vertretenen Systems einer Hinterfragung nicht standhält.

Eine Diskussion mit einem wahren Neuapostoliken ist daher sinnlos. Man kann, wenn man in der Öffentlichkeit auf ihn trifft die Gegenposition vertreten – dies allerdings ausschließlich zu dem Zweck, das weitere Publikum zu informieren, übrigens auch darüber, dass (und warum) eine Diskussion im eigentlichen Sinne nicht möglich sein wird.

 

Trotzdem nehmen immer wieder Menschen am öffentlichen Diskurs teil, die von sich behaupten, sie seien „neuapostolisch“. Hinterfragt man jedoch ihre Position, so wird man sehr schnell feststellen, dass diese nicht in tatsächlicher Übereinstimmung mit Glaubensbekenntnis, Katechismus und aktuellen Predigtinhalten ihres höchsten „Geistlichen“, des sogenannten Stammapostels ist. Wer sich die weiter oben verlinkeden WDR-Diskussionsstränge durchgelesen hat, wird es bemerkt haben:

 

Im öffentlichen Diskurs wird nicht d i e Neuapostolische Kirche zur Debatte gestellt, sondern, je nach persönlicher Meinung des jeweiligen Diskussionsteilnehmers, eine ganze Reihe verschiedener Neuapostolischer Kirchen, die sich allerdings so nicht im Katechismus wiederfinden.

 

Es sind immer wieder die gleichen Typen von NAKlern, auf die man in den sogenannten Social-Medias und Diskussionsforen trifft:

 

  1. Das absolut unwissende aber treugläubige NAK-Mitglied, welches Predigtinhalte und scheinbares Wissen aus dem Konfirmandenunterricht unreflektiert nachplappert. Es verkörpert den Idealtypus des Neuapostoliken. Der Grad seiner Indoktrinierung wird schon nach wenigen Sätzen deutlich. Meist fällt es durch schwülstiges, frömmelndes Geschwafel im Stil der NAK-Funktionäre alter Schule auf. Es will lediglich die ihm vermittelten angeblichen Wahrheiten verkünden, wird sich aber niemals auf eine Debatte mit Kritikern oder Andersgläubigen einlassen.
  2. Das meist in die Reihe der Funktionäre gehörende NAK-Mitglied, welches weiß, dass die Lehre, die es zu vertreten hat, falsch ist, dass seine Kirche bei strikter Anwendung dieser Kirchenlehre im öffentlichen Diskurs chancenlos ist und von anderen Kirchen nicht akzeptiert wird. Es wird die Regeln nach Gutdünken so biegen und philisterhaft auslegen, bis sie auch von anderen christlichen Organisationen als tolerierbar eingestuft werden. Wenn es sich den Kritikern in der öffentlichen Debatte stellt, ist es relativ leicht zu widerlegen. Das stellt jedoch insofern eine Ausnahme dar, als es sich eher in Vorträgen vor andersgläubigen Christen äußern wird, um diese mit dem typischen NAK-Wording zu manipulieren, statt sich einer Fundamentalkritik zu stellen. Einer Diskussion mit Kritikern wird es sich, genau wie das zuvor beschriebene Mitglied entziehen, wenn es dennoch gestellt wird, wendet es, genau wie das treugläubige Mitglied die weiter unten beschriebenen Verteidigungsstrategien an.
  3. Das NAK-Mitglied, welches eigentlich nicht wirklich glaubt, was die Kirche lehrt, und auch die zuvor beschriebene Gruppe durchschaut, aber keine Alternative kennt. Es hat sich oft ein gewisses Halbwissen angeeignet, um seinen (eigentlich gar nicht vorhandenen) Glauben mit pseudowissenschaftlichen Erkenntnissen untermauern. Es ist doktrinär, weil halbgebildet und nicht in der Lage die von ihm vertretenen Positionen zu verteidigen. Bekommt es Widerspruch und fühlt sich in einer Sackgasse, wendet es ebenfalls die weiter unten beschriebenen Verteidigungsstrategien an.
  4. Das NAK-Mitglied, welches partiell an die geltende Lehre glaubt und hofft, dass sich bei den von ihm kritisierten Punkten Lehränderungen herbeiführen lassen. Es ist im Großen und Ganzen mit seiner Kirche einverstanden, fühlt sich dort wohl und wird Kritik von außen niemals tolerieren… Das von ihm nach außen getragene Bild berücksichtigt die von ihm kritisierten Punkte als bereits geändert, es vertritt eine NAK, die allenfalls in seinem Kopf existiert – und das weiß es auch. Deshalb kann es sich nicht auf wirkliche Debatten einlassen, bei denen es leicht ad absurdum zu führen wäre. Es wendet deshalb... – genau, siehe weiter unten ;-)
  5. Zur größten Gruppe gehört das „Easy-Going-NAK-Mitglied“. Von der eigentlichen Kirchenlehre hat es überhaupt keine Ahnung, wenngleich es ständig das Wort „Katechismus“ im Munde führt. Man bemerkt im Gespräch schnell, dass es den Katechismus überhaupt nicht kennt, höchstens ein paar Passagen daraus, die es aus dem Wording von Mitgliedern der Gruppe 2 übernommen hat.
    Easy-Going-NAKler sind der festen Überzeugung, dass die NAK sich als gleichwertiges Mitglied der Kirche Christi betrachtet und allen anderen christlichen Organisationen die gleiche Heilswirksamkeit zubilligt. Damit beweist es, dass es das Credo der NAK nicht kennt. Es wird auch stets behaupten, das Glaubensbekenntnis sei nicht verbindlich, sondern – wie der Katechismus – lediglich eine grobe Orientierungshilfe.
    Es fühlt sich wohl in dieser Organisation, betrachtet sie als Freizeiteinrichtung mit gelegentlich tollen Events, ist mit sich selbst völlig im Reinen und fest davon überzeugt, dass, „wenn der Herr Jesus dermaleinst kommt“, es auf jeden Fall dabei sein wird. Spaßig in diesem Zusammenhang: Zum Termin der Wiederkunft Jesu denkt es wie der Schalksknecht: [siehe Matth. 24, 48 (- klick) und Lukas 12, 45 (- klick)].
    Mit den tatsächlichen Inhalten des Katechismus, der Bedeutung des Glaubensbekenntnisses und den wahren Predigtinhalten seiner Führungsfunktionäre (die sich – oft deutlich – von den Wiedergaben in den NAK-Medien unterscheiden) konfrontiert, wird es den Gesprächspartner stets der Lüge bezichtigen und dann… - richtig: siehe unten.

Eine kleine Auswahl von Zugehörigen zu diesen Gruppen gibt sich in dem Diskussionsstrang im folgenden Nacworld-Blog ein Stelldichein:

Nacworld-Neuapostoliken urteilen über katholisches Brauchtum
Selbstverständlich wurden die Profilbilder gegen neutrale Avatare ausgetauscht und die Namen gekürzt. Die Kommentare sind von oben nach unten zu lesen...
Die leuchtende Marienstatue.pdf
PDF-Dokument [347.7 KB]
Eigentlich ist die NAK eine gigantische Villa Kunterbunt, und dessen Bewohner zimmern sich die Welt, wie sie ihnen gefällt! – Bild: Villa Kunterbunt [frei nach CC-Lizenz 2.0 / Quelle und Original: (- klick) ins Bild]

Natürlich passt nicht jedes NAK-Mitglied in eine dieser Schubladen, die Mitglieder-Typen sind in Wirklichkeit ebenso vielfältig wie in jeder anderen Organisation, in jedem anderen Verein. Aber die NAK-Mitglieder, die im öffentlichen Diskurs auftauchen, lassen sich tatsächlich in diese Schubladen einsortieren. Und diese NAK-Mitglieder sind es auch, deren NAK-Seiten und Gruppen sich wie Metastasen eines Krebsgeschwürs überall in den sog. „social medias“ ausbreiten…

 

Ob facebook, twitter, google+, wkw... überall trifft man auf Neuapostoliken, die das, was sie für ihren Glauben halten (hat nur, wie wir oben gesehen haben meist nichts mit der tatsächlichen Kirchenlehre zu tun) unters Volk tragen. Und dies ganz im Sinne ihrer sogenannten Kirche! - Die Sekte der Neuapostolischen nutzt jedes Medium – und unterdrückt kritische Stimmen mit allen Mitteln… versucht es zumindest, durchaus auch mit Hilfe der Justiz.

 

Nun verstehe ich ja noch, dass sie sich überall breitmachen und sich einmischen, um ihre Meinung zu verbreiten… - Aber warum gründen sie selbst überall Gruppen, in denen sie streng unter sich bleiben wollen? Meist geschlossene Gruppen, sogar geheime NAK-Gruppen gibt es…

Das alles haben Sie aber doch schon auf nacworld, der abgeschotteten sekteneigenen Sozial-Plattform, von der jeder verbannt wird, der es wagt kritisches Gedankengut zu äußern. Aber diese Sektenplattform (- klick) scheint so etwas wie eine Schulungseinrichtung für die Teilnahme am Diskurs auf Sozialplattformen zu sein.

Natürlich weiß ich selbst, dass die NAK-Welt nicht so gedacht war. Aber es zeigt sich, dass, wo immer NAKler sich gruppieren, sie die auf nacworld.net üblichen Verhaltensweisen und die dort praktizierten Verteidigungsstrategien kopieren.

 

Zunächst einmal schotten sie sich in ihren eigenen Kreisen ab. Natürlich lässt es sich nicht verhindern, dass dennoch „fremdes Volk“ bei ihnen auftaucht. Das ist auch durchaus geduldet, solange es nicht durch NAK-kritische Töne auffällt. Christen anderer Konfessionen sind jederzeit gerne gesehen… damit sie bestätigen, dass die NAK von ihnen als gleichwertige Kirche angesehen wird, und dass man die NAK-typischen Sonderlehren allenfalls als eine jederzeit tolerierbare folkloristische Eigenart betrachte.

Wie schnell dieser gönnerhafte Schmusekurs vorbei ist, zeigt sich dann, wenn auch nur die kleinste Kritik an der Neuapostolischen Kirche geäußert wird, oder wenn den NAKIs aufgezeigt wird, dass ihre popelige kleine Sekte für sie nur deshalb groß wirkt, weil sie mit Scheuklappen nach innen schauen.

[Tatsächlich spielt diese sog. Kirche sich zwar gerne auf, aber keine Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung: zum Beispiel verhält die NAK sich zur RKK wie 8,25 mm zu 100 cm]

 

Ab diesem Punkt setzen die Verteidigungsmechanismen ein. Schauen wir uns zunächst den üblichen Ablauf auf der NAK-Sektenplattform (klick) an, wobei sich die Ausführungen immer auf die fünf oben spezifizierten Gruppen beziehen (es gibt auch „die anderen“, nur bekommt man es mit denen so gut wie nie zu tun):

 

Natürlich erfolgt keine sachliche Auseinandersetzung… Und das ist eigentlich auch gut so. Denn auf jeden Kritikpunkt kommen in der Debatte mit NAK-Angehörigen drei halbwahre bis gelogene Antworten, die zum Teil nichts mit dem eigentlichen Kritikpunkt zu tun haben. Will man jeden einzelnen Punkt entkräften, kommen auf jedes Argument weitere falsche und ausweichende Antworten.

[Die absolute Königin in dieser Disziplin ist die bei uns gelegentlich als Schwurbelhexe bekannte Berlinerin mit den Initialen A.J. (auf facebook nennt sie sich Simone Alexandra Steffens), die auch in der oben veröffentlichten PDF auftaucht]

Mit Neuapostoliken zu diskutieren ist, wie Pudding an die Wand zu nageln!

 

Anders als sie es von Dritten verlangen, werden die Neuapostoliken mangels Argumenten immer sehr schnell persönlich – fühlen sich auch immer persönlich angegriffen - weil sie sich, wie immer auch ihr sonstiges Verhältnis zu ihrer sog. Kirche sein mag - grundsätzlich mit ihrer Kirche identifizieren. Folgerichtig erheben sie prompt den Vorwurf, man sage die Unwahrheit, man verbreite Lügen. Wobei es, na klar, ihrer Christenpflicht geschuldet ist, dass sie nicht sofort Streit vom Zaun brechen. Vielmehr erklären sie dem Widerpart zunächst, dass sie ihm nicht böse sind, dass sie ihm verzeihen, dass er ja nichts dafür kann, … - Und erst wenn dann kein Rückzug erfolgt, setzen die wirklichen Angriffe ein: Was man denn überhaupt bei ihnen wolle, man solle gefälligst hingehen, wo der Pfeffer wächst o.ä..

 

Wird die jeweilige Gegenposition immer noch nicht geräumt, drohen die NAKIs unverhohlen mit Meldung an die Administration, die dann auch sehr schnell erfolgt. Unmittelbar nach der Denunziation erfolgt gegen Nicht-NAKler, oder solche User, die zumindest in keiner NAK-Gemeinde verortet werden können (selbstverständlich wird sofort der persönliche Hintergrund durchleuchtet. Es bietet sich ja evtl. die Chance, über Familienangehörige Druck auszuüben), der stillschweigende Rausschmiss. Kommentarlos: Beim nächsten Einloggen kommt die Fehlermeldung, das Passwort sei falsch, man möge sich an die Admin wenden.

Tut man das, geht es weiter, wie bei den Fällen, die nicht kommentarlos gesperrt werden: Es kommt zunächst (typisch neuapostolisch) eine scheinheilige E-Mail: Von Zeit zu Zeit würde die Identität der User überprüft. Das verstehe man ja sicher. Es diene lediglich der Sicherheit im Netz. Man möge vor seinem nächsten Einloggen auf der Plattform einen Scan des Personalausweises anfertigen und diesen per E-Mail an die Admin schicken.

 

Hier ein Einschub: Es muss dringend davor gewarnt werden, diesem Begehren nachzukommen! Denn den Personalausweis zu kopieren ist schlicht verboten! Mehr dazu siehe hier (- klick)

 

Ein weiterer Punkt der dagegen spricht, dem unbilligen Verlangen der nacworld-administration nachzukommen, ist der Umgang der Neuapostoliken mit ihnen zur Verfügung gestellten Daten. – Anders als es im Paragraphen 3.3 der nw-Nutzungsvereinbarungen (-klick) zugesichert wird, löscht die nw-Admin die bei ihr hinterlegten Daten ehemaliger User nicht!!! – Wir brauchen das hier nicht zu vertiefen, wir haben das Thema ausgiebig in unserem Beitrag „Was ist denn nun Wahrheit - in den Neuapostolischen Kirchen?“ vom 12.10.2012 [weiter unten auf dieser Seite! Bitte runterscrollen] erörtert. Ich empfehle jedem, der an die Redlichkeit dieser Menschen glaubt, sich diesen Beitrag zu Gemüte zu führen!

 

Wer diese dringende und berechtigte Warnung missachtet und den Administratoren dennoch seine Daten zwecks Überprüfung zur Verfügung stellt, ist allerdings noch immer nicht „aus dem Schneider“. Zumindest solange nicht, wie man sich nicht den neuapostolischen Laberköpfen unterwirft. Gibt man weiter Widerworte, so greift ein mehrstufiges Sanktionsmodell [vgl. hierzu den Paragraphen 6 der oben bereits verlinkeden Nutzungsvereinbarungen] von Verwarnungen, über temporäre bis zu endgültigen Sperren. Wobei die nw-Admin gerne auch stillschweigend aus einer temporären Sperre eine endgültige macht. Gründe dafür lassen sich jederzeit an den Haaren herbeiziehen.

Dabei konstruieren sie dann beispielsweise einen „Zusammenhang zwischen Bratkartoffeln und Koffer klauen“ – schließlich fängt „Bahnsteig“ ja auch mit „B“ an...

nacworld.net: Eine stets sprudelnde Informationsquelle über die Neuapostoliken, ihre Sekte, ihre Lehre und ihre Ökumenefähigkeit

Und damit ist das nacworld-Profil dann Geschichte… Und ab dann setzen die Bemühungen ein, auch das jeweilige Profil, z.B. das auf facebook angelegte, Geschichte werden zu lassen. Es läuft das gleiche Procedere an, das auch auf den Rausschmiss aus NAK-fb-Gruppen bzw. auf Verbannung von NAK-fb-Seiten folgt. Die auf nacworld.net etwas längere Vorgeschichte wird in diesen Gruppen bzw. auf diesen Seiten abgekürzt: Wer sich nämlich nicht spätestens nach der ersten Verwarnung dem Neuapostoliken-Diktat beugt, fliegt stante pede. Aber dann geht’s los…

 

Es ist nicht damit getan, einfach den Dunstkreis der Neuapostoliken zu verlassen. Sie behalten einen weiterhin im Auge, verfolgen sog. Statusmeldungen und Kommentare und zögern nicht, beim geringsten Anlass eine Verstoß-Meldung an facebook abzusetzen. „Verletzende Inhalte“, die gemeldet werden, sind dann z.B. „Hassrede auf eine religiöse Gruppe“, oder „Urheberrechtsverletzung“.

 

Auf nacworld wurde einmal von der Admin propagiert, man habe eine Zusammenarbeit mit der fb-Admin vereinbart. Vereinbarungsgemäß würden gemeldete Verstöße sofort durch Löschen des jeweiligen Beitrags und eine Verwarnung bzw. im Wiederholungsfall durch temporäre oder endgültige Sperren geahndet. – Ob die Reaktionen der fb-Admin tatsächlich auf eine solche Absprache hin erfolgt, muss nicht erörtert werden, denn facebook teilt tatsächlich mit, dass es die Berechtigung der Meldung nicht überprüfe, wenn man glaube, die Meldung sei zu Unrecht erfolgt möge man sich mit dem Meldenden ins Einvernehmen setzen – nur der könne die Verstoß-Meldung zurücknehmen.

 

Wie so etwas im Extremfall abläuft haben wir auf unserer Kreuzfeuer-Seite (- klick)  anhand einer Falschdenunziationskette des NAK-NRW-Kirchensprechers Frank Schuldt aufgezeigt. Dabei wird deutlich: Geltendes Recht interessiert Neuapostoliken nicht, vielmehr heiligt für diese Leute der Zweck die Mittel. Dass auch vergleichsweise kleine Kirchenlichter diese Methode erfolgreich anwenden, kann ich am Beispiel der nw-Userin Carolin Quadflieg, auf fb unter dem Namen Carolin Ortmanns registriert, beweisen. Sie hat den folgenden, klar durch das Zitierrecht nach § 51 (2) UrhG gedeckten, Kommentar (aus einem Diskussionsstrang über den ehemalighen NAK-NRW-Präsidenten Armin 'Beinkusconi' Brinkmann, als Verstoß gegen das Urheberrecht löschen lassen:

 

„Ihr schätzt diese Männer völlig falsch ein.

 

Ich zitiere hier aus einem Blog, den eine gewisse C.Q. (auf fb vertreten unter dem Namen https://www.facebook.com/caro.ortmanns?fref=ts) auf der NAK-eigenen Sektenplattform "nacworld.net" verfasst hat. Die Lady blickt nämlich, anders als Ihr, voll durch:

 

(Zitat) "DENN DEIN ist das Reich UND die Kraft UND die Herrlichkeit, in Ewigkeit!

 

Unter diesem Motto, stand der heutige Stammapostelgottesdienst.

 

Es ist immer wieder ein Erleben unseren Stammapostel zu erleben.[...]

 

Eines meiner persönlichen Fazits [...] sind: Lob und Anbetung sind der Schlüssel dazu für nächsten Entschlafenengottesdienst, den Seelen den Weg zu zeigen. Denn wir können nicht beweisen dass es Gott gibt, doch wenn diese Seele sehen, dass auch wir leiden und gleiches erleben wie die bereits in der Ewigkeit verweilten Seelen und wir TROTZDEM den Herrn loben, preisen und anbeten dann können wir ihnen den Weg weisen. [...]

 

 

Auch im Hinblick auf die Vergebung [...] nicht sagen, Herr ich KANN es nicht, sondern wir sollen sagen... Ich WILL es versuchen! Und ja... ich will es versuchen. Ob es mir gelingt, bleibt dahin gestellt, aber JA ICH WILL ES VERSUCHEN.... Gerade weil Vergebung manchmal so schwer sein kann, denkt man oft, ich kann es nicht. Doch wir brauchen es nicht zu KÖNNEN... wir sollen es versuchen. [...]
Genauso wichtig, war heute für mich die Worte: Glaube und sei gehorsam und du wirst Gott erleben. So sei es!

Der emotionale Höhepunkt, war natürlich die in Ruhe Setzung meines geliebten Bezirksapostel. Viele Tränen sind geflossen, viele Erinnerungen sind hochgekommen... Der Stammapostel beschrieb ihn ganz treffend, als gesandter des Herrn, und unter anderem noch als einen Seelsorger.[...] Ein großartiger Mann ist jetzt im Ruhestand.

Aber ich will nicht unerwähnt lassen, dass wir unseren neuen Bezirksapostel unterstützen sollten. Ich kenne ihn noch nicht gut genug, aber das was ich bisher erleben durfte dürfen wir uns auch hier über einen gesandten des Herrn freuen. [sic]" (Ende des Zitats)

Klar, ne: Gesandter des Herrn... So müsst Ihr das sehen!“

Es versteht sich von selbst, dass es nichts bringt, sich mit den Falsch-Denunzianten in Verbindung zu setzen. Sie hüllen sich einfach in Schweigen und warten auf die nächste sich bietende Gelegenheit zur Denunziation.

Was folgt nun daraus für den Umgang mit Neuapostoliken in Debatten?

Kommentar überflüssig... ;-)

Zunächst einmal ist es, schon wegen deren gewöhnungsbedürftigen Diskussionsverhaltens, unsinnig, Debatten mit NAKlern zu führen! Erst recht gilt das für Debatten auf deren eigenem Spielfeld. Dennoch ist es sinnvoll, sich in allen infrage kommenden Seiten, Gruppen, Plattformen, … anzumelden, aber immer nur zur Informationsbeschaffung, NIE(!), um sich dort zu betätigen.

 

Für die beschafften Informationen gilt dann das gleiche wie für Verlautbarungen in den NAK-eigenen Medien (Internetauftritte der Gebietskirchen, Produkte des Verlags Friedrich Bischoff, u.a.m.): Bringt es an die Öffentlichkeit; informiert so viele Menschen über die neuapostolischen Falsch- und Irrlehren sowie über illegale Verhaltensweisen dieser Leute wie nur irgend möglich. Einen wirklichen Schutz vor der Rachsucht dieser Sektenmitglieder bietet lediglich eine breite Öffentlichkeit.

 

NAK-Freie-Zonen gibt es viele… Vor allem in den Printmedien. Stellt Kontakte zur örtlichen Presse her und versorgt z.B. die Kulturredaktion mit Informationen über die immer wieder auftauchenden Unglaublichkeiten, die sich die NAK-ler leisten, fertigt Screenshots an und schickt sie an die Bildzeitung, berichtet bei Monitor, Brisant, Report und wie die Redaktionen im deutschen Fernsehen auch heißen mögen. Zeigt der Öffentlichkeit das wahre NAK-Gesicht dieser Sekte!

 

Und klar: Auch facebook ist Öffentlichkeit… Dort ist z.B. Eure eigene Chronik (hoffentlich) NAK-Freie-Zone, und es gibt facebook-Gruppen wie „Klartext“ (- klick)  oder Seiten wie NAK-Aussteiger“ (- klick) und „Aussteiger der Neuapostolischen Kirche“ (-klick)  auf denen die Angehörigen der oben typisierten 5 Gruppen keinen direkten Einfluss haben. Bringt Euch dort ein, „liked“ solche Seiten, bzw. werdet Mitglied solcher Gruppen… je mehr User sich dort sammeln, umso geringer sind die Chancen der NAK zur Unterdrückung der freien Meinungsäußerung.

 

Natürlich reagieren diese Figuren mit Verstoß-Meldungen, aber solange Ihr keine wirklichen Hassreden schwingt, können sie dabei lediglich auf Urheberrechtsverstöße abheben. Wichtig ist natürlich, dass Ihr Euch auch tatsächlich an das geltende Urheberrecht haltet. Schaut auf unsere Kreuzfeuer-Seite (- klick), wenn Ihr sehen wollt, wo die Grenzen sind. Melden die Falsch-Denunzianten Euch dennoch [das wird vorkommen: siehe eben die Kreuzfeuer-Seite] reagiert zwar durch Kontaktaufnahme, bringt den Vorgang aber prompt auch wieder an die Öffentlichkeit. Und wenn (was wahrscheinlich der Fall sein wird) der Denunziant nicht reagiert, geht mit dem Vorgang zum Rechtsanwalt und zeigt den Denunzianten gleichzeitig wegen übler Nachrede bzw. Verleumdung an.

 

So weit, so gut… Aber was, wenn sich tatsächlich ein NAKler in der Öffentlichkeit der Diskussion stellt?

 

Kommt darauf an. Es gibt, wie gesagt, außer den Angehörigen der fünf weiter oben typisierten Gruppen auch andere NAKler, und möglicherweise tritt auch einmal einer von diesen in der Öffentlichkeit auf – und möglicherweise ist das dann sogar ein Mensch guten Willens… Dann seid lieb und nett und nutzt die Gelegenheit, auf sachlicher Ebene zu diskutieren. Vielleicht akzeptiert der/diejenige sogar von Euch vorgebrachte Argumente und wird nachdenklich…

 

Bei unseren „typischen“ NAKIs (mir fällt da spontan der sattsam bekannte Volker Buschfluss ein) lohnt die Diskussion aber nicht! Macht ihnen – und vor allem der mitlesenden Öffentlichkeit – klar, dass ihr mit ihnen nicht diskutieren werdet und warum ihr das nicht tut. Behandelt sie von oben herab und macht ihnen deutlich, dass ihr sie für arme Gehirnwäscheopfer haltet, und ignoriert sie danach einfach. Ihr werdet sehen: Sie kneifen den Schwanz ein! – Ihnen geht es nämlich nicht um sachliche Argumentation, eigentlich auch überhaupt nicht um die Auseinandersetzung… Sie sind lediglich Forentrolle, die Aufmerksamkeit erregen und jeden vernünftigen Austausch stören wollen.

 

Und nun diskutiert mal schön – aber besser nicht mit NAKlern,
die sind einfach nicht diskursfähig!

13.05.2013 – (fcs)

Stammapostel Wilhelm Leber äußert sich zur „Botschaft“

Und wieder kreißte der Berg, um eine Maus zu gebären

Die mit viel Getöse angekündigte Verlautbarung ist also mittlerweile unter

http://www.nak.org/de/news/offizielle-verlautbarungen/article/18069/

veröffentlicht worden, und sie wurde auch schon auf vielen Plattformen mit bemerkenswert unterschiedlichem Tenor bewertet. Ich bin selbst einigermaßen erstaunt darüber, dass ich eine nochmal andere Meinung vertrete, als ich sie bisher lesen konnte.


Deshalb werde ich sie nachstehend in Form von Zitat und Kommentar äußern, indem ich die Leber-Stellungnahme zur Bischoff-Botschaft wörtlich zitiere und meine Kommentare zwischen die Zitat-Abschnitte setze.

 

„Seit einiger Zeit schon trage ich mich mit dem Gedanken, zur Botschaft von Stammapostel Bischoff zusammenhängend Stellung zu nehmen. Sein Heimgang liegt mittlerweile mehr als fünfzig Jahre zurück; somit besteht genügend zeitlicher Abstand für eine nüchterne Betrachtung. Dies erscheint mir auch deshalb wichtig,  weil ich Unsicherheit wahrnehme, wenn die Rede auf die Botschaft kommt. Die einen plädieren dafür, dieses Thema einfach liegen zu lassen; andere möchten dagegen Erklärungen haben. Ich möchte jene, die mit der Botschaft persönliche Erfahrungen verbinden, nicht verunsichern, sondern vielmehr einen Beitrag zum sachlichen Umgang mit der Botschaft  leisten.  Wegen  meiner  verwandtschaftlichen  Nähe zum Hause Bischoff sehe ich mich auch persönlich in der Pflicht. Dass  ich erst zum Ende meiner Amtszeit diese Stellungnahme vorlege, hat rein zeitliche Gründe. Erst jetzt, nachdem Stammapostelhelfer Schneider mir viel Arbeit abnimmt, habe ich genügend Freiraum zur Beschäftigung mit der Materie.


Nun zum eigentlichen Thema. Die Aussage Stammapostel Bischoffs, die als Botschaft bezeichnet wurde, hat folgenden Wortlaut:


"Der Herr kommt zu meiner Lebenszeit wieder. Ich bin der Letzte, nach mir kommt keiner mehr."


Diese beiden Sätze sind der Kerninhalt der Verkündigung im Weihnachtsgottesdienst 1951 in Gießen. Dieser Gottesdienst gilt als eigentlicher Ursprung der Botschaftsverkündigung. Stammapostel Bischoff führte die Botschaft auf eine ihm zuteil gewordene göttliche Offenbarung zurück. Er hat nie mitgeteilt, wann und unter welchen genauen Umständen er sie erhalten hat; auch der genaue Wortlaut dessen, was ihm offenbart wurde, ist unbekannt. […]“

 

Bis hierher ist erst einmal alles allgemeines BlaBla… Immerhin räumt Leber seine „verwandtschaftliche Nähe zum Hause Bischoff“ ein. Die indes eine doppelte ist… Zum einen ist der alte Bischoff Lebers Großonkel und Ziehvater von Lebers Mutter, zum anderen ist sein Onkel Friedrich (der Sohn vom alten Bischoff) Lebers Schwiegervater und Cousin von Lebers Mutter…

 

„[…] Die Botschaft hat zunächst einen sehr persönlichen Charakter. Es steht außer Frage, dass Stammapostel Bischoff sie selbst geglaubt hat. Sie war ihm Anlass, die Wiederkunft Christi täglich zu erwarten und seine Lebensführung vollständig darauf abzustellen. Seine persönliche Haltung war insoweit vorbildlich. Es ist auch nachvollziehbar, dass die Botschaft Gegenstand der Verkündigung wurde, denn der Stammapostel sah sich in der Verantwortung, die Gemeinden auf die nahe Wiederkunft des Gottessohnes einzustellen. Die Botschaft war ein Appell, eine drängende Mahnung, sich für den Tag des Herrn bereit zu machen. […]“

 

In diesem Abschnitt liegt meiner Meinung nach der Hase im Pfeffer: Leber sagt selbst (und da er als Kind viel Zeit im Haus des JGB verbracht hat, glaube ich ihm das einmal), dass Bischoff die Botschaft geglaubt hat. Damit musste er, wie Leber ebenfalls einräumt, diese Botschaft zum Gegenstand der Verkündigung machen. Immerhin war er der Hauptverantwortliche für das Seelenheil mindestens der Neuapostolischen Christen.

 

„[…] Gleichwohl hat Stammapostel Bischoff in der Anfangsphase der Botschaftsverkündigung deutlich gemacht, dass die Erfüllung ganz in der Hand Gottes liegt. Und noch etwas ist bemerkenswert: Der Stammapostel äußerte sich anfangs  dahingehend, dass es jedem freigestellt sei, die Botschaft zu glauben oder auch nicht. […]“

 

Ich will die Bischoff-Botschaft keinesfalls verteidigen, ganz im Gegenteil! Aber diese Aussage halte ich für Fickfackerei… (Für die Oberschlauen ein Link: http://www.duden.de/rechtschreibung/Fickfacker ) Wenn Bischoff die Botschaft geglaubt hat, durfte er nach dem Selbstverständnis der NAK-Stammapostel allenfalls insofern freistellen, die Botschaft zu glauben, wie es sowieso jedem Menschen freisteht, eine kirchliche Lehrmeinung zu glauben oder eben nicht.

 

Und da gemäß der NAK-Lehre und dem NAK-Glaubensbekenntnis (und heute dem NAKatechismus) die Apostel Gottes Boten sind, die auf der Welt allein berechtigt sind, Gottes Wort zu verkünden und die Bibel auch hinsichtlich von Inhalten die in der Schrift nicht wörtlich ausgeführt sind, zu interpretieren, stand es eben keinem NAK-Mitglied frei, die Botschaft zu glauben oder auch nicht.

 

Denn: Wer nicht mehr glaubt, dass die Apostel Wahrheit verkünden, steht nicht mehr hinter dem NAK-Glaubensbekenntnis, ist mithin kein Neuapostolischer Christ mehr!

 

„[…] ln den Gemeinden hat die Botschaft eine starke Resonanz hervorgerufen. Viele Glaubensgeschwister waren bereit, dem Beispiel Stammapostel Bischoffs zu folgen und sich ganz auf die Wiederkunft Christi einzustellen. Die Botschaft hat zweifellos bei vielen zu einer Intensivierung des Glaubenslebens geführt - besonders in der Anfangsphase. Zu einer positiven Aufnahme der Botschaft haben die damaligen Zeitverhältnisse beigetragen: Die Botschaft fiel hinein in die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg; vor dem Hintergrund der schrecklichen Kriegserfahrungen sehnten sich viele nach Sicherheit. Das ist sehr wohl verständlich. Die klare Ausrichtung auf die Wiederkunft Christi gilt auch heute noch als beispielhaft. […]“

 

Wenn das, was hier so euphemistisch „klare Ausrichtung auf die Wiederkunft Christi“ genannt wird auch heute noch als beispielhaft gilt, heißt das ganz eindeutig, dass auch heute noch alles was damit im Zusammenhang stand als beispielhaft gelten muss. Incl. Verzicht auf höhere Schulbildungen, Verzicht auf Hausbau, Kündigung von Versicherungen usw.…

 

„[…] ln den folgenden Jahren nach 1951 erhielt die Botschaft in der Verkündigung mehr und mehr Gewicht. Den Berichten von Zeitzeugen ist zu entnehmen, dass die Intensität der Botschaftsverkündigung regional unterschiedlich war. Aber insgesamt gesehen war die Tendenz unverkennbar, der Botschaft eine immer größere Bedeutung beizumessen. Ihr  wurde schließlich ein Stellenwert eingeräumt, wie er nur den göttlichen Verheißungen der Heiligen Schrift zusteht. Die Botschaft war dann nicht mehr nur eine dem Stammapostel mitgeteilte persönliche Offenbarung, sie erhielt vielmehr den Rang eines Dogmas. Sehr deutlich wurde diese Dogmatisierung dadurch, dass Stammapostel Bischoff Ordinationen und Versiegelungen mit dem Botschaftsglauben zu verknüpfen wünschte. Diese Vorstellung äußerte  er  an einer Apostelversammlung. Auch wenn es zu keinem Beschluss kam, so fand der Wunsch des Stammapostels  doch Eingang in die Praxis. Auch das neuapostolische Schrifttum weist eine Zuspitzung und Übersteigerung des Botschaftsglaubens  aus.

 

Diese Zuspitzung stellt die eigentliche Problematik dar. Nach unserem heutigen Verständnis hätte Stammapostel Bischoff es nicht zulassen dürfen, dass die Botschaft zu einem wesentlichen Glaubensgegenstand gemacht wurde. Zwar unterliegt es der Lehrautorität des Stammapostels, weitergehende Aufschlüsse  aus  dem  Heiligen  Geist  zu  verkündigen  und zur verbindlichen Lehre der Neuapostolischen Kirche zu erklären" - so heißt es im Katechismus. Doch Ausgangspunkt und Grundlage von Lehraussagen muss die Heilige Schrift sein. Somit wäre es erforderlich gewesen, die Botschaft in einer fundierten und belastbaren Weise anhand der Heiligen Schrift zu begründen. Eine persönliche Überzeugung kann nicht hinreichend sein. Zu betonen ist allerdings, dass dies unsere heutige Erkenntnis ist; zur Zeit von Stammapostel Bischoff waren die Lehrgrundlagen noch nicht so klar fixiert. […]“

 

Kleine Bemerkung am Rande: Die angeblichen göttlichen Verheißungen der Bibel sind, wie die historisch-kritischen Bibelwissenschaften längst nachgewiesen haben, Mumpitz… Irgendwelche Leute haben sich ausgedacht und aufgeschrieben, dass Gott sich irgendwem geoffenbart habe.

 

Soweit so gut. In dem Augenblick aber, wo ich glaube, dass Gott sich Menschen offenbart, warum soll ich dann plötzlich nicht glauben, dass er das auch heute noch tun kann?

Und wenn jemand nach dem Verständnis meiner Glaubensgemeinschaft der sprechende Mund Gottes ist, muss eine diesem Menschen offenbar gewordene göttliche Verheißung den gleichen Rang haben, wie eine biblische Verheißung.

 

Mir erschließt sich daher nicht, wie Leber zu der Auffassung kommt, dass Bischoff es nicht hätte zulassen dürfen, dass die Botschaft zu einem wesentlichen Glaubensgegenstand gemacht wurde.
Und es erscheint mir ebenso folgerichtig, dass Bischoff Ordinationen und Versiegelungen mit dem Botschaftsglauben zu verknüpfen wünschte.

 

Was mir übrigens auch nicht einleuchtet, ist die Bemerkung, Bischoff habe einen entsprechenden Wunsch an die Apostelversammlung herangetragen, es sei aber zu keinem Beschluss gekommen…
Auf einmal ist der Stammapostel nicht mehr die Lehrautorität, die weitergehende Aufschlüsse aus  dem Heiligen Geist verkündigt und zur verbindlichen Lehre der Neuapostolischen Kirche erklärt?

 

Hier sehe ich noch Erklärungsbedarf…

 

„[…] Schon seinerzeit wurden Fragen nach der biblischen Grundlage der Botschaft laut. Des Öfteren wurde die Frage gestellt , ob die Botschaft nicht unvereinbar sei mit der Aussage des Sohnes Gottes in Matthäus 24, 36: "Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater." Stammapostel Bischoff hat darin keinen Widerspruch zur Botschaft gesehen. Er argumentierte, dass er nur einen Zeitrahmen genannt habe. Der genaue Zeitpunkt, also Tag und Stunde, seien auch ihm unbekannt. Wir sind heute bemüht, die biblischen Aussagen der Heiligen Schrift mehr im Zusammenhang und ihrem Sinn nach zu verstehen. Somit ist es durchaus denkbar zu sagen: Jesus hat in dieser Schriftstelle deutlich machen wollen, dass der Zeitpunkt seiner Wiederkunft nicht näher eingegrenzt werden kann. Die ständige Bereitschaft ist gefragt. Jede Form von Spekulation ist nicht zielführend. Entsprechend dieser Argumentation ist in der Zukunft auch keine neue Botschaft analog der Botschaft des Stammapostels Bischoff zu erwarten. […]“

 

Soweit ich das verstehe, hat Bischoff in typisch neuapostolischer Manier argumentiert. Und ich kann ihm nicht einmal widersprechen: Er hat ja tatsächlich weder Tag noch Stunde genannt. Und wenn es sogar falsch ist, einen Zeitrahmen zu nennen, dann sollte Jean-Luc Schneider, Lebers Nachfolger im Amt des NAKI e.V. Vereinspräsidenten, in seinen Predigten zur Naherwartung auch ein wenig mehr Zurückhaltung an den Tag legen.

 

Und noch etwas habe ich verstanden, was Leber erst in diesem Absatz zum Ausdruck bringt:

 

Die göttlichen Verheißungen und Offenbarungen sind abgeschlossen, neue göttliche Verheißungen werden nicht mehr erfolgen, das heißt, dass auch keine weitergehenden Aufschlüsse aus  dem Heiligen Geist mehr zu erwarten sind. Ergo: Es braucht für die Verkündigung keine Apostel mehr, schon gar keinen Stammapostel, denn was immer auch an biblischen Texten auszulegen sein könnte, ist schon dutzendfach ausgelegt worden. – Es ist nichts Neues mehr zu erwarten, und folgerichtig auch keine neue Botschaft.
[Jetzt müssen sich die Züricher Vereinsmitglieder nur noch auf das Allgemeine Priestertum aller Gläubigen besinnen, dass anders als die Amtsbefugnisse der Apostel  biblisch fundiert begründbar ist, und schon kann das sündhaft teure NAK-Apostolat aufgelöst werden ;-)]

 

„[…] Zurück zur damaligen Entwicklung. Es konnte nicht ausbleiben, dass es zu Polarisierungen und Parteienbildungen kam. Glaubensgeschwister, die die Botschaft hinterfragten, wurden schnell verdächtigt, dem Geist des Zweifels Raum gegeben zu haben. Etliche Absonderlichkeiten sind bekannt geworden. So soll es vorgekommen sein, dass  man mitzählte, wie oft der Dienende im Gottesdienst von der Botschaft sprach, und die Amtsträger entsprechend einstufte. ln einigen Regionen kam es zu bedauernswerten Anfeindungen oder Auseinandersetzungen. Es entstanden Risse, die quer durch die Familien und Gemeinden gingen.  Wie viele innere Kämpfe damit verbunden waren, lässt sich nur erahnen.  Mit Traurigkeit denken wir daran, dass etliche Glaubensgeschwister  sich genötigt  sahen,  die Kirche zu verlassen. Es kam zu Ausschlüssen  und Abspaltungen.[…]“

 

Dies ist ein klares Wort, das Respekt verdient! Nach wie vor gibt es nämlich immer noch NAK-Mitglieder, die behaupten, diese Auswüchse habe es nie gegeben. Und Ewig-Gestrigen wie z.B. die nacworld-User Klaus Dieter Krüger und Erika Johnsen oder auch der liebe Hirte(i.R.) Eisentraut aus Karlsruhe, die ständig relativierend über diese üble Bischoff-Zeit schreiben, ist damit hoffentlich für alle Zeiten der Mund gestopft.

 

„[…] Der Heimgang von Stammapostel Bischoff im Jahr 1960 erschütterte verständlicherweise die neuapostolische Welt. Die Apostel sahen sich in einer besonderen Verantwortung. Die Gefahr, dass viele sich von der Kirche abwenden würden, war nicht von der Hand zu weisen. Innerhalb weniger Tage mussten Erklärungen gefunden werden, die es den Glaubensgeschwistern ermöglichen sollten, das Geschehene einzuordnen. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang besonders die Aussage: Der Herr hat seinen Willen geändert. Diese These hat nachhaltigen  Einfluss innerhalb der Kirche erlangt.

 

Zur Begründung dieser Aussage wurden Beispiele aus dem Alten Testament herbeigezogen. So hat Gott etwa die Vernichtung der Stadt Ninive ankündigen lassen, jedoch später davon Abstand genommen, weil die Einwohner Buße taten. Hiskia wurde durch den Propheten Jesaja mitgeteilt, dass er sterben müsse. Aufgrund der Gebete, die er unter Tränen sprach, wurden Hiskia noch fünfzehn weitere Lebensjahre geschenkt. ln diesen Fällen hat Gott die ursprüngliche Ankündigung nicht umgesetzt. Es handelt sich dabei aber jeweils um einen Akt göttlicher Gnade. Im Gegensatz dazu war die Botschaft eine Verheißung, deren Nichterfüllung keinen erkennbaren Grund hatte. Somit müssen wir feststellen, dass die These, Gott habe seinen Willen geändert, sich an der Heiligen Schrift nicht belegen lässt. Fraglich ist auch, wie sie mit unserem Gottesbild zu vereinbaren ist, denn Gott ist für uns der Allmächtige, Allwissende, der treu zu seinen Verheißungen steht. […]“

 

Okay… die Herrschaften waren in Zugzwang… Und die Erklärung war doch gar nicht so schlecht?

 

Schlecht hingegen ist Lebers Behauptung, Gott sei der Allmächtige und Allwissende, der treu zu seinen Verheißungen steht. Nur ein Beispiel: Was ist mit der göttlichen Verheißung bzgl. des Königreich Davids?
Und natürlich stimmen die herangezogenen Beispiele zu Ninive und Hiskia… Es sei denn, Gott habe von vornherein vorgehabt, durch diese scheinbar falsche Botschaft eine Verhaltensänderung herbeizuführen. – Dann stellt sich aber die Frage, ob das im Falle der Bischoff-Botschaft nicht ebenso gewesen sein kann…

 

Es könnte also tatsächlich so gewesen sein, wie es die Kirchenleitung nach dem Tod Bischoffs verkündet hat: Gott hat Bischoff eine Botschaft zuteilwerden lassen, dann aber seinen Willen geändert. - Das wäre für die damaligen Führungsfunktionäre der NAK auch glaubhaft gewesen, und insofern müsste auch ihre These akzeptiert und dürfte nicht als falsch eingestuft werden.

 

Alternativ wäre auch denkbar, dass Gott Bischoff eine Botschaft zuteilwerden ließ, um das Verhalten der Neuapostoliken zu ändern, und nachdem die Kirche sich wunschgemäß entwickelt hat, hat er Bischoff, ganz so, wie geplant, sterben lassen. – Und das hätte für die Herrschaften dann auch wie eine Planänderung ausgesehen…

 

Für Insider hat das Ganze nur einen kleinen Schönheitsfehler: Wir wissen aus den Memoiren der Wwe. Gorenflos, dass Walter Schmidt bereits am Todestag Bischoffs, an dessen Sterbeort, dem Haus Gorenflos in Karlsruhe, geäußert hat, es habe nie eine Botschaft gegeben!

 

„[…] Wie sehen wir heute die Nichterfüllung der Botschaft? Ich habe eingangs schon darauf verwiesen, dass es in dieser Frage ganz unterschiedliche Haltungen gibt. Nicht zuletzt spielen persönliche Erfahrungen eine besondere Rolle. Ich bin der Ansicht, dass unterschiedliche Meinungen zu akzeptieren sind, solange sie nicht für  allgemein  gültig  erklärt werden. Wer aus der Botschaft für sich den Schluss gezogen hat,  die  Naherwartung  der  Wiederkunft Christi in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen, hat klug gehandelt. Andererseits müssen wir aber zur Kenntnis nehmen, dass Glaubensgeschwister unter der Botschaft gelitten haben und sich sogar gezwungen sahen, die Kirche zu verlassen. Wir können heute nur noch unser Bedauern darüber zum Ausdruck  bringen.

 

Ich möchte betonen: Die Neuapostolische Kirche hält heute nicht mehr daran fest, dass es sich bei der Botschaft von Stammapostel Bischoff um eine göttliche Offenbarung gehandelt hat. Die Frage der Bewertung der Botschaft bleibt offen; es steht jedem frei, sich sein eigenes Urteil darüber zu bilden. Die Neuapostolische Kirche wird auch nicht mehr von der Begründung Gebrauch machen, der Herr habe seinen Willen geändert.

 

Nach wie vor ist die Erwartung der nahen Wiederkunft Christi zentraler Bestandteil neuapostolischen Glaubens. Die Zeit unter der Botschaft hat gelehrt, wie intensiv das Warten auf den Herrn sein kann. Die Übertreibungen und Probleme, die mit der Botschaft verknüpft sind, sollen dabei nicht bagatellisiert werden. […]“

 

Einmal mehr eine Bemerkung am Rande: Seit gut 2000 Jahren stellen Christen die Naherwartung der Wiederkunft ihres Christus in den Mittelpunkt ihres Lebens… So langsam dürfte klar sein, dass das mit der Naherwartung ein kompletter Blödsinn ist.

 

Ganz davon abgesehen, dass der Wanderprediger Jesus von Nazareth den als authentisch einzustufenden Überlieferungen in den Evangelien nach überhaupt kein Messias war…

 

Aber zurück zur Botschaft Bischoffs:

 

Nach allem, was Leber hier so geschrieben hat, wird deutlich, dass er immer noch nicht in der Lage ist, die Botschaft wirklich aufzuarbeiten. Seine Erklärungen sind Unsinn, solange er davon ausgeht, dass Bischoff diese Botschaft wirklich geglaubt hat. War das so, dann hat Bischoff folgerichtig gehandelt, und die gesamte Entwicklung war für eine zentral auf ein absolutes Führungsamt ausgerichtete hierarchisch strukturierte Organisation mit dem Glaubensbekenntnis und der Lehre der NAK absolut folgerichtig.

 

Warum sagt Leber, der den Greis ja persönlich und nahe kennengelernt hat, nicht einfach, dass Bischoff gelogen hat um mit einer erfundenen Botschaft eine zusätzliche Machtzentralisierung zu erreichen und unliebsame potenzielle Konkurrenten auszuschalten (wie wir aus dem Fall Brückner wissen, wäre so etwas typisch für Bischoff). Meinethalben hätte Leber auch schreiben können, dass Bischoff senil war und an zunehmender Altersdemenz gelitten hat…
Leber kann aber nicht schreiben, Bischoff habe die Wahrheit gesagt und es sei alles nur falsch gelaufen.

 

So bleibt nur ein Schluss: Entweder hat Bischoff die Wahrheit gesagt, dann ist lediglich die Entschuldigung für die Auswüchse, die es gegeben hat notwendig – und die war denn auch überfällig.
Oder es gab keine Botschaft, dann zeigt das deutlich, welche Macht einem zentralen Führungsamt wie dem NAK-Stammapostel zur Verfügung steht – und dann sind Strukturveränderungen dringend erforderlich!

 

„[…] Es ist mir ein Anliegen, jene um Verzeihung zu bitten, die unter der Botschaft des Stammapostels Bischoff gelitten haben oder sich sogar von der Kirche abwandten. Ich bedaure die Gewissensnöte und Zweifel, denen viele ausgesetzt waren. Ich würde mich freuen, wenn dieser Artikel als weiteres Signal zur Versöhnung oder sogar als ein Schritt hin zur Versöhnung aufgenommen würde.

Wilhelm Leber […]“

 

Das ist wieder aller Ehren wert und es war, wie gesagt, längst überfällig! Noch ehrenwerter hätte ich es gefunden, wenn Leber sich auch für die Verflechtung der NAK in das Nazi-Regime entschuldigt hätte. Immerhin war sein Ziehgroßvater J.G. Bischoff ein bekennender Hitlerverehrer, sein Schwiegervater Friedrich Bischoff ein SA-Mann, Mitglied im SA-Fliegersturm, und – was noch schlimmer ist – Bischoffs Amtsnachfolger Walter Schmidt war im Dritten Reich zumindest ein Kriegsgewinnler auf Kosten ausgebeuteter kriegsgefangener Zwangsarbeiter… [mehr Info dazu hier]

 

Hinter das Thema „Botschaft“ habe ich aber längst einen Haken gemacht, denn…

 

 

… die NAK hat damals ganz einfach Blödsinn gelehrt und die NAK lehrt heute ganz einfach Blödsinn. – Der Unterschied ist marginal… So what?

07.05.2013 - (bt)

Imagine…

Ein Versuch, Unverständliches zu verstehen

Stellen wir uns einmal vor, dass der Stammapostel und die Bezirksapostel der NAK schon lange nicht mehr glauben, was sie sagen, nicht mehr hoffen, was sie verkünden!

 

Stellen wir uns einmal vor, dass der kleine Teil aus dem Kreis der vielen ehrlichen und sich zum Teil auch aufopfernden Amtsbrüder, der im NAK-System aufsteigt, eine bezahlte Position erreicht und bis in die Bezirksapostelversammlung vordringt, auf diesem Weg nach oben einfach zu viel gesehen und gehört hat ... dass er zu viel weiß, um noch glauben zu können!

 

Kleiner Einschub: Einer der Gründe, warum ich solange „weitergeglaubt“ habe, war ja letztendlich, dass ich nichts wusste! Treu und brav habe ich mich mein Leben lang an diesen von Kindheit an eingetrichterten tückischen Satz gehalten: „Ich habe an meinem Apostel/Stammapostel noch nie einen Fehler gefunden - ich habe aber auch noch nie danach gesucht!“ So eine Einstellung wurde von uns erwartet und da es weder das Internet gab, noch andere Informationsquellen für eine, deren Familie keinerlei Verbindung zu inneren Zirkel in der NAK, zu Amtsträgerkreisen hatte, war das auch durchaus zu praktizieren.

 

Aber jemand der bis nach oben vorgedrungen ist und die Machtkämpfe, Koalitionen, Lügen, Vertuschungen, Erpressungen, Bestechungen selber miterlebt hat, der weiß, dass z.B. der nordamerikanische BezAp Kraus seinen Willen durchgesetzt hat, indem er mit Abspaltung drohte, dass Schmidt im kleinen Kreis gesagt hat „es gab keine Botschaft“, der Nazi-Vergangenheit und Intrigen kennt, der weiß, dass Machtverhältnisse und Familienbande und nicht ein „heiliger Geist“ die Berufung in höhere Ämter bestimmen, der kann nicht mehr glauben, dass er sich im Werk Gottes befindet und sein eigenes Tun und das seiner Mitbrüder vom heiligen Geist gelenkt wird!

 

Wer die „Freigrasung“ und die unzähligen Lehränderungen vor Augen hat, wer den behaupteten Offenbarungen des Geistes so wenig vertraut, dass er sich einen Berater holen muss, der evangelische Theologie im Nebenfach studiert hat, wer „Wording“ betreibt und betreiben lässt, doppelzüngig nach innen und außen jeweils anders redet und weit entfernt ist von der Maxime „Deine Rede sei ja, ja! oder nein, nein!“ - Der glaubt doch schon lange nicht mehr, was er redet! - Der bittet nicht um die Verkürzung der Zeit und hat auch keine Eile, weil er mit dem „Erscheinen des Bräutigams“ rechnet, und er sorgt sich erst recht nicht darum, dass die ihm Anvertrauten errettet werden!

Aber eine Angst sitzt ihm tatsächlich im Nacken: Die Angst vor dem unaufhaltsamen Schrumpfungsprozess der NAK, dem Verlust der Macht und vor allem der finanziellen Sicherheit! Höchste Eile ist geboten, um die Pfründe des Apostelvereins NAKI e.V., Zürich, zu sichern! Alle Entscheidungen, die heute im Führungskreis der NAK gefällt werden, orientieren sich an diesem Ziel. Für die Zukunft müssen Maßnahmen getroffen werden, dass die Einnahmen bei schwindendem „Geldopferfluss“ durch die Erträge aus geschicktem Kapitaleinsatz gesichert werden. - Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Strukturveränderungen zu betrachten: Gemeindeschließungen und Immobilienverkauf einerseits, Investition in gewinnträchtige Objekte andererseits!

 

Wenn die NAK-Führungsriege, allen voran der Elieser, der Brautführer der Gegenwart, wirklich mit der nahen Wiederkunft Christi rechnen würde, dann würden doch ganz andere Gedanken das Handeln, die Führungsstrategie bestimmen:

 

Wenn der Stammapostel wirklich von der aufrichtigen Sorge um die Zubereitung der ihm anvertrauten Brautseelen geleitet würde, wenn er glauben würde, dass der Herr kommt und die würdigen Gläubigen entrückt, dann wäre sein oberstes Ziel nicht die finanzielle Absicherung des Apostelvereins, sondern dann würde er in liebender Sorge alles, aber auch wirklich alles einsetzen, um die Geschwister in der letzten Zeit vor dem Tag des Herrn noch bestmöglich mit dem Brot des Lebens zu versorgen und seelsorgerisch aufs Trefflichste zu betreuen! Da würde dann eben zugebuttert, um Gemeinden zu erhalten, statt Erträge aus Immobilienverkäufen in Seniorenwohnheime [z.B. das Projekt „Gute Hoffnung“ (Bild oben links)] zu stecken...

 

An dieser Stelle, bei Betrachtung dieses geschäftstüchtigen Agierens zum  Zweck des Machterhaltes, „legt sich mir etwas auf den Geist“:

 

„Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, lasst ihr nicht hineingehen. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr der Witwen Häuser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto mehr Verdammnis empfangen.“ (Matthäus  23, 13+14)

So sieht es aus: ... Der Witwen Häuser fressen, Opfergeld abziehen bis zum Schluss, vom Opfer Altenheime bauen und dann von den Bewohnern, die das Projekt letztlich durch ihr Opfergeld finanziert haben, durch die Miete ein weiteres Mal kassieren... Die seelsorgerische Betreuung wird dann in den nächsten Jahren immer weiter heruntergefahren:

Teilnahme am Gottesdienst per Telefon und an der passenden Stelle darf der Heiminsasse dann den per Post zugestellten „Brotbrief“ öffnen und gläubig die  konsekrierte Hostie entnehmen ...

 

Wie gesagt: Wer den nahen Tag des Herrn vor sich sieht, würde in der Sorge um die Anvertrauten ganz, ganz andere Prioritäten setzen, als es die NAK-Kirchenleitung heute tut - und wenn sie glauben würde, was sie predigt, würde sie  darauf vertrauen, dass das Werk des Herrn nicht untergeht, auch ohne die Mitgliedschaft in der ACK! Sie müsste - schon um der Verantwortung für die anvertrauten Seelen willen - die Lehre, die ja angeblich der Wirksamkeit des Heiligen Geistes entstammt, klar und deutlich verkünden, statt Wording zu betreiben, sich vor jede erreichbare Kamera zu stellen und alles zu tun, um Anerkennung in der „Welt“ zu erlangen!

 

Wir sind mit der traditionellen NAK-Lehre vertraut genug, um die Ungereimtheiten der Gegenwart trotz aller Verschleierungen zu erkennen und wir sind lange genug unterwiesen und belehrt worden, um zu wissen, wie man handeln müsste, wenn man in der Naherwartung stünde - wir könnten aus dem Stegreif komplette Gottesdienste darüber halten! Wir wissen zu viel - und darum ist der Gedanke, dass der Stammapostel und seine Apostel schon lange nicht mehr glauben, was sie predigen, die sinnvollste Erklärung für all das, was sich heute innerhalb und außerhalb der NAK abspielt!

 

Wording statt Verkündigung der Wahrheit, Anbiederung statt klarer Haltung, Profitstreben statt Seelsorge - die AT der unteren Ebenen dürfen so lange im guten Glauben ihr Bestes geben, bis sie sich selbst verbraucht haben und ihrerseits dann schließlich per Telefon an irgendeinen zentralen Gottesdienst angeschlossen sind und, falls sie noch beweglich genug sind, dürfen sie dann per Apostelbeauftragung in ihrem jeweiligen Seniorenwohnheim die Brotbriefe verteilen, allerdings ohne dafür eine verminderte Miete zahlen zu dürfen. aber wenigstens im Abverlangen von Opfern zeigt die NAK Kontinuität!

09.01.2013 – (fcs)

Sentbrief wider den Widerspruchsgeist der NAK-Apologeten

Oder: Warum junge Hüpfer alten Hasen nicht das Springen beibringen sollten

Ich hätte diese Zeilen gerne an der entsprechenden Stelle auf facebook veröffentlicht, aber es ist mir unmöglich, auf facebook-Seiten, außer auf unserer fb-Seite, zu kommentieren. Das ist so, dank eifriger Aktivitäten der Neuapostolischen Kirchen, deren Leiter es offensichtlich auf den Tod nicht ausstehen können, wenn jemand ihre Machenschaften aufdeckt und Kritik an ihren Methoden übt. Vermutlich würden ihre Leitungsfunktionäre, die sogenannten Apostel, Kritiker gerne tatsächlich physisch vernichten – da das nicht mehr so einfach ist, lassen sie aber immer mit Nachdruck die Vernichtung der virtuellen Existenz von Kritikern betreiben. Auch mit kriminellen Mitteln, z.B. durch Erheben falscher Beschuldigungen, mit Denunziation und übler Nachrede, u.a. ggü. der facebook-Administration,  und mit Cyber-Mobbing agieren. Und sie sorgen für gezielte Falschinformationen, z.B. mit legerer Propaganda ihrer Mitglieder. Aber ich kann lesen – auch auf facebook-Seiten. Und wie ich lesen kann, geschieht derartiges immer wieder – auch auf facebook.

Zum Beispiel auf der fb-Seite „Aussteiger der Neuapostolischen Kirche“ http://www.facebook.com/pages/Aussteiger-der-Neuapostolischen-Kirche/180980368604485, die ich übrigens neben der facebook-Gruppe "Klartext" den Abonnenten der CANITIES facebook-Seite als Diskussionsplattform ans Herz legen möchte, da ich bekanntlich die Inhalte unserer fb-Seite am 31. Januar 2013 löschen und dann die Seite schließen werde.

Okay… in medias res: Auf dieser Aussteiger-Seite tauchen in schöner Regelmäßigkeit NAK-Apologeten auf, die mit dümmlichen Kommentaren versuchen, die NAK-Kritiker ad absurdum zu führen. – Indoktrinierte Dummköpfe, die niemand ernst nehmen kann! Genauso wenig ernstnehmen, wie diejenigen auf der Kritiker-Seite, die verdeckt dazu aufrufen, Neuapostoliken von Salafisten ermorden zu lassen, oder die gar ganze Regionen dem Erdboden gleichmachen wollen, um eine einzelne NAK-Gemeinde zu vernichten, nämlich indem sie vorschlagen, man möge Atombomben in die Kirchen werfen. (Ich muss aber zugeben, dass ich derartige Anwandlungen verstehe. Denn wer weiß, wie treue NAKler sich gegenüber Abweichlern und Aussteigern verhalten, wird Hyänen für äußerst sympathische Tiere halten)

 

Nun, ab und zu tauchen aber auch User auf, die mit intelligenter Propaganda versuchen, ihr Mütchen an Aussteigern und Kritikern zu kühlen. So zum Beispiel gestern der fb-User mit dem Profilnamen Marvin Jäger Meisterle. Der watscht erst einmal die/den Seitenbetreiber(in) und die Abonnenten der Seite als ewig gestrige alte Leute ab und schert am Ende alle Kritiker als Menschen, die „olle Kamellen von vor 30, 50 oder 80 Jahren“ kauen und das nötige Feingefühl vermissen lassen, über einen Kamm. Jäger-Meisterle erklärt die Aussteiger und Kritiker für lächerlich, macht sich lustig über sie, indem er schreibt, dass sich das Lesen ihrer Beiträge meist äußerst amüsant gestalte.  Er erzählt (ich beziehe mich da mit ein) uns doch tatsächlich, ein realistischer Blick auf das Hier und Jetzt würde dem einen oder anderen ganz gut tun…

 

Ein dahergelaufener junger Hüpfer, der alten Hasen das Springen beibringen will!

(Zitat aus seinem Posting) „Ich mische mich eigentlich auch ungern in solche Diskussionen ein, da das Internet im Allgemeinen und Facebook im Speziellen, meiner Meinung nach, völlig ungeeignete Plattformen für solch emotionale Themen sind, weil nötiges Feingefühl oftmals unterschlagen wird...

[…]

Einfach mal aus der Sicht eines, vermutlich mind. 25-30 Jahre jüngeren Menschen als ihr es seid, eine kleine Schilderung der NAK, bzw. wie ich sie wahrnehme.

 

Ich bin jetzt 20, daheim ausgezogen, studiere Jura, absolut jeder in meiner größeren Familie ist NAK und so bin selbstverständlich auch ich seit meiner Geburt NAK.

Für einen NAK'ler meines Alters gestaltet sich das Lesen solcher Beiträge meist äußerst amüsant, Wächerstimme? Noch nie etwas davon gehört, ja okay, das mit dem Kino und dem Tanzkurs hört man noch aus alten Geschichten die die Großeltern erzählen, wie sie z.B. an einem Tanzkurs nicht teilnehmen durften, doch für die heutige Generation sind diese Geschichten genauso weit weg wie die Weltkriege oder der Mauerfall.

[…]

Jeder NAK'ler kann es selbst überprüfen, Übertragungsgottesdienste sind alles andere als gut besucht und zum Alleinstellungsmerkmal des Apostelamtes kann ich nur eines sagen...das hat in den letzten Jahren doch stark abgenommen, ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt (meiner Meinung und auch der Meinung meines Bekanntenkreises) sind weder Apostel noch die NAK nötig um 'zu Gott zu kommen' (auch ein anderes Thema^^) aber IRGENDETWAS ist nötig, und wenn das für mich bedeutet Sonntagmorgens meinen Arsch in die Kirsche zu schleppen (verzeiht die saloppe Ausdrucksweise) und ein, möglichst, Gottesfürchtiges Leben zu führen, dann soll es so sein.

 

Lange rede kurzer Sinn, ich bin NAK'ler weil ich mich dort wohlfühle, weil wir die Freiheiten bekommen die wir brauchen und wollen (Schlagworte: Sex vor der Ehe, feiern gehen usw. Beispiele auf Anfrage gerne) und weil ich für Gott etwas tun will. Die ganzen Diskussion über Kram von vor 30, 50, 80 Jahren, hört doch einfach auf, auf den ollen Kamellen so herumzureiten, tragisch, dass viele früher darunter leiden mussten, aber irgendwann ist auch gut und ein realistischer Blick auf das Hier und Jetzt würde dem einen oder anderen ganz gut tun...

 

just my two pence.“ (Zitatende)

 

Ich muss zugeben: Die Arroganz dieses Bübchens hat mich zunächst schon ein wenig geärgert… - Es ist nämlich nicht so, dass er einfach nur einmal schildert, wie er persönlich die NAK erlebt. - Und ich glaube ihm auch nicht, dass die Arroganz nicht gewollt war.

Denn: Marvin schreibt von sich, er sei ein 20-jähriger Jurastudent. Das heißt, er hat vermutlich im Jahr 2012 ein gutes 1er-Abi (volle 900 Punkte?) hingelegt und trotz großen Andrangs (durch den doppelten Abi-Jahrgang) sofort einen Studienplatz an der Universität des Saarlandes erhalten. – Er ist also jemand, der über ein sehr gutes Denk- und Urteilsvermögen verfügt und damit sehr genau weiß, was er von sich gibt und wie er das tut; und natürlich weiß er auch sehr genau,  w a s  er mit diesem Posting tut!

Es ist wichtig, sich das immer wieder zu vergegenwärtigen, wenn man Marvins Posting liest. Marvin ist kein Dummkopf – er beleidigt zwar versteckt, aber gezielt, und nur ein Dummkopf bemerkt das nicht.

 

Interessanterweise will dieser junge Mensch nicht auf theologisches eingehen, sondern die NAK-Aussteiger und -Kritiker auf das Thema „Verbote in der alten Zeit“ reduzieren. Aber ich glaube ihm nicht, dass er wirklich glaubt, wir Kritiker und Aussteiger würden ausschließlich über alte Geschichten, wie z.B. den Tanzkurs, den man nicht besuchen durfte oder dass man nicht ins Kino durfte, jammern… - Darum geht es längst nicht mehr, aber es ist ein guter Vorwand, angebliche Verbesserungen zu proklamieren, und das Gespräch über Lehraussagen, von denen die Neuapostoliken von heute sowieso keine Ahnung mehr haben, zu vermeiden.

 

Bereits in dem Teilkomplex „Verbote in der alten Zeit“ geht es um wesentlich Schwerwiegenderes als um Rumjammern und nicht loslassen können: Es geht zum Beispiel darum, dass die seinerzeitige NAK-Gehirnwäsche bei vielen Mitgliedern erheblich psychische Verletzungen hinterlassen hat, sogar massive Persönlichkeitsstörungen, die bis ins hohe Alter behandlungsbedürftig sind.

 

Und es geht darum, dass die seinerzeitigen Lehren zu keinem Zeitpunkt revidiert wurden. Stillschweigend und klammheimlich hat man unter Fehr „einige Gebötlein“ unter den Tisch fallen lassen. Daraus könnte man bei ein wenig gutem Willen natürlich ableiten, die NAK habe erkannt, dass in der Vergangenheit Fehler gemacht worden seien und diese bereut. Nur: Warum hat es dann niemand der NAK-Führungsfunktionäre über sich gebracht, offen zu bekennen, dass massive Fehler gemacht worden sind? Warum hat sich keiner dieser sich Apostel nennen lassender Männer bei den Opfern der NAK-Kirchenpolitik entschuldigt?


Der NAK-Apostel Eckhardt hat 2012 durch einen skandalösen "Apostelbrief" im NAK-Jugendmagazin "Spirit" von sich reden gemacht

Klar, geht nicht, sonst würde man einräumen müssen, dass der Heilige Geist damals offenbar etwas Falsches eingeflüstert hat. Und für „uns Alte“ stellte sich dann die Frage: Wenn damals etwas Falsches gelehrt worden ist, wer sagt uns denn, dass heute das Richtige gelehrt wird?  Also verfällt die NAK auf einen Trick: Sie lässt z.B. im NAK-Jugendmagazin „Spirit“ den Apostel Eckhard (ist der nicht ausgerechnet auch für Marvins Heimatgemeinde Backnang zuständig?) verkünden, dass es gar nicht offizielle Kirchenlinie gewesen sei, derartige Restriktionen zu verhängen, es sei die damalige Elterngeneration gewesen, die abweichend von der offiziellen Kirchenlehre durch derartige Maßnahmen die Kinder und Jugendlichen kujoniert haben. Eckhardt hat wörtlich behauptet, die Eltern hätten die NAK-Lehre mussbraucht!

 

Aber: Das Thema Verletzungen vor 30, 50 und 80 Jahren ist lediglich ein kleiner Teil der Gründe, die von NAK-Aussteigern und Kritikern ins Feld geführt werden… Wenn das alles wäre, gäbe es keine wirklich nachvollziehbare Erklärung für den derzeitigen Mitgliederschwund der NAK… Ein wichtiger Komplex, dessentwegen der NAK heutzutage die Mitglieder weglaufen und immer mehr AT ihre Funktionen aufgeben,  ist nämlich das Lehrgebäude der NAK…

 

Kirchenverständnis, Glaubensartikel, Katechismus… Das sind doch alles keine Themen von gestern, das sind doch brandaktuelle Themen, durch die ein deutliches Licht auf die NAK fällt! Die NAKn tun so, als seien sie wunder wie ökumenefreundlich, als sei die Lehre überhaupt nicht mehr exklusiv und als würden alle christlichen Kirchen als gleichberechtigt angesehen. Aber das sind doch alles Lügen!

Tatsache ist, dass die NAK unter der Führung ihres derzeitigen internationalen Präsidenten einen Retrokurs eingeschlagen hat! In neuem Gewand wird das alte Skelett als lebendig verkauft, es sind die gleichen bösen alten Lieder, die man heute allerdings mit neuen Melodien singen lässt.  Kein auch nur halbwegs intelligenter Mensch kann angesichts der offiziellen NAK-Verlautbarungen wirklich glauben, dass sie auch nur einen Millimeter von ihrem Kurs abgerückt sei. Ganz eindeutig: Die Glaubensartikel und auch der Katechismus belegen es… Die NAK ist eine exklusivistische Endzeitsekte mit faschistoider Organisationsstruktur.

Eine einzige positive Änderung hat es tatsächlich gegeben: Die Anerkennung der rite durchgeführten Wassertaufe anderer christlicher Konfessionen.

 

Ein weiterer Punkt: Was ist mit den NAK-Sonderlehren? Ich selbst habe durch die NAK gelernt, dass das Christentum insgesamt Mumpitz ist, dass die Bibel ein dickes Märchenbuch ist, vom Wahrheits- und Tatsachengehalt durchaus mit der Grimm‘schen Märchensammlung vergleichbar.  Dennoch muss ich von einer christlichen Kirche verlangen, dass ihre Lehre sich wenigstens an der gemeinsamen Grundlage der christlichen Religion messen lassen kann: Der Bibel

 

Was immer eine christliche Konfession lehrt, muss biblisch begründet sein, sich hieb- und stichfest nachweisen lassen. Nun, werter Herr Jäger-Meisterle: Prüfen Sie doch bitte einmal die Lehre der Neuapostolischen Kirche im Lichte der auch von Ihnen als „Heilige Schrift“ akzeptierten Bibel! Sie werden schnell merken, dass es mit der Begründbarkeit der NAK-Sonderlehren (z.B. Entschlafenenwesen, in das schon Kinder eingebunden werden) nicht sehr weit her ist. Und weil die NAK-Führung das weiß, ist sie auf einen simplen Trick verfallen: Sie erklärt per Dekret, dass die Apostel der NAK die einzigen Menschen mit dem Recht zur Bibelinterpretation seien; diese Apostel würden in der heiligen Schrift auch Gedanken aufgreifen, die sozusagen zwischen den Zeilen angedeutet seien und diese dann zu aktueller Lehre erheben. Wie lächerlich ist  d a s  denn??

Überhaupt… Die Legitimation der Apostel. Haben Sie sich noch nie gefragt, woher die NAK-Apostel sich das Recht nehmen, eine Kirche zu leiten? Die NAK-Apostel haben nicht die geringste Legitimation, nicht aus der Bibel, nicht aus den Rufungen der Albury-Apostel. Keine – Null – Nichts –Nada!

Im Gegenteil: Wenn wir unterstellen, dass die Albury-Apostel christlich legitimiert waren, dann war es richtig, diejenigen, die seinerzeit das Apostolat reformieren wollten, zu exkommunizieren! Die AcaM, die 1863 gegründet wurde, stand damit aber ganz eindeutig „außerhalb des Leibes Christi“. Und als es 1878 in Hamburg zur Spaltung der AcaM kam, aus der nach einigen weiteren Schismata Anfang des 20. Jahrhunderts die NAK entstanden ist (die AcaM bestand nachweislich bis 1957!!!), waren das immer noch nicht legitimierte Männer außerhalb des Leibes Christi…

 

Apropos Spaltung in 1878… Mit ein wenig gutem Willen könnte man das Jahr 1878 als Entstehungsjahr der Neuapostolischen Kirchen bezeichnen. Und das bedeutet, dass die NAK heuer ihr 135-jähriges Jubiläum feiert. – Kann mir jemand erklären, wie die Herren Apostel auf die Schnapsidee gekommen sind, im Jahr 2013 beginge die NAK ihr 150-jähriges Jubiläum?  Ein Fall von kollektiver Dyskalkulie unter dem Vorsitz eines promovierten Mathematikers?

 

Zum Thema „Geschichte der NAK“ fallen mir gerade noch die Geschichts- und Aufklärungsabende ein. Wieso hat eine ehrliche Organisation es nötig Geschichtsklitterung zu betreiben? Wieso kann sie nicht zu ihrer Geschichte stehen und sich für elende Verstrickung der Kirche in der Nazi-Zeit entschuldigen? Hat das etwas damit zu tun, dass der derzeitige Vorsitzende des NAKI e.V. so quasi ein Enkel des JGB ist und dass er mit seiner Cousine, der Tochter des ebenfalls im dritten Reich verstrickten späteren Bezirksapostels Friedrich Bischoff, also einer Enkelin des J.G. Bischoff  ist? Oder hat es etwas damit zu tun, dass Bischoffs Nachfolger Walter Schmidt während des Dritten Reiches Kriegsgefangene Zwangsarbeiter derart ausgebeutet hat, dass sie sogar von Nazi-Schergen bemitleidet wurden? Einfach einmal hier auf dieser website den Artikel vom 07.11.2012 „NAKI und NAZI  –  mehr als nur ein paar gemeinsame Buchstaben?“ unter  http://www.canities-news.de/die-neuapostolische-kirche/die-unbew%C3%A4ltigte-nazi-vergangenheit-der-nak/  lesen.

 

Merkt denn keiner von Euch Apologeten, dass die NAK deutlich mehr Dreck am Stecken hat, als sie unter den Teppich kehren kann?

Insgesamt kann man fast sagen, dass die NAK von heute wesentlich schlimmer ist, als die von vor 30, 50 oder 80 Jahren… Die Ausführungen von Jäger-Meisterle belegen es: Heute sind ihre Funktionäre Wölfe im Schafspelz – das macht sie gefährlicher, und deshalb müssten sie, anders als der wahre Wolf in der Natur, "aus dem Verkehr gezogen werden!

So – lassen wir es einmal mit diesen paar Zeilen bewenden! Ich hoffe aber, es ist bereits in diesem kurzen Abriss deutlich geworden, dass es den Kritikern und Aussteigern nicht um bloßes Rumjammern geht, sondern darum, eine gefährliche Organisation die auch heute noch geistlichen Missbrauch betreibt, bei der gezielte Indoktrination von Kindern zum Alltag gehört (siehe dazu auch den Beitrag mit dem Titel „Lasst die Kindlein zu mir kommen“ vom 25.09.2012 unter http://www.canities-news.de/die-neuapostolische-kirche/kinder-und-jugend-in-der-nak/ ) dahin zu stellen, wo sie hin gehört: An den Pranger.

 

Ich glaube durchaus, dass der heutigen NAK-Jugend ein Wohlfühl- und Kuschelkurs vorgegaukelt wird, ich glaube auch, dass es ganz viele Wohlfühlgemeinden in der NAK gibt. Und ich glaube auch, dass ein Neuapostolike von heute alles viel lockerer sieht, als es von den vorherigen Generationen gesehen wird.

 

Eine Frage müssen sich Jäger-Meisterle, seine Mitjugendlichen in der NAK und alle NAK-Apologeten dennoch gefallen lassen:

„Ist es wirklich damit getan, dass Ihr mit ‚easy going‘ so locker Euer Ding durchzieht und ansonsten mit der Lehre nichts zu tun habt?

 

Es ist doch ganz eindeutig so, dass Ihr der Lehre der NAK schon damit zustimmt, dass Ihr dort am sogenannten Heiligen Abendmahl teilnehmt. – Damit, dass Ihr ‚neuapostolisch‘ als Euer Glaubens-/Reiligionsbekenntnis angebt, bekennt Ihr Euch auch zur Lehre der NAK. Zu sagen ‚ich gehe dahin, mache mein Ding und interessiere mich ansonsten nicht für das, was dahintersteht‘ funktioniert nicht!

 

Damit, dass Ihr zu Eurer Neuapostolischen Kirche steht, erkennt Ihr das NAK-System und die NAK-Lehre an. Ihr unterstützt diese Organisation so, wie die schweigenden Mitläufer in den 30ern des vorigen Jahrhunderts die NSDAP unterstützt haben, und wie diejenigen, die in den 50ern die SED unterstützt haben.

 

Qui tacet, consentire videtur!


12.10.2012 – (fcs)

Was ist denn nun Wahrheit - in den Neuapostolischen Kirchen?

Uberlandstraße 243, CH-8051 Zürich, Sitz des Apostelvereins NAKI e.V.

Die Berechtigung dieser Frage bestätigt sich immer wieder. Und auch an der, wie wir nachweisen werden verlogenen, NAC-World lässt sich festmachen, dass diese exklusive Endzeitsekte Recht und Wahrheit nach Belieben beugt.

 

Wenn es um die einzelnen Neuapostolischen Kirchen geht, haben wir am Beispiel des Präsidenten der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen und an den Indoktrinationsmethoden dieser sogenannten Kirche bereits mehrfach deutlich gemacht, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit bei der ganz offensichtlich scheinheiligen Endzeitsekte eine breite und scheinbar unüberwindbare Kluft liegt. Mit Hilfe eines nicht die absolute Wahrheit redenden Sprechers und eines Winkeladvokaten, bei dem das Geld vor der Moral kommt, lässt sich ganz offenbar auch Kot als Gold verkaufen.

 

Die Vermutung liegt nahe, dass derartiges Gebaren in der Organisation seine Fortsetzung findet, in der sich die Führungsfunktionäre der einzelnen Neuapostolischen Kirchen zusammengeschlossen haben: dem Verein nach Schweizer Recht „NAKI e.V.“ mit Sitz in der Überlandstraße 243, CH-8051 Zürich. Dieser Verein ist z.B. Eigentümer des Verlags Friedrich Bischoff GmbH, Frankfurt/Main, der die NAK-Kampfpresse und diverse Durchhalte-Blättchen verlegt, sowie Bibeln, Gesangbücher und anderen Gottesdienstbedarf (darüber wird an anderer Stelle noch einmal zu berichten sein); ein weiteres Betätigungsfeld des NAKI-Vereins ist die Sozialplattform nacworld.net, auf die wir heute den Spot richten.

Schickes Plakat, nicht wahr? Es signalisiert Vertrauenswürdigkeit, Schutz des Schwachen, Fürsorge, Geborgenheit… Ganz offensichtlich hat sich ein Werbefachmann wirklich Gedanken darüber gemacht, wie sich dieses elektronische neuapostolische Netzwerk gut vermarkten lässt. Aber hält dieses Bild der Realität stand? Um zu prüfen, ob die vollmundigen Behauptungen über die angebliche Vertrauenswürdigkeit dieser Plattform den Tatsachen entsprechen, gehen wir ein halbes Jahr zurück:

 

Wenn man einmal üble Sektierer kennenlernen will, ich meine   w i r k l i c h  üble Sektierer, dann muss man nur ein Profil auf www.nacworld.net anlegen und in Dialoge mit den Usern dieser Plattform treten. Die Betreiber dieser Plattform tun allerdings auch alles menschenmögliche, um auf dieser Plattform dafür Sorge zu tragen, dass diese Sektierer trotz scheinbarer Offenheit gegenüber allen Religionen und Konfessionen unter sich bleiben können und dafür, dass das hehre und reine Bild, dass die Neuapostoliken gerne in der Öffentlichkeit von sich zeigen, durch nichts befleckt wird. Kritische Stimmen, die das Kirchenvolk zum Nachdenken bringen könnten, werden durch eine Reihe von Strafmaßnahmen unterdrückt:

Nach Artikel 6.2. der nacworld-Nutzungsvereinbarung [siehe: https://nacworld.net/public/agreement] kommen als Sanktionen für unbotmäßige Äußerungen teilweises und vollständiges Löschen von Inhalten eines Nutzers; Verwarnung eines Nutzers; Ein-/Beschränkung bei der Nutzung von Anwendungen in nacworld; temporäre Sperrung eines Nutzers; endgültige Sperrung eines Nutzers in Frage. Im Falle von NAK-Kritikern werden die einzelnen Sanktionsstufen üblicherweise sehr zügig durchlaufen, damit die entsprechenden Profile schnell gelöscht und die Nutzer endgültig gesperrt werden können.

 

Zur endgültigen Sperrung sagt der Artikel 6.3. dieser Vereinbarung:

 

(Zitat) „Falls ein Nutzer gesperrt wurde, ist diesem eine weitere Nutzung von nacworld untersagt. Zudem ist es einem gesperrten Nutzer verboten, sich erneut anzumelden.“ (Zitatende)

 

Außerdem greifen im Falle einer Profillöschung die Artikel 3.2. und 3.3. der nacworld –Nutzungsvereinbarung  in denen es wörtlich heißt:

 

(Zitat) „3.2 Der Nutzungsvertrag kann auch durch die Neuapostolische Kirche, unter Einhaltung einer Frist von vierzehn Tagen zum Monatsende, jederzeit gekündigt werden. Hiervon unberührt bleibt das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bzw. zur Sperrung eines Nutzers nach Maßgabe der Bestimmungen unter Ziffer 6 dieser Nutzungsvereinbarung.

 

3.3 Mit der erfolgreichen Löschung des Accounts werden alle personenbezogenen Daten des Nutzers dauerhaft gelöscht. Diejenigen Beiträge, die der Nutzer vor der Abmeldung über nacworld öffentlich zugänglich gemacht hat (z.B. im Gästebuch / Blog eines anderen Nutzers oder innerhalb einer Gruppe), bleiben nach der erfolgten Löschung weiterhin abrufbar – dies jedoch ohne Angabe des Namens und mit dem Hinweis, dass der Beitrag von einem inzwischen gelöschten Account stammt.“ (Zitatende)

 

Also klar: Wenn der Account gelöscht ist, sind auch alle personenbezogenen Daten gelöscht. Dafür steht die Aussage einer Organisation, die sich als Kirche bezeichnet und deshalb besonders vertrauenswürdig sein sollte!

facebook-Thread vom 05. April 2012

Es wurde eine ganze Reihe von NAK-kritischen Usern der Plattform verwiesen, unter anderem die Betreiber dieser Website hier. Ein weiteres dieser unbotmäßigen Schafe, die zur Strafe aus der wunderbaren NAK/ENA/NAC-World verbannt wurden, ist S.J. (Initialen geändert; tatsächlicher Name und Anschrift sind bekannt), die wir in der Folge Svetlana nennen werden. Auch Svetlana hatte sich mit den Mächtigsten der auf nacworld vertretenen User angelegt. Deswegen wurde sie gemeldet (der „Meldebutton“ ist überhaupt ein beliebtes Werkzeug auf nacworld), rasch durch die Sanktionierungsstufen geschleust und bald darauf endgültig gesperrt.

Damit sollte der Fall eigentlich erledigt gewesen sein. Svetlana hat zwar vielleicht noch gelegentlich mit zornigem Grummeln im Bauch an die nacworld-Verantwortlichen gedacht, aber im Großen und Ganzen war der Fall bald vergessen. – Bis sich nacworld.net nachdrücklich in Erinnerung brachte:

 

Svetlana erhielt ihrem Bericht auf facebook [Bild links: Ausschnitt aus dem komplett bei CANITIES vorliegenden Thread] zufolge eine E-Mail, in der es hieß:

 

(Zitat) „Hallo, S.,
wir gratulieren Dir ganz herzlich zu Deinem Geburtstag. Schön, dass es Dich gibt.
Wir wünschen Dir für das neue Lebensjahr Gesundheit, Zufrieden, Glück und das Erleben, dass Dir Gott immer ganz nahe ist.
Wir wünschen Dir einen tollen Tag!
Freundliche Grüße vom nacworld.team
PS: Wenn du noch mehr Glückwünsche lesen möchtest, schau doch mal in Dein Postfach bei nacworld“ (Zitatende)

 

Und diese E-Mail kam nicht irgendwann, sondern tatsächlich pünktlich zu Svetlanas Geburtstag.  Klar, dass sie ganz verblüfft versucht hat, in ihr ehemaliges Postfach bei nacworld zu schauen. Aber Fehlanzeige: Ihr Account war und blieb gelöscht.

Screenshot-Ausschnitt des fb-Profils von Andreas Grossglauser

Wie konnte es aber dann zu dieser scheinbar automatisch verschickten Mail kommen? Nach Artikel 3 der nacworld-Nutzungsvereinbarung sind doch alle personenbezogenen Daten (also Name, E-Mailadresse, Geburtsdatum, usw.) dauerhaft gelöscht worden? Svetlana verlangte Aufklärung beim zuständigen NAKI-Angestellten, Andreas Grossglauser, und bekam merkwürdiges zu hören [gesamter E-Mailwechsel zwischen "Svetlana" und Grossglauser liegt als Weiterleitung bei CANITIES vor]:

 

(Zitat) „Hallo, S.
Nochmal: Da Du dich ja bekanntlich nicht mehr anmelden darfst, sind einige Angaben gespeichert und sie bleiben es auch. Dies damit wir Dich eben erkennen können. All Deine Beiträge allfälligen Bilder und weiss sonst was alles sind gelöscht.
That’s it.
Beste Grüße
Andi“ (Zitatende)

 

Dauerhafte Löschung aller personenbezogenen Daten des Nutzers des Users bedeutet im Falle der Neuapostolischen Kirche also, dass man wichtige persönliche Daten einzelner User eben doch weiter speichert. Aus Sicht der NAK ist das laut Andreas Grossglauser bei gesperrten Usern deshalb nötig, weil man nur so sicherstellen kann, dass sich derjenige nicht erneut anmeldet…

 

Klar – die nacworld ist ja so unüberschaubar, dass es niemandem der deutschen Nutzer dieser Plattform (und die Deutschen stellen rund 98% der maximal 50 regelmäßigen aktiven Nutzer von nacworld.net) auffallen würde, wenn ein Mitglied, über dessen endgültige Sperre man sich gefreut hat, plötzlich wieder da ist. – Und ebenfalls klar: Die gesperrten User von nacworld.net sind so abgrundtief blöde, dass sie sich mit ihrem Klarnamen und den dazugehörenden personenbezogenen Daten dort anmelden. Nur… wenn das so ist, wie kommt es dann, dass nacworld.net mein (fcs) seit ewig langen Zeiten bestehendes Fake-Account nicht entdeckt hat? Vielleicht entspricht es doch nicht der Wahrheit, was Grossglauser gegenüber Svetlana als Grund für die Datenspeicherung genannt hat? Das darf man einen Schweizer aber nicht fragen, denn dann reagiert er äußerst pampig, wie wir anhand des hier vorliegenden Mailwechsels zwischen Svetlana und Grossglauser nachweisen können.

"aufklärendes" Schreiben des NAKI-Rechtsverdrehters

Aber vielleicht war der Fall Svetlana ja auch lediglich ein Ausreißer, bei dem aus irgendwelchen Gründen die Datenlöschung nicht funktioniert hat? Wir wollten es genau wissen, und als ebenfalls gesperrter nacworld-User habe ich (fcs) dann auch bei Grossglauser nachgefragt. Und diese Nachfrage rief den deutschen Rechtsanwalt des in Zürich ansässigen NAKI-Vereins, Andreas Hebestreit, auf den Plan. Der war dann so freundlich, sich dazu herabzulassen, mir die Rechtslage zu erklären [siehe Bild links]:

  • 1. Seine Mandantin sei in der Schweiz ansässig, und betreibe die Sozialplattform nacworld.net von dort aus, insofern greife kein deutsches Recht.
  • 2. Seine Mandantin sei eine Kirche, die kraft verfassungsrechtlichen Schutzes außerhalb der einschlägigen deutschen Gesetzgebung stünde.
  • 3. Der Artikel 3.3. der nacworld-Nutzungsvereinbarungen gelte nicht für gesperrte Nutzer – deren Daten dürften also weiterhin gespeichert werden.
  • 4. Seine Mandantschaft habe es nicht nötig, auf meine Forderungen (Löschung aller Daten und Nachweis darüber in geeigneter Form) einzugehen.
  • 5. Wenn ich über den Vorgang öffentlich berichten würde, bekäme ich eine strafbewehrte Unterlassungserklärung wegen falscher Tatsachenbehauptungen an den Hals…

 

Die Nachfrage eines weiteren gesperrten Users bei Grossglauser brachte folgende Antwort [siehe Bild unten rechts]:

 

(Zitat) „Sehr geehrter Herr …,

 

Besten Dank für Ihre Mail. […]

 

Zu Ihren Ausführungen: Sie wurden im Oktober 2011 gesperrt und zwar nicht grundlos. Die Gründe der endgültigen Sperrung wurden Ihnen zum damaligen Zeitpunkt dargelegt.  Vom Inhalt des Schreibens unseres Rechtsvertreters an Herrn Franz Christian Schlangen haben Sie, wie Sie selbst anführen, Kenntnis. Da es sich in Ihrem Fall also um die gleiche Sachlage handelt, erübrigen sich weitere Ausführungen unsererseits. Wir verweisen auf Nutzungsvereinbarung/Verhaltenskodex auf der nacworld-Website.

 

Freundliche Grüsse

Andreas Grossglauser“ (Zitatende)

Weder Grossglauser noch Hebestreit, bestreiten den Vorwurf der Datenspeicherung. - Vielmehr hält sich also ein Verein von etwa 400 Mitgliedern, die jeweils verschiedenen Kirchen angehören für eine Kirche und nimmt folgerichtig für sich in Anspruch, außerhalb der Gesetze zu stehen, und mit personenbezogenen Daten (ehemaliger) User nach Gutdünken verfahren zu können.
Aber: Wie kommt es dann, dass dieser Verein im Artikel 10.4. der nacworld-Nutzungsvereinbarungen schreibt

 

(Zitat) „Auf die vorliegende Nutzungsvereinbarung und die vertragliche Beziehung zwischen der Neuapostolische Kirche und dem Nutzer findet ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl jedoch nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.“ (Zitatende)

 

Und was ist mit Artikel 9.2.?

 

(Zitat) „Maßgebend für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten durch die Neuapostolische Kirche sind insoweit die geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, die Allgemeine Datenschutzinformation zur Nutzung von nacworld sowie die durch die Nutzer erklärte Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten.“ (Zitatende)

 

Gilt das bei NAK-Kritikern nicht – ausschließlich bei Kritikern nicht?

 

Und selbst wenn dieser aus sich Apostel nennenden Männern bestehende Schweizer Verein eine Kirche wäre, die kraft verfassungsrechtlichen Schutzes in Deutschland außerhalb der einschlägigen Gesetzgebung stünde, wieso ist denn in Artikel 3 nicht explizit darauf hingewiesen, dass gesperrte Nutzer keinen Datenschutz genießen. Denn anders als es Rechtsanwalt Hebestreit behauptet, geht dies mit keiner Silbe aus den Nutzungsvereinbarungen hervor?

 

Das Ganze liegt, wie gesagt,  ein halbes Jahr zurück und mittlerweile läuft eine Klage gegen den Verein NAKI e.V. – Die Klage lediglich eines einzelnen Users. Naturgemäß fühlt sich der millionenschwere Verein deswegen sicher.  Und siehe da, es kommt ein neuer Aspekt ins Spiel:

Auf einmal kommt Hebestreit mit der süffisanten Bemerkung, es stelle sich die Frage, woher der Kläger überhaupt wüsste,  dass personenbezogene Daten von ihm gespeichert seien…

Dass Hebestreit darauf pocht, eine Klage gegen seine Mandantin auf Auskunft über die von ihr gespeicherten Daten und auf Löschung derselben sei ausschließlich in Zürich möglich, war angesichts des merkwürdigen Umgangs der NAK mit Regeln und Gesetzen [vgl. hierzu auch die eingangs erwähnte „Affäre Brinkmann“, bei der Hebestreit ebenfalls beratend tätig ist] allerdings nicht anders zu erwarten.[i]

 

Hintergrund der süffisanten Frage dürfte die Tatsache sein, dass Hebestreit, der mit der oben genannten Svetlana persönlich (und seinem eigenen Bekunden ggü. Dritten nach sogar sehr intim) befreundet ist, für diese einen Deal mit dem NAKI e.V. arrangiert hat:

 

NAKI löscht ihre dort gespeicherten personenbezogenen Daten und Svetlana bewahrt im Gegenzug Stillschweigen über den ganzen Vorgang. Hebestreit scheint sich jedoch nicht darüber im Klaren zu sein, dass der Kläger im Besitz von Kopien des gesamten Schriftwechsels ist. Und selbst wenn Svetlana nicht als Zeugin auszusagen bereit wäre, lägen damit genügend Beweise vor.

Und was die Behauptung anbelangt, NAKI betreibe die Sozialplattform von Zürich aus, gibt es hinreichende Gründe zum Zweifel:  Wieso stellt sich bei einer entsprechenden Abfrage heraus, dass nacworld.net eine deutsche Domain ist, und dass der Serverstandort in Deutschland ist? [siehe Bild] Wieso ist die administrative Ansprechpartnerin für diese Domain ein Octave Klaba in der OVH-GmbH, Saarbrücken? [siehe Bild rechts] Wieso hatte nacworld.net im vorigen Jahr Ausfälle, weil der Server vom Verlag Friedrich Bischoff in Frankfurt umgezogen ist. Es stellt sich die Frage, ob der Server von nacworld.net nicht unabhängig von der administrativen Ansprechpartnerin bei dem kircheneigenen Verlag gehosted wird. -  Und noch eine Frage stellt sich: Wieso ist der Zonenverwalter und technische Ansprechpartner für die Domain nacworld.net der deutsche Software-Entwickler Jens Gassmann aus Bergheim/Erft und die administrative Ansprechpartnerin [siehe Bild unten links] eine Octave Klaba aus Saarbrücken? Und wieso ist der Leiter der nacworld-Administration Jens Gassmanns ebenfalls im Raum Köln lebender Verwandter Oliver Rütten?

Wie behauptet nacworld unter https://nacworld.net/public/privacy  so schön vollmundig?

 

(Zitat) „[…] Der Schutz der nacworld-Mitglieder und ihrer Daten ist uns sehr wichtig! […]“ (Zitatende)

 

Aber wer schützt die nacworld-Mitglieder vor nacworld? Und wie sind im Lichte dieser Erkenntnis die schönen Reden auf dem nacworld-Werbevideo zu bewerten?

 

Meine Meinung lautet: Glaubet Ihnen nicht!

 

Damit kommen wir wieder auf die eingangs gestellte Frage: „Was ist denn Wahrheit – in den Neuapostolischen Kirchen?“ -  Kann es wirklich sein, dass nichts von allem, was unter dem Label „Neuapostolisch“ geführt wird und deshalb der Wahrheit besonders verpflichtet sein müsste, glaubwürdig ist?


Auf jeden Fall sollte man jeden warnen, Vorsicht walten zu lassen, und wenn er in Kontakt zur NAK kommt jedes Wort der Vertreter dieser Organisation auf die Goldwaage zu legen. – Es könnte alles anders gemeint sein, als es zu verstehen ist. Unbedingt muss man aber jeden davor warnen, beim Anlegen eines Accounts bei der NAK-Sozialplattform nacworld.net echte personenbezogene Daten anzugeben. Den „Brüdern“ (so nennt der Neuapostolik die Funktionäre dieser angeblich christlich orientierten Sondergemeinschaft) ist nicht zu trauen…



[i] Mittlerweile (02.05.2013) liegt ein Beschluss des Landgerichts Karlsruhe vor, demzufolge der NAKI e.V. gem. Art. 5.3 des am 30.10.2007 in Lugano abgeschlossenen Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit in Zivilsachen (LugÜ) tatsächlich in Zürich zu verklagen ist, weil trotz auf Grundlage der nacworld-Nutzungsbedingungen zu Recht für anwendbar erachteten materiellen Rechts der Bundesrepublik Deutschland, „das Klagebegehren nicht als deliktisch zu qualifizieren ist“…

Darüber hinaus stimmt das LG Karlsruhe der Beklagten darin zu, dass die süffisante Frage Hebestreits als Auskunft zu betrachten ist, derzufolge eine Speicherung persönlicher Daten verneint wird, insofern erübrige sich die Klage mangels gegenteiliger Beweises. [Letzteres ist zutreffend, da Svetlana nach der getroffenen Vereinbarung mit NAKI nicht nur die Aussage der Wahrheit verweigert, sondern auf der seinerzeitigen CANITIES-facebook-Seite (kpl. Thread liegt hier noch vor) sogar behauptet hat, der vorliegende Artikel sei gelogen – was, da genügend Zeugen Ihre ursprünglichen Einlassungen auf facebook gelesen haben, einmal mehr zeigt, was sie für einen Charakter hat].

08.10.2012 - (fcs)

Brinkmann entschuldigt sich

Liegt jetzt die ganze Wahrheit auf dem Tisch?

Bevor ich in den Artikel einsteige, eine kleine Vorbemerkung: Niemand auf der Welt kann sich entschuldigen, und das gilt auch für Neuapostoliken. Allenfalls kann ein Mensch diejenigen, zu deren Lasten und/oder Leiden er Schuld auf sich geladen hat, darum bitten, ihm zu verzeihen - die Schuld von ihm nehmen. Voraussetzung ist allerdings die Einsicht, dass er sich schuldig gemacht hat.

Dass diese Einsicht, bei dem Präsidenten der NAK-Gebietskirchen NRW und Niederlande vorhanden ist, darf bezweifelt werden... - Und damit will ich in medias res gehen:

Präsident der NAK-NRW gibt eine persönliche Erklärung zum Kapitalanlagebetrug und entschuldigt sich für den entstandenen Schaden und die Unruhe [siehe http://www.nak-nrw.de/aktuelles/kurznotiert/121007_stellungnahme-zum-kapitalanlagebetrug/ (Bild links)]

 

Ein längst überfälliger Schritt, zu dem ein fähiger Öffentlichkeitsarbeiter Armin ‚Brinkusconi‘ Brinkmann lange vorher geraten hätte. - Warum also erst jetzt? Ist der Präsident der NAK-NRW eventuell ein beratungsresistenter bornierter Idiot? Oder ist sein Kirchensprecher eine unfähige Flitzpiepe?

 

Aber immerhin: Brinkmann hat sich endlich entschuldigt… Doch wofür eigentlich? Er entschuldigte sich lediglich für den entstandenen Schaden und die Unruhe. Nicht dafür dass er mit der Selbstherrlichkeit eines Potentaten die ohnehin lediglich rudimentär vorhandenen Rechte der Kirchenmitglieder mit Füßen getreten hat. Brinkmann hätte sich das ganze Rumgeeiere sparen können und einfach offen die Wahrheit sagen sollen: „Leute ich hatte Dollarzeichen in den Augen und wollte nicht, dass ein Dritter einen Anteil des Ruhmes, den mir eine derartige Kapitalanlage einbringen sollte, abbekommen würde. Deshalb habe ich bewusst die Verfassung der Kirche missachtet und in eigener Machtvollkommenheit gehandelt.  Ich habe 10 Mio. Euro veruntreut! D a f ü r  entschuldige mich, und für den entstandenen Schaden und die Unruhe.“

Das wäre ein klares Statement gewesen, und hätte gezeigt, dass dieser Mensch doch Anstand und Rückgrat hat. Aber was ist stattdessen geschehen?

 

Im Grunde genommen hat Brinkmann ausschließlich das zugegeben, was eh jeder längst gewusst hat. Und er hat nicht einmal die Größe gezeigt, einzuräumen, dass auf ein Angebot, wie dasjenige, auf welches er hereingefallen ist, eigentlich nur jemand abfahren konnte, den de Geldgier blind gemacht hat. Brinkmann hat lediglich einmal mehr gezeigt, was er für einen Charakter hat… Oder sollte niemandem aufgefallen sein, dass er jahrelang „business as usual“ gemacht hat und auch weiter gemacht hätte; dass er den finanziellen Verlust weiterhin bei angeblicher Offenheit in Finanzfragen verschleiert hätte, wenn nicht zufällig durch eine Zeitungsmeldung, deren Bekanntwerden Brinkmann Sprecher Frank Schuldt nicht rechtzeitig verhindern konnte, der ganze Skandal aufgeflogen wäre. – Und mir kann niemand weismachen, dass Brinkmanns Intimus Frank Schuldt nichts von dem Betrugsfall gewusst hat.

 

Abgesehen von schonungsloser Offenheit wäre die einzige richtige Konsequenz gewesen, einen sauberen Führungswechsel in der Dortmunder Kullrichstraße vorzunehmen. Die gesamte Riege mit und um Brinkmann hätte ausgetauscht werden müssen. Und damit sind wir dann auch bei der Stellungnahme des internationalen Kirchenpräsidenten Dr. Leber:

Wenn Leber ausführt, personelle Konsequenzen seien für den Bezirksapostelbereich nicht sachdienlich gewesen, da Bezirksapostel Brinkmann den Bereich und die daran hängenden Missionsgebiete sehr genau kenne und über viele Details Bescheid wisse; dass sich niemand dieses Wissen über Nacht aneignen könne. Ist reine Augenwischerei, die ihm nur das auf bedingungslose Nachfolge getrimmte Kirchenvolk der NAK abnimmt. Und dass sich Bezirksapostel Brinkmann ganz dem Werk des Herrn verschrieben habe, sich selbst nicht geschont und viele positive Entwicklungen eingeleitet habe?? Meine Güte – das gleiche könnte man sogar von Adolf Hitler sagen. (Nur dass es bei dem der Nationalsozialismus war. - Übrigens hat die NAK da ja auch noch einiges aufzuarbeiten!)

 

Was der oberste NAK-Laienprediger verschweigt, ist die Tatsache, dass er selbst ja auch bereits seit Jahren über die Vorgänge informiert ist. Die Kirchenleitung hatte drei bis vier Jahre Zeit, einen Stabwechsel durchzuführen. Aber was ist geschehen?  N i c h t s!! – Schlimmer noch: Trotz des Wissens um die mutmaßlich kriminellen Vorgänge in der Gebietskirchenleitung hat Leber Brinkmanns Verantwortungsbereich sogar noch vergrößert! – Denn als Brinkmann die Gebietskirche der Niederlande anvertraut wurde, war Leber bereits seit Jahren über den Skandal im Bilde!

 

Und was sicher niemand verstehen kann: Wieso braucht es eigentlich in Nordrhein-Westfalen auf einmal einen derartigen Mumpitz wie einen Bezirksapostelhelfer um die Brinkmann-Nachfolge einzuleiten? Schmidt – Schiwi – Engelauf – Ehlebracht – Leber… Sie alle konnten ohne großes Brimborium ersetzt werden. Warum also jetzt dieser Unsinn von wegen „weiß über viele Details Bescheid“? Klar: Diese Aussage macht ausschließlich dann Sinn, wenn Brinkmann während seiner Amtszeit ein derartiges Netzwerk von Seilschaften, einen spinnengewebsartiges Geflecht in seinem Verantwortungsbereich angelegt hat, dass es mehr als ein Jahr dauert, bis der Filz zerfasert ist und alle Strukturen offenliegen. - Und in der Tat: Derjenige, der weiß, dass Brinkmann aus dem „Kölschen Klüngel“ um Hans Zier und Co. stammt, kann sich leicht vorstellen, dass es tatsächlich so etwas wie eine NAK-NRW-Connection gibt. Aber ist der Brinkmanns designierter Nachfolger, der Bauunternehmer Rainer Storck tatsächlich unbelastet? Wäre es nicht viel besser, man würde NRW dem ehemaligen hochrangigen Finanzbeamten Bernd Koberstein anvertrauen? Dem würde ich auf Grund seiner Berufserfahrung  zutrauen, auch den dichtesten Filz zu zerpflücken!

Was bleibt unterm Strich?

 

Ein scheidender internationaler Präsident, der irgendwie versucht, doch noch so etwas wie Ordnung in seinem Verantwortungsbereich herzustellen. Wohl wissend, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen ihn sofort wieder aufgenommen werden, sollte sich herausstellen, dass der von ihm jahrelang gedeckte und begünstigte Armin Brinkmann sich doch wegen einer Straftat zu verantworten hat.

 

Ein ebenfalls scheidender Gebietskirchenpräsident, bei dessen Amtseinsetzung bereits Stimmen laut wurden, die ihm die entsprechenden Eigenschaften und Fähigkeiten für dieses Amt abgesprochen haben, und der alle negativen Erwartungen sogar noch übertroffen hat! Ein Gebietskirchenpräsident, der trotz des Skandals seine Amtszeit in Ruhe zu Ende schaukeln darf um dann in aller Ruhe seinen Ehrensold zu verleben.

 

Und ein Handschlag zwischen den Beiden, die Annahme von Brinkmanns Entschuldigung durch Leber. Ein Bühnenstück, das signalisieren soll, Leber habe nichts mit dem Gesamtskandal zu tun gehabt; ein Bühnenstück, das einen Schlussstrich darstellen soll. Ein Bühnenstück, das den Beiden aber hoffentlich niemand ernstlich abkauft.

 

Was außerdem bleibt ist eine Gebietskirche mit rund 84.000 Mitgliedern, von der jetzt klar ist, dass sie lediglich ein Spielball in den Händen einer ziemlich machtbesessenen und scheinbar auch korrupten Mischpoke ist.

 

Aber die Neuapostoliken, ganz besonders in NRW, kennen ja das alte Motto: Maulhalten - Opfern – Nachfolgen…

Armes Kirchenvolk dem es nicht einmal erspart wurde, dass Dr. Leber auch noch die Bedeutung des Opfers angemahnt hat. – Klar, die verzockte Kohle muss ja ersetzt werden – aus der gleichen Quelle, aus der sie stammt…

09.09.2012 - (fcs)

Des Kirchensprechers Märchen

Platzhalter ohne Bezug zum Artikel, da Schuldt ein wenig heikel ist mit Bildern von ihm selbst...

Wenn „Märchen aus Apostolien“ erzählt werden, stellt sich die gelegentlich die Frage nach der Urheberschaft. Und die Urheber der Märchen sind häufig die sogenannten Kirchensprecher. Der Kirchensprecher der Neuapostolischen Kirche in NRW K.d.ö.R. ist Frank Schuldt. Und Frank Schuldt legt stets besonderen Wert darauf, dass seine Urheberschaft respektiert wird. Deshalb sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verlautbarung, die den Aufhänger für diesen Beitrag geliefert hat, von Frank Schuldt stammt.

 

Es geht wieder einmal um den Betrugs-Skandal in der NAK-NRW, und Schuldt berichtet am 07. September 2012 um 13.46 Uhr auf der Website seiner sogenannten Kirche unter
http://www.nak-nrw.de/aktuelles/kurznotiert/120907_zweites-betrugsverfahren-in-norwich/
darüber, dass dieser Tage ein Prozess gegen zwei Hintermänner eines Kapitalanlagebetrugsfalls begonnen habe,  nachdem bereits im Sommer drei Männer wegen des gleichen Betrugsfalles zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden seien.

 

Als Hintergrundinformation führt Schuldt dann aus:

(Zitat) „[…]Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen war Ende 2007 einer Gruppe von Betrügern aufgesessen. Diese hatte die Verantwortlichen dazu verleitet, zehn Millionen Euro aus dem Kirchenvermögen in einem speziellen Programm anzulegen. Sie versprachen den Zugang zu staatlichen Fördermitteln. Mit den daraus resultierenden Erträgen hätte die Kirche ihre sozialen Aktivitäten weiter ausbauen können – insbesondere in Ländern der Dritten Welt.

 

Nach Unstimmigkeiten über den Verbleib der Gelder verhandelte die Kirche über viele Monate mit den damaligen Kontaktpersonen über die Rückzahlung des Geldes, ehe sie schließlich Strafanzeige wegen Betrugs erstattete. Die Betrüger hatten in der Zeit mehrmals Lösungen angeboten, dann aber Termine und Vereinbarungen platzen lassen. Bis Ende 2011 wurden daraufhin alle Beteiligten festgenommen. […]“ (Zitatende)

 

Und mit diesen Ausführungen verlässt Schuldt den Boden der Tatsachenberichterstattung! Den Tatsachen entsprechend  muss es nämlich heißen:

 

„Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen wurde Ende 2007 Opfer ihres eigenen Gebietskirchenpräsidenten, Armin Brinkmann, der entgegen den Bestimmungen der Verfassung der Gebietskirche alleinverantwortlich, ohne Abstimmung mit dem Landesvorstand, der eigentlich über ‚Investitionen und Eingehung von Verbindlichkeiten mit einem Gesamtaufwand von mehr als EURO 500.000,00 im Einzelfall‘ beschließen muss, und vor allem ohne Zustimmung(!) des Landesvorstandes, über einen Betrag von zehn Millionen Euro aus dem Kirchenvermögen verfügt hat. Brinkmann war einer Gruppe von Betrügern aufgesessen, die ihn dazu verleitet hatten, diese 10.000.000,00 Euro in einem speziellen Programm anzulegen, Sie versprachen Renditen im deutlich zweistelligen Prozentbereich und den Zugang zu staatlichen Fördermitteln.“

Schuldts Feststellung, „die Kirche“ hätte mit den Erträgen ihre sozialen Aktivitäten – insbesondere in Ländern der Dritten Welt - weiter ausbauen können, muss ebenfalls als reine Augenwischerei abgehakt werden… Es sei denn, die Rendite hätte dem „Sozialwerk NAK-karitativ“ zur Verfügung gestellt werden sollen, welches sich (allerdings in vergleichsweise bescheidenem  Umfang) um die sozialen Aktivitäten in den Ländern der Dritten Welt kümmert.

 

Freilich, auch die NAK-NRW gibt Geld für soziale Aktivitäten aus. Ausweislich ihrer eigenen Publikation (siehe: http://www.nak-nrw.de/aktuelles/kurznotiert/120825_jahresbericht-2011-veroeffentlicht/ )  im Jahr 2011 9.622.949 Euro, das sind immerhin 25,5% der Gesamtausgaben!

 

Was die NAK allerdings unter „sozialen Aktivitäten“ versteht, verrät sie auf Seite 6 der Broschüre. [siehe Bild oben rechts]

Dort erfahren wir, dass gut 96% des „Sozialbudgets“, nämlich 9,3 Mio. in das Bauprojekt „Gute Hoffnung“ in Oberhausen Sterkrade geflossen sind… Und somit reduzieren sich die finanziellen sozialen Aktivitäten der NAK-NRW auf lediglich rund 300tsd. Euro – und das sind eben lediglich 0,8% der Gesamtausgaben. Dafür steigen aber die Ausgaben für Bautätigkeit (denn als solche muss das Projekt „Gute Hoffnung“ gewertet werden) auf rund 18.000.000 Euro – und das sind dann gute 48% der Ausgaben insgesamt!

 

Wie die NAK-NRW auf den Gedanken kommen kann, „Gute Hoffnung“ als Sozialprojekt einzustufen entzieht sich völlig jedem Verständnis! Den eigenen Verlautbarungen zufolge, nämlich der Pressemitteilung 027 vom 30.09.2011 (siehe: http://www.nak-nrw.de/presse/pressemitteilungen/ ), handelt es sich nämlich unterm Strich um ein reines Wirtschaftsunternehmen, da mit dem Projekt auch Erträge erwirtschaftet werden:

(Zitat) „[…]

 

Das Projekt

Mitten im Herzen von Oberhausen Sterkrade, zwischen Technischem Rathaus und Sterkrader Tor nahe der Innenstadt, ist seit Herbst 2009 ein Dienstleistungszentrum mit Pflegeheim, Mehrgenerationen-Wohnungen, einer öffentlichen Gastronomie und eine Kindertageseinrichtung entstanden. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein- Westfalen investiert mehr als 20 Millionen Euro in das Bauprojekt und schafft insgesamt mehr als 50 neue Arbeitsplätze.

 

Pflegezentrum

Die Pflegeeinrichtung ist nach dem „Hausgemeinschaftsprinzip“ konzipiert. Gruppen von zehn bis zwölf Bewohnern werden möglichst alltagsnah von Präsenzkräften betreut. Neben den Einzelzimmern gibt es gemeinschaftliche Aufenthaltsräume für die einzelnen Gruppen, die den Charakter einer Wohnküche haben. Je nach persönlichen Möglichkeiten und individuellen Interessen können sich die Bewohner an Alltagsverrichtungen beteiligen – dazu gehört etwa die Zubereitung der Mahlzeiten.

 

Veranstaltungszentrum

Im Erdgeschoss des Pflegeheims liegt das Café-Bistro „Jahreszeiten“ mit dem angeschlossenen Veranstaltungszentrum mit 200 Plätzen. So entstand ein Forum der Begegnung, das neben öffentlichen, kulturellen Veranstaltungen auch für private Zwecke wie Familienfeiern genutzt werden kann.

 

Wohnhäuser

Das Wohn- und Pflegezentrum der Neuapostolischen Kirche richtet sich nicht nur an Senioren und ältere Menschen: In der Wohnanlage mit 4 Häusern und insgesamt 60 Wohnungen stehen sowohl Miet- als auch Eigentumswohnungen für alle Altersgruppen, Jüngere, Familien und Senioren, zur Verfügung.

Das Konzept für die älteren Bewohner lautet „Service-Wohnen“. Es sichert ihnen so lange wie möglich die Selbstständigkeit ihrer Lebensführung – mit einem Höchstmaß an individueller Hilfe. Alle Wohnungen sind barrierefrei.

 

Kindertageseinrichtung

Die Kindertageseinrichtung als "Haus für Kinder und Familien" richtet sich in erster Linie an Familien aus dem Stadtteil Sterkrade und Berufstätige mit Kindern, die in den ortsnahen Unternehmen arbeiten. Die Einrichtung bietet in drei Gruppen Platz für 55 Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren.

 

Weitere Informationen

www.gutehoffnung-oberhausen.de (Zitatende)

Honi soit qui mal y pense!

Übrigens passt dieses Konzept gut zu Armin Brinkmann, von dem es immer wieder heißt, er trüge Dollarzeichen in den Augen. Dass da etwas dran sein könnte, zeigt die bemerkenswerte Chuzpe, mit der Brinkmann nach Bekanntwerden des Eingangs erwähnten Betrugsskandals [und bekannt geworden ist der ausschließlich deshalb, weil im Zusammenhang mit einem anderen Betrugsfall zufällig(!!) die NAK-NRW in der englischen Presse erwähnt wurde] die Mitglieder seiner Kirche aufgefordert hat, fleißig zu „opfern“. Wobei „Opfer“ die Geldspenden der Mitglieder sind, aus denen die NAK sich finanziert – und auch die von Brinkmann verzockten 10 Mio. stammen letztlich aus diesen Opfern…

 

Klar… die NAKn, und auch die NAK-NRW verzeichnen Mitgliederschwund. Über den auch in Kirchen anderer Konfessionen beklagten Schwund durch die normale demographische Entwicklung hinaus verzeichnen die Neuapostolischen Kirchen regelrecht rapide sinkende Zahlen bei den aktiven Mitgliedern. Dadurch ist es für Brinkmann notwendig, anderweitig Gelder zu akquirieren. Projekte wie „Gute Hoffnung“ aber auch die windige Spekulation in der er 10 Mio. Euro verzockt hat, sind da wohl folgerichtig.

Dass Brinkmann aber auch das regelmäßige Kleingeld seiner Schäfchen nicht vernachlässigt, sind wir nach Tipp durch eine liebe Freundin (Danke, Birgit!) auf der Website der NAK-Gemeinde Georgsmarienhütte gewahrgeworden. Unter http://www.nak-gmhuette.de/opferspende.htm wird dort über ein Hinweisblatt von Bezirksapostel Brinkmann zur Überweisung von Opfern und der steuerlichen Behandlung von Spenden berichtet.

 

In diesem Hinweisblatt heißt es unter anderem

 

(Zitat) „[…]In letzter Zeit haben unsere Amtsträger immer mehr „praktische Probleme" bei der Einzahlung des Opfergeldes bei der Bank. Denn die Post und die Banken erheben zum Teil hohe Gebühren und die Einzahlung ist nicht mehr in allen Filialen möglich, wodurch die Brüder mancherorts weite Wege zurücklegen müssen. Pro Jahr entstehen der Kirche dadurch erhebliche Kosten. […]" (Zitatende)

 

Dass das Augenwischerei ist, leuchtet jedem, der nicht gehirngewaschen ist, sofort ein. Es gibt genügend Möglichkeiten, das „Opfergeld“ kostenfrei einzuzahlen und zu überweisen, die simpelste Methode wäre es, die Amtsträger würden die notwendigen Transaktionen über ihr eigenes Konto abwickeln; denkbar wäre aber auch die Abwicklung über ein landesweit tätiges Geldinstitut.

 

Der wahre Grund für dieses Hinweisblatt dürfte sein, dass bei sinkenden Gottesdienstbesucher-Zahlen auch die Beträge des Opfergeldes sinken. Aber diejenigen, die nicht mehr die Kirche besuchen, könnten ja durchaus bereit sein, ihre Spenden bargeldlos direkt an die NAK-NRW zu überweisen, zumal da ja auch noch ein Steuervorteil winkt, auf den Brinkmann deutlich hinweist:

 

(Zitat) „[…]Spenden an Kirchen wie an gemeinnützige und mildtätige Organisationen werden gleich behandelt und sind bis zu 20 Prozent (bisher fünf Prozent) des Gesamtbetrags der Einkünfte abzugsfähig. […]“ (Zitatende)

 

Und natürlich versäumt Brinkmann nicht, auch noch ein wenig frommen Schmus in dieses Pamphlet zu setzen:

 

(Zitat) „[…]Der Weg, den wir für unser Geldopfer wählen, ist nicht entscheidend für den Segen; vielmehr kommt es auf die Gesinnung an. Dabei erinnere ich an die arme Witwe, die ihre Scherflein opferte (vgl. Lukas 21,1-4). Selbstverständlich bleibt es jedem überlassen, auf welche Weise er sein Opfer geben möchte! Eine Möglichkeit, allem gerecht zu werden, wäre, einen Teil des Opfers zu überweisen und einen Teil in den Opferkasten einzulegen. […]“ (Zitatende)

 

Wenn es nicht zum Weinen wäre, müsst man darüber lachen, mit welcher tölpelhaften Bauernfängerei die Kirchenmitglieder zur Kasse gebeten werden. Bei der Möglichkeit der Überweisung muss auch die arme alte Witwe, deren Opfer ja sonst ausbliebe, nicht zur Kirche gehen um die bei der NAK üblichen 10% der Einkünfte abzudrücken. Und da 20% der Einkünfte abzugsfähig sind, darf es dann ruhig auch noch ein wenig mehr sein.  – Eigentlich fehlt nur noch der Hinweis, dass man auch einen Anteil der Steuerersparnisse als Opfer abführen müsste, damit der Segen funktioniert. Aber das wäre dann wohl selbst für die NAK-NRW etwas zu dick aufgetragen.

Übrigens schrecken die NAK-Funktionäre nicht einmal davor zurück, bereits den Kleinsten die Notwendigkeit des Opfers zur Erlangung eines Segens in die Köpfe zu pressen… In eigenen Gottesdiensten für Kinder heißt es dann durchaus auch, dass man einen Taschengeldjob annehmen sollte, um „dem Herrn ein Opfer bringen zu können“…

 

Und das derartige Indoktrination von Kindern nicht nur in der NAK-NRW üblich ist, hat uns besagte Freundin (vielen Dank auch für diese Zuarbeit, Birgit) heute mit einem Link zur NAK-Gemeinde Stadtallendorf (siehe: http://www.nak-lauterbach.de/web/index.php/bezlat/berichte/239-kindertag-mit-apostel-lindemann-in-stadtallendorf ) gezeigt. Und dort heißt es unter anderem

 

(Zitat) „[…] Apostel Lindemann gestaltete diesen als Mittmachgottesdienst, in dem er die meiste Zeit mit einem Mikrofon mitten unter den Kinder stand, manchmal auch hockte und mal links vorne und dann wieder rechts hinten im Kinderblock zu finden war. Man spürte, dass es die Kinder und der Apostel richtig klasse fanden, auf diese Art gemeinsam das Bibelwort und damit das Hauptthema des Kindertages „Opfer“ zu erarbeiten.
[…]

Wenn man Gutes erfährt, dann ist man dankbar. Dankbarkeit Gott gegenüber können wir gut zeigen, wenn wir Opfer bringen. Was können das denn für Opfer sein, fragte er die Kinder? Es gab viele Antworten: Ein Instrument lernen, um später die Gottesdienste mitgestalten zu können, mal einer älteren Schwester, beim Einkauf zu helfen, Kranke besuchen aber auch etwas vom Taschengeld in den Opferkasten zu legen, damit Kirchen gebaut und erhalten werden können, waren nur einige der Antworten. […]“ (Zitatende)


Kommentar überflüssig ...

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veröffentlichte Artikel und Aufsätze über die NAK von Rudolf J. Stiegelmeyr
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Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Aktuelles:

26.11.2016

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Update 1:

Es ist schon auffällig, dass die NAK-Funktionäre ihre Methoden seit den 50ern des vorigen Jhdt. nicht geändert haben. - Auch dann nicht, wenn sie scheinbar einen Scherz machen. fcs hat das am Fall eines scheinbren Schenkelklopfers vom Rüdiger Krause aufgezeigt:

 „Von einem der auszug, die Anderen das Fürhten zu lehren“ (- klick)

 

Update 2:

Dass wir das noch erleben durften!
Die bornierten Halbgebildeten der NAK-Gemeinde Hamm-Werries setzen sich unter der Moderation vom auf facebook sattsam bekannten Hardcore-NAKidei Dieter Schulze zu einem Gesprächskreis zusammen und stellen fest, dass Geistesgrößen wie Schopenhauer, Berlin, Fred et al. schwachköpfige Dummschwätzer waren, indem sie auf bestechende Weise deren Erkenntnisse zur Willensfrei
heit des Menschen widerlegen:

„Klartext über die NAKn“ (- klick)

 

Update 3:

Es ist nahezu unglaublich, was für einen Haufen Schwachsinn nur eine Handvoll Apostel im Laufe eines Jahres so von sich gibt!
Und dann sind sie auch noch so stolz auf diesen Blödsinn, dass sie ihn als Zitate veröffentlichen lassen.
Wir haben sie einmal gesammelt und als kommentierte Zitate bei uns eingestellt:

„Die blöden Sprüche der NAK-Granden (Vol.1 + Vol. 2)“ (- klick)

 

Update 4:

Ein unverhoffter Leserbrief hat uns einen völlig neuen Blick auf die NAK eröffnet.
Grund genug, ihn unserer gesamten Leserschaft zur Verfügung zu stellen:

„Unverhofft kommt selten“ (- klick)