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01./18. und 25.06.2018 (fcs)

Échange d'opinions à la à la manière du tailleur:

Man geht mit seiner Meinung hin, und kommt mit Schneiders Meinung zurück.

Der Sinn des StAp-Interviews

Das ist grob gesagt, der Sinn des in drei Tranchen auf „nac.today – DEM Fakenews-Magazin der Neuapostolischen Kirche International” veröffentlichten Interviews mit dem Präsidenten des Apostelvereins NAKI e.V. Zürich, der gleichzeitig der höchstrangige Laienprediger aller neuapostolischen Kirchen weltweit ist: dem französischen Diplom-Betriebswirt Jean-Luc Schneider.

 

Es geht in dem Interview darum, wie Schneider seine Sekte zukunftssicher umgestalten möchte; der Interviewer nennt es „Strategie-Interview mit dem Stammapostel“.

Allerdings ist zum Interviewer anzumerken, dass es sich bei ihm um den Pressesprecher des NAKI-Präsidenten handelt. – Und das ist schon ein wenig pikant:

 

Frank Schuldt, der Pressesprecher des seinerzeitigen Präsidenten der NAK-NRW, Armin Brinkmann, hat nach Bekanntwerden der Tatsache, dass Brinkmann einen Betrag von schlappen 10 Millionen Euro veruntreut/verspekuliert hatte (er kam seinerzeit lediglich deshalb um eine Anklage herum, weil er dem ermittelnden Staatsanwalt ggü. glaubhaft gemacht hatte, dass zumindest die GK-Präsidenten der NRW-NAK gewohnheitsmäßig Gelder veruntreuen), ein Interview veröffentlicht, in dem Brinkmann zu den drängendsten Fragen der Öffentlichkeit Stellung genommen hatte.

Auf bohrende Nachfragen (hauptsächlich der als „Frl. Rottenmeier“ apostrophierten Ex-NAKlerin Silke G.) musste Schuldt dann einräumen, dass er sowohl – quasi in seiner Eigenschaft als interessierte Öffentlichkeit – die Fragen formuliert, als auch – diesmal in seiner Eigenschaft als Pressesprecher des Bezirksapostels – die Antworten gegeben habe…

 

Meiner Meinung nach hat er damit viel über neuapostolische Praxis verraten! Für das Strategie-Interview bedeutet das dann allerdings, dass bezweifelt werden darf, ob der sog. Stammapostel die Antworten tatsächlich selbst gegeben hat. Es besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass Johanning sowohl Fragender als auch Antwortender war.

Ist wie mit den stammaposteligen Lei(d/t)gedanken zum Gottesdienst – die stammen ja auch nicht von ihm selbst, sondern von seinem theologischen Berater, dem Literaturwissenschaftler Priv.Doz. Dr.phil. habil. Reinhard Kiefer.

 

Ach ja, überhaupt: Fragen?? – Wie wir sehen werden, fungiert Johanning eher als Stichwortgeber, denn als Fragesteller…

 

Ich werde das sog. Interview hier folgend als Großzitat komplett widergeben, und jeweils nach Frage und Antwort meinen Kommentar einfügen. Die Quellen für die Zitate füge ich als Buttons unter dem Gesamtbeitrag ein:

 

In ihren Gottesdiensten klingt es immer wieder einmal an: Was ist Aufgabe der Kirche und der Apostel? Können Sie uns das hier nochmal kompakt formulieren?

 

Ja gern. Für mich ist klar, dass Jesus Christus seine Kirche regiert. Er gab seinen Aposteln Auftrag, das Evangelium in aller Welt zu predigen, Menschen zu Jüngern Christi zu machen und ihnen die Sakramente zu spenden. Sie sollen die Brautgemeinde auf die Wiederkunft des Herrn vorbereiten.

 

Interessante Formulierung: „Für mich ist klar…“ – Allerdings beschränkt sich Schneiders „klarsein“ ausschließlich auf die Behauptung, dass Jesus Christus seine Kirche regiere…

Ob ihm die anderen Behauptungen ebenso klar sind? – Jedenfalls vermeidet Schneider ein klares Glaubensbekenntnis!

 

Im Übrigen fehlt – das kennen wir ja schon aus NAK-Verlautbarungen und -Predigten – tatsächlich jedweder Beleg für den Tatsachengehalt der in den Raum geworfenen Behauptungen!

Die Evangelien…? Nein! Sie entbehren jeglicher Authentizität! Sind weit erst lange nach dem Tod des Wanderpredigers Jesus (der übrigens niemals Christus war) entstanden und maßgeblich paulinisch geprägt…

 

Was hat das mit Strategie zu tun?

 

Eine wichtige Aufgabe des Stammapostels und der Apostel sehe ich darin, strategische Leitlinien und Handlungsfelder zu definieren, damit das Apostolat diesen Auftrag gemäß dem Willen des Herrn erfüllen kann.

 

Ganz unabhängig davon, wer dieser imaginäre Herr sein mag:

 

Wenn das Apostolat den Willen des Herrn erfüllen will, müssen auch die strategischen Leitlinien und Handlungsfelder gemäß dem Willen des Herrn definiert werden.

Das bedeutet, dass das Apostolat hier in der Beweispflicht steht, es MUSS nachweisen können, gemäß welcher authentischen Quellen es die Leitlinien und Handlungsfelder dem Willen des Herrn entsprechend definiert hat!

 

Das klingt noch sehr allgemein. Welche strategischen Leitlinien sind das konkret?

 

Wir richten unser Handeln nach mehreren Zielen aus. Unser oberstes Ziel ist es, das Evangelium Jesu Christi treu und gewissenhaft in aller Welt zu predigen. Das bedeutet für uns als Apostel:

 

  • Wir wollen darauf achten, dass Jesus Christus und nicht die Institution oder eine Persönlichkeit den ersten Platz einnimmt.
  • Wir wollen die neuapostolische Lehre auf der Basis der Bibel definieren. Dies ist der Zweck unseres Katechismus. Er beschreibt klar und strukturiert die weltweit gültige Lehre der Neuapostolischen Kirche.
  • Wir wollen darauf achten, dass die Predigt mit der biblischen Botschaft und der Lehre übereinstimmt.
  • Wir wollen dem Vorrang geben, was für das Heil der Gläubigen ausschlaggebend ist. Kirchliche Traditionen mögen noch so ehrbar sein, aber sie sollen doch nie so wichtig werden wie die eigentliche Botschaft des Evangeliums. Wir wollen klar zwischen der Botschaft des Evangeliums und den Regeln der Kirche oder örtlichen Traditionen unterscheiden.
  • Nicht zuletzt wollen wir dafür sorgen, dass alle neuapostolischen Kinder auf der ganzen Welt Zugang zu einem guten, ihren Bedürfnissen und den lokalen Verhältnissen angepassten kirchlichen Unterricht haben.

 

Von diesem Fokus auf das Evangelium Jesu Christi wollen wir unser gesamtes kirchliches Handeln bestimmen lassen.

 

Das alles kann das NAK-Apostolat natürlich machen. Es kann aber danach nicht behaupten, es würde damit den Willen Jesu Christi erfüllen, da ihm dafür der authentische Beleg fehlt!

Es kann lediglich sagen, dass es sich an den biblischen Überlieferungen orientiert – nicht aber, dass diese Überlieferungen Tatsachenberichte seien!

 

Menschen zu Jüngern des Herrn zu machen – was meinen Sie damit?

 

Ich will das so beschreiben: Wir wollen, dass die Menschen Jesus Christus nachfolgen. Als Apostel können wir dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Die Liebe zu Jesus Christus und der Glaube an seine Lehre sollen in alle Richtungen ausgestrahlt und gefördert werden.

 

Wenn das Apostolat will, dass die Menschen… - dann MUSS es sogar diesen Beitrag selbst leisten. –

 

Es ist jedoch ein Irrtum, anzunehmen, man könne Glaube und Liebe fördern. Kein Mensch kann Glaube und Liebe willentlich herbeiführen, also ist es auch unmöglich, die Herbeiführung zu forcieren!

 

… in alle Richtungen gefördert werden?

 

Natürlich gibt es Grenzen für dieses Handeln, aber die setzt Gott selbst:

 

  • Er hat dem Menschen die freie Wahl der Entscheidung gelassen. Glaube ist ein Geschenk Gottes an den Menschen. Der Mensch muss nach diesem Geschenk Verlangen haben und es annehmen. Wir können niemanden zwingen, den Herrn zu lieben. Was wir aber tun können ist, unseren Nächsten dazu zu ermuntern, ihm nachzufolgen.
  • Das Evangelium ist die absolute Wahrheit; wir können es nicht dem Geschmack der Leute anpassen. Gott verlangt von uns, dass wir es unangetastet und rein verkündigen.
  • Und schließlich wollen wir darauf achten, dass das von Gott angebotene Heil bis zur Wiederkunft Jesu für alle zugänglich bleibt.

 

Dieses vollkommen irre Geschwurbele um das Thema „Glauben wollen müssen und freien Willen bekommen haben“  zeigt, dass Schneider nicht die geringste Ahnung hat, wovon er labert:

 

Wenn ein Gott (vorausgesetzt, es gäbe einen) derartig abstruse Bedingungen stellen würde, sollte er sein Bodenpersonal doch wenigstens mit der Info versorgen, wo sich der Knopf befindet, mit dem man dieses Verlangen auslösen kann. Bzw. noch vorher: Wie man den Wunsch entstehen lassen kann, dieses Verlangen auslösen zu wollen.

Die Frage ist doch, wie man das wollen-wollen dann wollen können kann... Merkt denn niemand, wie irrsinnig das ist?

 

Und dann die Behauptung, das Evangelium sei die absolute Wahrheit, und Gott verlange vom NAK-Apostolat, es unangetastet und rein zu verkünden:

Selbst wenn man annehmen wollte, dass der Wanderprediger Jesus von Nazareth die reine Gotteslehre verkündet habe… - Wie hätte diese Wahrheit zu uns gekommen sein sollen?

Das, was in den Evangelien steht, ist nach der Methode „Stille Post“ zu den jeweiligen Verfassern gelangt. Und auf dem Weg wurden der Stillen Post eine ganze Reihe von Ideen und Gedanken irgendwelcher Interpreten der jesuanischen Lehre aufgeladen worden. – Ganz maßgeblich ist der Inhalt dieser Stillen Post von dem Griechenjuden Sha’ul (lat.: Paulus) von Tarsus  beeinflusst worden, bevor er dann frühestens 25 Jahre nach dem Tod des Wanderpredigers schriftlich niedergelegt wurde.

Da keine nachweislich authentischen Überlieferungen der Reden Jesu existieren, ist es also äußerst vermessen, zu behaupten, das Evangelium sei die absolute Wahrheit.

 

Schneider behauptet einfach etwas, und fordert, dass man IHM glaubt. Denn er kann keine glaubwürdigen Nachweise für die Wahrheit seiner Behauptungen beibringen. Mit dem „von Gott angebotenen Heil“ verhält es sich ebenso:

Wo ist der Beweis dafür, dass Gott existiert, und dass Gott selbst dieses Heil anbietet? – Es gibt lediglich Menschen, die behaupten, dass Gott existiere und Heil anböte. Gott selbst hat sich nie nachweislich zu Wort gemeldet!

 

Wie beim Evangelium: Alles nur Hörensagen!

 

Das Festhalten an dem immer gültigen Evangelium ist also das Entscheidende. Bleibt dann überhaupt noch Raum für Veränderungen?

 

Nun, Veränderungen müssen sein und geschehen ja immer wieder, auch in unserer Kirche. Was den Glauben betrifft, bietet das Evangelium des Herrn alles, was der gläubige Mensch braucht. Unsere Aufgabe besteht darin, Menschen zu Jüngern des Herrn und nicht zu Mitgliedern der Kirche zu machen.

 

Wer es für wahr hält, dass es Schneider nicht zuerst darum geht, zahlende Mitglieder für seine Sekte zu missionieren, glaubt auch, dass die Erde eine Scheibe ist.

 

Es gibt ja auch Gegenbeispiele …

 

Einige Gemeinschaften drohen mit typischen Untergangsszenarien und sagen eine fürchterliche Zukunft voraus. Im gleichen Atemzug schlagen sie Lösungen für eine Verbesserung der Situation vor. Andere versuchen, Menschen mit Musik, Tanz, Sensationen, Emotionen oder materieller Unterstützung in die Kirchen zu locken. Da gibt es immer wieder neue Angebote. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass diese Methoden vielleicht dazu beitragen können, den Besuch der Gottesdienste zu erhöhen, ein tiefer Glaube an das Evangelium wird so jedoch nur selten erzeugt.

 

Der Schnix redet seiner eigenen Sekte das Gericht! Denn die NAK ist eine typische Endzeitsekte.

 

Schneider kann die Drohung mit typischen Untergangsszenarien und einer fürchterlichen Zukunft ausschließlich dann vermeiden, wenn er bei der NAK-Lehre von der Erwartung der Wiederkunft Jesu abrückt. Mit dieser Widerkunft und der anschließenden Entrückung der Brautgemeinde ist nämlich für die Nichterwählten eine grauenhafte Zukunft vorhergesagt!

 

Ich zitiere aus dem (derzeit noch, aber wer weiß schon, für wie lange, gültigen) NAK_Katechismus:

 

„10.3 - Die große Trübsal

 

Solange das Erlösungswerk des Herrn auf Erden ist, bleibt die irdische Schöpfung unter einem besonderen Schutz Gottes (Offb 7,3). Nach der Wiederkunft Christi beginnt eine Zeit, in der die Menschen und die Schöpfung der Macht Satans ausgesetzt sind; alles wird leiden unter den damit verbundenen Verhältnissen.

Dieser Zeitabschnitt kann in Verbindung gebracht werden mit der in Offenbarung 3,10 benannten „Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen“. Dafür findet sich in der Heiligen Schrift die Bezeichnung „große Trübsal“ (Dan 12,1).

Die umfassende Machtentfaltung Satans in der großen Trübsal übertrifft bei weitem die Versuchungen und die Schwere der Bedrängnisse, die die Kirche vor der Wiederkunft des Herrn zu bestehen hat. Die Brautgemeinde wird vor Anbruch der großen Trübsal entrückt (Offb 3,10; 12,5.12).

Im Bild der mit der Sonne bekleideten Frau, die den Knaben geboren hat, werden diejenigen gezeigt, die zur Kirche Christi zählen, aber nicht entrückt worden sind. Sie erfahren weiterhin in der „Wüste“, also in einem Zustand von Drangsal und Entbehrung, göttliche Begleitung und geistliche Versorgung (Offb 12,6).

Auch in dieser Zeit der Herrschaft Satans und seiner Mächte werden sich Menschen standhaft zu Christus bekennen, den Antichristen nicht anbeten und wegen ihres Bekenntnisses getötet werden (Offb 13,10.15; vgl. Offb 14,12.13). Diese standhaften Zeugen für Christus werden zu Märtyrern.“ (Zitatende)

 

Und wie wollen Sie die Aufgabe stattdessen angehen?

 

Wir erfüllen sie indem wir dafür sorgen, dass Menschen sich in der Kirche wohlfühlen, dass sie die Liebe Gottes und die Freude, Gott und anderen dienen zu dürfen, erleben und Lust verspüren, ihr Leben nach dem Evangelium auszurichten. Das ist unser Leitbild!

 

Na, dann sorgt mal schön dafür! – Aber sorgt gefälligst auch dafür, dass Ihr alle Eure Behauptungen hieb- und stichfest belegen könnt!

Bildquelle: (- klick) ins Bild

Christliche Bildung für Kinder und junge Erwachsene – das haben Sie als eines der strategischen Ziele genannt. Was tut die Kirche, um das zu erreichen?

 

Wir sind eine Weltkirche und überall in der Welt gibt es neuapostolische Gemeinden. Ich möchte, dass wir die Kinder- und Jugendarbeit im Blick behalten. Es ist ein lohnenswertes Ziel, sich der zukünftigen Generation zu widmen. Vor allem gilt: Die jungen Gläubigen sollen die Bibel kennen, um über die neuapostolische Lehre Bescheid zu wissen, und müssen sich in ihren lokalen Gemeinden angenommen und wertgeschätzt fühlen. In den kirchlichen Unterrichten lernen sie die Theorie, im Gemeindeleben die Praxis eines glücklich machenden Glaubensalltags.

 

So, so… die Neuapostolikensekte ist eine Weltkirche! – Da hat der Schnix also gemeint, sich bei dem Begriff „Weltreligion“ [das ist laut Brockhaus-Enzyklopädie eine Religion, die als Universalreligion mit ihrer Botschaft universelle Geltung beansprucht, überregionale (weltweite) Mission betreibt und/oder sich über einen größeren Teil der Erde erstreckt beziehungsweise einen größeren Teil der Weltbevölkerung umfasst] zu bedienen und die Definition mit der des katholischen Begriffs der Weltkirche [mit Weltkirche, bzw. auch Gesamt- oder Universalkirche wird die weltweite Glaubensgemeinschaft aller Katholiken bezeichnet, deren Einheit durch den Bischof von Rom repräsentiert wird, und die alle Ortskirchen umfasst] zu verquicken… - Und meint wohl, sich dadurch von der evangelischen Kirche abheben zu können…

Wenn wir uns die Definitionen aber genauer anschauen, stellen wir fest, dass die Neuapostoliken keine davon auf ihre Organisationen anwenden können.

 

Zwar gibt es überall auf der Welt verstreute neuapostolische Gemeinden, aber von einer universellen Geltung ist der Neuapostolizismus weit entfernt… Mit ihren behaupteten knapp unter 9 Millionen Zählmitgliedern (davon sind allenfalls 25% als aktive Mitglieder zu werten) stellen die NAKn gerade einmal 0,121 % der rund 7,47 Milliarden Menschen zählenden Weltbevölkerung – die römisch katholische Kirche mit ihren 1,285 Milliarden Mitglieder ist nicht nur fast 143x so groß wie alle NAKn zusammen, sie stellt mit einem Weltbevölkerungsanteil von gut 17% auch tatsächlich eine erhebliche statistische Größe dar (sie ist zahlenmäßig übrigens auch größer als der Islam insgesamt!)

Und außerdem gibt es „die“ Neuapostolische Kirche gar nicht! Es gibt lediglich eine Reihe juristisch selbstständiger Gebietskirchen, deren jeweilige  Mitglieder den Verfassungen zufolge nicht automatisch auch Mitglieder der anderen GKn sind. Dabei gibt es keine zentrale Gebietskirche, die, wie etwa die Kirche von Rom mit dem Vatikan eine zentrale Leitungsinstanz darstellt.

 

Es existiert eine nebulöse Neuapostolische Kirche International – aber dummerweise nur in den Köpfen der Neuapostoliken! NAKI ist keine Kirche sondern lediglich ein von den Leitungsfunktionären der verschiedenen GKn gegründeter eingetragener Verein nach Schweizer Recht. Und in diesem Verein sind lediglich die besagten Leitungsfunktionäre – die sogenannten Apostel – organisiert, es gibt keinerlei rechtliche Verbindung von den GKn zum NAKI e.V.! Den GK-Verfassungen zufolge hat der jeweilige Präsident des NAKI e.V., der sogenannte Stammapostel, allenfalls eine lehrmäßige Bedeutung, aber keinesfalls das Recht sich in die Belange der GKn einzumischen.

Insofern sind die sog. Bezirksapostelversammlungen und deren Beschlüsse lediglich eitel Haschen nach dem Wind! Dem Buchstaben des Gesetzes zufolge ist nichts von den Beschlüssen dieses Gremiums für eine GK rechtlich bindend!

Aber auch die Statuten an sich kann man eigentlich als Lokuspapier verwenden, da das einzelne Mitglied im Grunde genommen einen Dreck wert ist. Darauf brauchen wir hier nicht näher einzugehen. Ich habe das bereits im Oktober 2013 detailliert unter https://www.canities-news.de/die-neuapostolische-kirche/ (- klick) dargestellt…

 

Nachdem nun die ekelhafte Überheblichkeit und die Geltungssucht des NAK-Napoleons entlarvt ist, wenden wir uns wieder dem Interview zu:

 

Schneider bestätigt in bisher noch nicht dagewesener Offenheit, was wir Kritiker in den fb-Gruppen und in den div. Foren sowie nicht zuletzt auf den bekannten websites „NAK-Aussteigerhilfe“, „NAK-Talk“ und „Kirchenreform“ [siehe Spalte links unter dem Seitenmenü) längst angeprangert haben:

Zwar versucht man in den örtlichen Gemeinden durch einen gewissen laissez-faire-stil die Mitlgieder bei Laune zu halten, forciert aber die massive Indoktrination gerade der Kinder und jüngeren Jugendlichen.

 

Wir hatten das einmal reitersprachlich so ausgedrückt: die Gemeinde lässt man auseinandergefallen dahintrotten, aber bei den jungen Mitgliedern hat man die Zügel wieder aufgenommen und mittlerweile setzt man auch schon Schenkelhilfen ein…

Das Ziel ist klar: Bei insgesamt rückläufigem Mitlgiederbestand ziehen Schneider und Konsorten eine neue Generation Hardcore-Neuapostoliken, so eine Art Neuapostoliban, heran, die den Kern einer sich neu ausbreitenden Sekte bilden sollen.

 

Stichwort „Weltkirche“: Wie geht die Kirche mit dieser Herausforderung um?

 

Früher, als unsere Kirche am Anfang ihrer weltweiten Entwicklung stand, legten wir den Schwerpunkt mehr darauf, über die Einheit der Kirche zu wachen. Wir hielten die Gläubigen dazu an, sich nach einem „apostolischen Muster“ in Sachen Musik, Kleidung, Lehrmethoden oder auch Organisation auszurichten. Heute wissen wir, dass dieses Vorgehen nicht optimal war und bemühen uns, den kulturellen Unterschieden mehr Rechnung zu tragen. Der neuapostolische Glaube lässt sich innerhalb der unterschiedlichsten Kulturen leben!

 

Klar, seine Feistigkeit Peter Johanning muss sich noch ein wenig in dem Glanz der Weltkirche räkeln. – Doch Schneider macht exakt  D A S  deutlich, was wir vorher schon herausgearbeitet haben:

Es gibt keine neuapostolische Weltkirche!

 

Sind denn die Gegebenheiten so unterschiedlich?

 

Ich möchte zwei Beispiele nennen. Zum einen: In den afrikanischen Gebietskirchen sind etwa 85 Prozent unserer neuapostolischen Mitglieder zuhause. Sie sind unserer Ansicht nach mit fünf größeren Herausforderungen konfrontiert:

  • Hunderte von evangelikalen Gemeinschaften haben einen großen Anziehungseffekt auf die Menschen. Wunderheiler haben Zulauf.
  •  Auch islamische Gruppen wachsen und missionieren ihre Umgebung, zum Teil mit rigiden Methoden.
  • Insbesondere in den städtischen Gebieten kommt es zu einer immensen Verschärfung der sozialen Situation. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich rapide. Materialismus heißt hier der Gegner des Glaubens.
  • Auf der anderen Seite müssen wir helfen, Bildungsangebote für die jungen Menschen zur Verfügung zu stellen und zu fördern. Afrika braucht Bildungsoffensiven.
  • Nicht zuletzt ist die Frage nach den finanziellen Mitteln relevant. Ich möchte, dass wir es als Kirche schaffen, unsere Angebote aufrecht zu erhalten und auszubauen.

Diesen Herausforderungen müssen wir anders begegnen als etwa den Gegebenheiten im zentralen Europa.

 

Was Schneider verschweigt:

 

Diesen Herausforderungen begegnet er mit finanziellen Mitteln, die er widerrechtlich aus den seiner offensichtlichen Meinung nach bedeutungslosen 15% abzieht!

Die 85% der Gesamtmitgliederschaft sind kaum in der Lage, ihre Gebietskirche und nachgeordneten Strukturen zu unterhalten. Schneider subventioniert die Afrikaner mit erheblichen Mitteln, die er aus den GKn in den westlichen Ländern abzieht. – Im Gegenzug werden den dortigen Mitgliedern regelrecht die Stühle unter dem Hintern weggezogen, ihre (in vielen Fällen in Eigenleistung und mit eigenen Mitteln erbauten) Versammlungsstätten werden geschlossen, profaniert und versilbert um den Kapitalstock zu erhöhen!

 

Schneider dampft die NAKn in Deutschland ein und erhält so einen finanziell starken Fond, der den Afrikanern als Atzung angeboten wird.

Spannend daran: Das geschieht ohne jede Wirkung! – Denn aufmerksame Beobachter haben längst gemerkt, dass die NAKn auch in Afrika schrumpfen. – Der Neuapostolizismus in Afrika ist bereits auf dem Rückzug, weil die dortigen NAKn den von Schneider angeführten Herausforderungen nicht gewachsen sind.

 

Der neuapostolische Geltungsdrang treibt auffällige Blüten! – Um mit großen Zahlen um sich werfen zu können, pumpen die Neuapostoliken sinnloserweise Geld in die afrikanischen Gebietskirchen, statt dort genau so zu verfahren, wie sie es z.B. in Deutschland halten.

 

In Europa und Nordamerika sind wir mit einem Rückgang des Gottesdienstbesuches konfrontiert …

 

… was uns große Sorge bereitet. Die Ursachen dafür sind vielfältig, ich will nur einige wenige nennen: Die Gesellschaften um uns herum entwickeln sich immer mehr zu Gemeinschaften von Individualisten. Der Individualismus aber steht im Gegensatz zu einem Konzept von Gemeinde, in der alle gleichberechtigt sind. Auch der Bindungswille an Kirche und Gemeinde lässt nach. Verantwortungsvolle und ehrenamtliche Aufgaben ohne Gegenleistung sind nicht in Mode. Und vieles mehr.

 

Schneider lügt! – Der Neuapostolizismus in Europa und Nordamerika ist deshalb auf dem Rückzug, weil „die“ Kirche es versäumt hat, sinnvoll zu reformieren!

Angefangen mit Fehr wurden schrittweise kleine Veränderungen eingeführt, gleichzeitig aber versucht, die rigide Lehre des Neuapostolizismus aufrechtzuhalten!

 

Statt offen zu kommunizieren, welche Fehler früher begangen wurden und sich klar von den Verbrechen Bischoffs und Schmidts und auch von den Vergehen Streckeisens zu distanzieren, sowie eine klar verständliche Lehrreform durchzuführen, hat man mit einer Art Wording-Aktion altbekannten neuapostolischen Begriffen eine neue Bedeutung zugeordnet, jedoch ohne auch den Katechismus (den es als reguläres Lehrwerk erst seit Dezember 2012 gibt) anzupassen.

Wer den Katechismus liest, wird feststellen, dass sich die Lehre nicht geändert hat. Lediglich einige wenige Punkte (z.B. die Schlüsselvollmacht, die noch zu Fehrs Zeiten die Macht des Stammapostels, die Tore zum Jenseits zu öffnen und zu schließen, bedeutete!) sind tatsächlich abgewandelt worden.

 

Der Gipfel ist aber Schneiders Behauptung, verantwortungsvolle und ehrenamtliche Aufgaben ohne Gegenleistungen seien nicht in Mode!

 

Wenn er das auf die NAKn bezieht, mag er Recht haben. Immer weniger Mitglieder haben Bock darauf, sich von den anmaßenden Leitungsfunktionären der NAK ausbeuten und kujonieren zu lassen, während die sich im Lauf ihrer Amtszeit zu Millionären mausern!

Aber gesamtgesellschaftlich ist Schneiders Behauptung eine Lüge! Gerade in Deutschland erfährt das Ehrenamt großen Zulauf. Hierzu eine kleine Zahl am Rande: Mehr als 6 Millionen Deutsche betätigen sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe! Das sind mehr als 7% der Bevölkerung! (und nebenbei bemerkt: fast 18x so viel wie es Zähl-Neuapostoliken in Deutschland gibt, die auch lediglich einen Anteil von 4,75% Amtsträger - darunter aber viele Hauptberufler vorweisen kann)

 

Wie aber lassen sich solche Unterschiedlichkeiten konkret in strategische Planungen einfügen?

 

Selbst auf die Gefahr hin, dass meine Äußerung auf Missfallen stößt, wiederhole ich sie: Es gibt kein Patentrezept! Weder können regelmäßige Änderungen an der Liturgie noch die brave von-Tür-zu-Tür-Mission oder große Werbekampagnen den Trend umkehren. Vorschläge dieser Art wurden sowohl in unserer Kirche als auch in anderen bereits zu Genüge ausprobiert. Zwar können einige dieser Maßnahmen örtlich und zeitbegrenzt gute Ergebnisse erzielen, den allgemeinen Rückgang am Interesse für kirchliche Angebote können sie aber nicht stoppen.

 

Unterschiedlichkeiten… Eine Wortschöpfung die Wülstigkeit Johanningscher Schreibkunst offenbart!

 

Und Schneiders Eingeständnis seines Unvermögens? Er lügt! – Denn das einzige Mittel, den Trend umzukehren, setzen die NAKn seit dem Ende der Amtszeit Lebers ein:

 

Indoktrination von Kindern und Jugendlichen um sich eine neue Generation von Sektierern heranzuziehen mit der es dann wieder weitergeht wie es in den 50ern des vorigen Jahrhunderts war. Natürlich ohne die Fehler Fehrs zu wiederholen.

 

Das klingt bedrohlich. Was also ist zu tun, Ihrer Meinung nach?

 

Wir müssen uns auf das Wesentliche konzentrieren. Es geht schließlich um das Seelenheil.

 

Ohne Kommentar… - Da Christen unter Seele etwas verstehen, was es so eigentlich überhauot nicht gibt!

 

… zu dem die Kirche verhelfen will …

 

Als wir unseren Katechismus erstellten, mussten wir Begriffe wie „Kirche Christi“ und „Erlösungswerk“ genauer definieren. Wir sagen: Die Kirche Christi besteht aus allen Gläubigen, die durch Taufe, Glaube und Bekenntnis dem Herrn Jesus Christus angehören. Zum einen ist es die Berufung der Kirche Christi, den Menschen das Heil und die Gemeinschaft mit Gott zugänglich zu machen und zum anderen den Raum dafür zu schaffen, Gott anzubeten und ihn zu loben.

 

Und das Erlösungswerk?

 

Innerhalb dieser Kirche Christi ist das Erlösungswerk der Teil der Kirche, in dem die Apostel wirken. Ihre Aufgabe ist es, die Brautgemeinde des Herrn zu sammeln und auf die nahe Wiederkunft Jesu vorzubereiten. Diese Wiederkunft des Herrn ist ein hochwichtiges Ereignis und das oberste Ziel unseres Glaubens. Sie stellt jedoch nicht das Ende des göttlichen Erlösungsplans oder der Kirche Christi dar. Im Friedensreich wird die Kirche Christi ihre Aufgabe fortsetzen, damit alle Menschen durch den Glauben an Jesus Christus Heil erlangen können.

 

Ich ziehe diese beiden Punkte zusammen, weil sie zusammengehören! – Das Johanning die Begriffe „Kirche Christi“ und „Erlösungswerk des Herrn“ gerne getrennt abhandelt ist jedoch nachvollziehbar.

 

In der NAK von früher wurde das Begriffspaar synonym für den Neuapostolizismus verwendet. Nur die Neuapostoliken hatten Apostel, also waren auch nur die Neuapostoliken die Kirche des Herrn. „Die Anderen“ wurden schlicht belächelt!

Die NAK war klein (aber schon damals stinkreich) aber stark im Sinne von fest. – Klar, Vieles passte nicht mehr zum Zeitgeist, und Viele haben der Kirche den Rücken zugekehrt. Aber insgesamt war die Organisation stabil. Und ich wage zu behaupten: Sie wäre es heute noch!

 

Aber nein, man wollte ja unbedingt raus der Schmuddelecke der Sekten, die man sich mit den Zeugen Jehovas und der Scientology-Church teilte, und hat darum mehr und mehr Positionen der Beliebigkeit anheimgestellt.

Man wollte Teil der Ökumene sein, mit den vorher noch so sehr verachteten Kirchen auf Augenhöhe. Nur passte dazu das Anspruchsdenken, die einzige echte Kirche zu sein, nicht mehr wirklich!

 

Also erkannte man flugs die Gemeinschaft der rite getauften als Gesamtkirche Christi an, von der man fürderhin ein Teil war!

Aber ach… Da war ja immer noch das Ding mit dem Heiligen Geist, den angeblich ausschließlich Apostel vermitteln können… Wie das den Mitgliedern verklickern?

 

Und schon war der Begriff des „Erlösungswerk des Herrn innerhalb der gesamten Kirche Christi“ geboren.

Ich will das hier nicht weiter aufdröseln, es ist ja auch auf unsere website bereits mehrfach thematisiert worden… Fakt ist:

 

Die NAK ist im Prinzip nach wie vor eine fundamentalistische Endzeitsekte mit Exklusivitätsanspruch!

 

So geht es auch aus dem Katechismus hervor, den nur scheinbar kein Mensch gelesen hat! – Aber „die NAK“ traut sich nicht mehr, das ihren eigenen Mitgliedern zu vermitteln. – Das ist ihr Dilemma!

Es bleibt abzuwarten, ob die Bemühungen aus Kindern und Jugendlichen eine neue Generation Hardcore-Neuapostoliken heranzuziehen, fruchten!

 

Was bedeutet das für uns hier und heute?

 

Auf dieser Basis wollen wir auch unsere Beziehungen zu anderen christlichen Kirchen entwickeln. Wir sind der Meinung, dass alle Christen ihre gemeinsame Aufgabe solidarisch erfüllen sollten, nämlich sich zu Christus zu bekennen und die Wohltaten Gottes in Wort und Tat zu bezeugen.

 

Da ist leider völliger Unsinn! – Solange die Neuapostoliken den Anspruch aufrechterhalten, innerhalb der Christenheit etwas Besonderes zu sein – das Erlösungswerk des Herrn nämlich –, werden sie niemals mit den anderen Christen solidarisch sein können. – Sie sind allenfalls Schmarotzer. Aber darauf kommen wir sicher noch einmal zurück!

Im nun folgenden dritten Teil des Interviews geht's um die Geldgeilheit und die Machtbesessenheit des NAKI e.V.

Ein Lesetipp vorweg:

 

Bevor man sich den nacvhstehenden Teil des Interviews zu Gemüte führt, empfehle ich dringend, zuerst einmal die Beiträge auf unserer Unterseite „Die NAK und das liebe Geld“ (- klick) zu Gemüte zu führen.
 

Die beiden Beiträge stammen aus den Jahren 2013 und 2016, sind aber erstaunlicherweise immer noch aktuell. Okay… Dollarauge Brinkmann wurde zwischenzeitlich durch den Storck-Riesen ersetzt, statt „Unsere Familie Online“ gibt’s mittlerweile „das NAK-Fakenews-Magazin nac.today“ aber die sonstigen Angaben kann man fast ohne Abstriche nach 2018 übernehmen.

 

Wer nicht genügend Zeit mitbringt, sollte sich wenigstens den Beitrag „Der unbiblische Zehnt“ vom 16.06.2013 (also von vor fast genau 5 Jahren) durchlesen.

 

Die Kirche hat viele Herausforderungen, steht vor großen Aufgaben. Hält sie das finanziell aus?

 

Wir führen seit etlicher Zeit eine gründliche weltweite Untersuchung unserer Finanzen durch. Wir sind entschlossen, unsere Arbeitsweise zu optimieren, um Kosten zu reduzieren. Dort, wo es möglich ist, legen wir zum Beispiel Dienststellen der Kirchenverwaltungen zusammen.

 

Ebenso haben wir unsere Kirchenbaupolitik angepasst: In Afrika zum Beispiel bauen wir keine Großkirchen mehr, deren Unterhaltungskosten für die kommenden Generationen kaum noch aufzubringen sein würden. In anderen Regionen passen wir die Anzahl der Kirchen und Gemeindestandorte an unsere aktuellen Bedürfnisse an. Schließlich werden Bau und Unterhalt überall immer teurer.

 

Soweit es den NAKI e.V. betrifft, so führt der keine weltweite Untersuchung seiner Finanzen durch, sondern er versucht, sich so viel Geld wie möglich aus den Gebietskirchen zu krallen. – Widerrechtlich übrigens, zumindest soweit es die deutschen Gebietskirchen betrifft!

Die GK-Verfassungen lassen eine derartige Einmischung dieses externen Vereins, der keinerlei juristische Verbindung zu den Gebietskirchen hat, nicht zu!

Und übrigens haben die Gebietskirchen schon immer gewusst, wie groß ihr Reichtum ist! Allerdings haben der sog. Stammapostel und seine Schranzen eben bislang keinen 100%igen Einblick gehabt!

 

Und was die Kirchenbaupolitik anbelangt: Die haben die NAKn bereits in der Ära Leber angepasst! – Seit dem gelten für den Immobilienbereich marktwirtschaftliche Kriterien, zu deren Kontrolle der NAKI e.V. seit bereits vor Schneiders Zeiten eine zentrale Überwachung durch eine spezielle Software einsetzt. Stichwort „STRATUS-Immo Software“ (- klick)

 

Sobald absehbar ist, dass die Einnahmen aus einer Gemeinde die Kosten für den Betrieb und Erhalt der örtlichen Versammlungsstätte nicht mehr übersteigen, also kein Gewinn mehr zu erwarten ist, werden die Gemeinden geschlossen und die Immobilien liquidiert!

Wo nötig, werden dann punktuell Neubauten errichtet, die Heimat für aus drei und mehr zusammengelegten Gemeinden entstandene Gemeinden werden. – Dies sind übrigens zum großen Teil architektonisch auffällige Gebäude an exponierten Orten. – Leuchtturmprojekte, die eine Größe vorgaukeln, die die NAKn nicht einmal zum Höhepunkt der Ära Fehr hatten.

 

Klar: Klappern gehört zum Handwerk!

 

Ach ja… Großkirchen in Afrika: Das haben sie mit Rücksicht auf den Mitgliederschwund eingestellt! – Aufmerksame Beobachter haben bereits seit langem kritisiert, dass auch die für Afrika angegebenen Mitgliederzahlen gelogen sind… Nachdem die afrikanischen Neuapostoliken (die - häufig ohne gefragt zu werden - in ganzen Stämmen der Sekte einverleibt wurden) scharenweise von der Fahne gehen, haben Insider festgesellt, dass die Angaben um mehr als 100% übertrieben sind!

 

Die europäischen und nordamerikanischen Gebietskirchen sind die Geberkirchen. Sie unterstützen die meisten Gemeinden in aller Welt. Wie wird sich das entwickeln?

 

Ich hoffe, gut. Wir wollen aber im Unterschied zu früher die Subventionen an die örtlichen, finanziell nicht selbsttragenden Gebietskirchen eher projektbezogen gestalten. Die finanzstärkeren, spendenden Gebietskirchen sollen klar definierte Projekte finanzieren und damit als globale Zuschüsse leisten.

 

Selbst wenn in etlichen Ländern die finanzielle Unabhängigkeit mittelfristig nicht absehbar ist, müssen wir unsere Bemühungen fortsetzen, um die örtlichen Ausgaben den Einnahmen anzupassen.

 

Erstaunlicherweise ist die Einnahmenseite (jedenfalls bei den deutschen Gebietskirchen) tatsächlich immer noch gut. – Die im Lichtkegel des unheiligen NAK-Geistes verstrahlten Manipulationsopfer geben trotz aller warnenden Stimmen immer noch reichlich Geld in ihre Sekte!

 

Was der Scharlatan aber verschweigt: Die sog. Geberkirchen haben neben der Abgabe an den NAKI e.V. schon immer auch die ihnen zur Betreuung anvertrauten Gliedorganisationen in der dritten Welt bezuschusst und klar definierte Projekte finanziert. – Es wird sich definitiv nichts ändern.

Auch die Anpassung der örtlichen Ausgaben an die Einnahmen ist nichts Neues (vor allem bei den Geberkirchen)! – Wie gesagt gelten bereits seit Lebers Zeiten marktwirtschaftliche Kriterien…

 

Nun ist die Neuapostolische Kirche aber auch eine „Amtskirche“. In ihr spielt das Amt eine wesentliche Rolle. Gibt es auch hier grundlegende strategische Überlegungen für eine Weiterentwicklung?

 

Ja. Zurzeit denken die Apostel über eine neue Organisation innerhalb der Amtshierarchie der Kirche nach. Unsere Ziele sind,

  • unser Verständnis von „Amt“ zu definieren, indem wir uns auf den biblischen Befund stützen, ohne uns in den Bann von Auslegungen ziehen zu lassen. Die berufen sich eher auf die Tradition als auf die eigentliche Exegese.
  • die Ausübung der bei der Ordination von Gott übermittelten Amtsvollmacht klar von den organisatorischen Verantwortungen zu trennen.
  • die Kompetenzen der Gläubigen unabhängig vom Amt aufzuwerten.
  • unsere Struktur den heutigen Bedürfnissen anzupassen, indem wir sie effizienter, nachvollziehbarer und flexibler gestalten.
  • die Unterweisung/Fortbildung allgemein einzuführen.
  • und – ganz allgemein gesagt – den Schwerpunkt auf den Begriff „Dienst/dienen“ zu legen.

 

Das eigentliche Problem ist der Begriff „Amtshierarchie“ von dem die NAK-Führungsfunktionäre nicht lassen können. Es geht dabei (wie bereits im zweiten Teil dieses Interviews deutlich geworden ist) um die Ausübung von absoluter Macht.

So dient es zwar der Übersichtlichkeit, dass die NAKn endlich von der meschuggenen vielsprossigen Amtsleiter mit für jede Sprosse neu erforderlicher Ordination abgerückt sind. Aber eine zentralistisch in die Struktur hineinwirkende Amtshierarchie – also eine faschistoide Organisationsform – bleibt es immer noch!

 

Schneider salbadert um das eigentliche Problem herum: Wenn er eine Organisation schaffen will, in der geistliches Amt und Verwaltungsvollmacht klar getrennt sind, wird ihm nichts anderes übrig bleiben, als Organisationsformen einzuführen, wie sie in der RKK und der EKD längst vorhanden sind!

Und damit bekommt er dann endlich auch demokratische Strukturen in seine Organisationen:

 

Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung entscheiden über die Einstellung von geistlichem Personal, und darüber, wer die Gemeinde im übergeordneten Gremium vertritt. – Diese Vertreter entscheiden dann für Dekanatsebene und ordnen die Vertreter für die Bistumsebene ab.

Der Bischof (in der NAK also der Apostel) wird dann aus dem regionalen geistlichen Personal gewählt oder wie in der katholischen Kirche aus drei vom Papst vorgeschlagenen Geistlichen.

Wem dann die geistliche Leitung eines Erzbistums (bzw., im Fall der NAK, einer Gebietskirche) übertragen wird, wer also die Gläubigen im jeweils höchsten Gremium (BAV oder Vatikan) vertritt, entscheiden also letztlich die Kirchenmitglieder:

Vox populi vox dei!

 

Der enge Bezug auf das Evangelium ist Teil Ihrer geistlichen Autorität als Kirchenleiter. Sie sind als Stammapostel aber auch oberster Repräsentant Ihrer Kirche.

 

Eine der Aufgaben des Stammapostels ist es, die Kirchenordnung festzulegen und folglich Struktur und Organisation der Kirche den heutigen Bedürfnissen anzupassen.

 

Absoluter Quatsch! – Den engen Bezug auf das Evangelium sollen diese Scharlatane doch gefälligst einmal hieb- und stichfest nachweisen!

 

Die Speziallehren des Neuapostolizismus und das NAK-Apostolat sind absolut und definitiv nicht biblisch begründbar. - Aufmerksame Leser unserer Seite wissen das aus vielen Beiträgen.

 

Und dazu haben Sie konkrete Vorstellungen?

 

In unserer heutigen Welt ist es nicht mehr denkbar, dass eine weltweite Kirche wie unsere durch einen einzigen, auf sich allein gestellten Mann geleitet wird. Entscheidungen müssen viel eher kollegial getroffen werden. Es ist mir, wie bereits meinen Vorgängern auch, ein wichtiges Anliegen, die Bezirksapostelversammlung zu einem echten Leitungsorgan der Kirche zu formen. Jeder Teilnehmer muss frei reden und zur Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung beitragen können. Wir haben da schon viel erreicht, und ich bin sehr zufrieden.

 

So viel also zum Thema der Heilige Geist ist der Lenkende und Leitende

 

Das klingt noch nach einem „aber“ …

 

Selbstverständlich benötigt eine kollegiale Leitung gewisse Regeln. Etwa die Anzahl der Bezirksapostel. Mit einem Gremium von 50 Bezirksaposteln lässt sich Kirche nicht leiten. Wenn die Bezirksapostel voll und ganz in die Leitung der Kirche involviert sein sollen, darf ihre Anzahl nicht zu groß sein. Deshalb haben wir zum Beispiel in Europa damit begonnen, die Zahl der Bezirksapostel zu reduzieren. Parallel dazu haben wir eine Koordinationsgruppe und ein Finanzkomitee eingerichtet. Diese bestehen aus einigen Bezirksaposteln, die im Auftrag der Bezirksapostelversammlung handeln und den Stammapostel in seiner Arbeit unterstützen.

 

Naja… bei der Antwort bin ich in lautes Gelächter ausgebrochen! – Nach altbekannter Manier wird aus der Not eine Tugend gemacht, und ganz nebenher gewinnt natürlich auch die zentralistische Verwaltung, die nach wie vor widerrechtlich handelt (siehe GK-Verfassung).

 

Die faschistoide Struktur und die widerrechtliche Machtausübung des NAKI e.v. in die Gebietskirchen haben wir auf CANITIES-News ja bereit auf unserer Seite mit der Beschreibung „der“ neuapostolischen Kirche kritisiert…

Vgl. dazu vor allem den Beitrag „die Organisationsstruktur der Neuapostolischen Kirchen“ (- klick)

 

Gilt das nur für die internationale Leitungsebene?

 

Auch in den Gebietskirchen gibt es mittlerweile solche Ansätze. Im Lauf der vergangenen Jahre wurden Rolle und Entscheidungsbefugnis der Leitungs- und Kontrollorgane (Landesvorstand, Landesversammlung usw.) klar definiert und gegebenenfalls verstärkt. In manchen Gemeinden wurden Gemeindegremien eingesetzt und Gemeindemitglieder in die Organisation gewisser Gemeindeaktivitäten eingebunden.

 

Solche Lösungen werden sich wohl in Zukunft noch entwickeln und vermehren.

 

Über den Mumpitz brauchen wir kein Wort zu verlieren! – Dadurch, dass den Gebietskirchen die Leitungsfunktionäre von außen oktroyiert werden, und durch die patriarchalhierarchische Führungsstruktur der NAKn sind die Leitungs- und Kontrollorgane (Landesvorstand und Landesversammlung)  ungefähr so entscheidungsbefugt wie die Reichstagsabgeordneten im Dritten Reich…

 

Viele Fragen, noch mehr Antworten. Dennoch bleibt auch im Interview einiges offen. Klar, immerhin geht es um die Zukunft. Die spannendsten und wichtigsten Aussagen fasst nac.today am kommenden Samstag zusammen und zeigt die Schwerpunkte auf.

 

So, so! - Wir können's vor lauter Spannung schon gar nicht mehr erwarten, in den Genuss der erhellenden Erläuterungen des Halleschen Scharlatans zu kommen!

01.06.2018 - 08:47 Uhr (fcs)

Mich freuen, weil ich selbst es will?!

Aber wollen muss man erst einmal können!

Bild: Lass' Du mich stille werden – 2. Strophe: „Bring alles eigne Wollen in mir zur Ruh, und meines Lebens Fragen entscheide Du“ // Als NAK-Video: (- klick)ins Bild

Niemand erwartet von einem auf der Brennsupp'n dahergeschwommenen Versicherungsfuzzie, dass er das Talent hat, theologische, philosophische und/oder psychologische Abhandlungen zu schreiben. Immerhin erfordert jedes einzelne dieser Fächer ein jahrelanges Hochschulstudium.

 

Folgerichtig käme niemand, der die Aufgabe hat, derartige Texte zu veröffentlichen, auf die Idee, ausgerechnet Oliver Rütten als Autor heranzuziehen. - Zumindest niemand, der eine adäquate Ausbildung hat...

 

Dass nun der sich im Besitz des Apostelvereins NAKI e.V., Zürich, befindliche Verlag Friedrich Bischoff, Neu Isenburg, Oliver Rütten mit der Aufgabe betraut, theologische, philosophische und/oder psychologische Abhandlungen zu schreiben, beweist, dass die Verlagsleitung eben auch keine adäquate Ausbildung durchlaufen hat, oder dass es ihr völlig egal ist, welche Qualität diese Arbeiten haben.

 

Was nämlich bei dieser Konstellation herauskommt, erkennt man tatsächlich an der Qualität der Verlags-Veröffentlichungen! Man sieht es einmal mehr am gestern veröffentlichten Beitrag auf „nac.today – DEM Fakenews-Magazin der Neuapostolischen Kirche International”...

 

Unter http://nac.today/de/158033/581712 pupst der bisher ohnehin nicht durch überbordende Geistesleistungen hervorgetretene Laienprediger Oliver Rütten einen Wust von Blödheiten (anders kann man es leider nicht ausdrücken) in die Welt:

 

(Zitat) „[...] Von Gott seit jeher geliebt und angenommen zu sein, ist Grund zur Freude im Hier und Jetzt. [...] – das ist kein Privileg, kein Vorzug gegenüber anderen Menschen, denn Gott liebt alle. Der eine erkennt diese Liebe bereits im Leben, der andere nach seinem Lebensende oder im verheißenen Friedensreich. [...]“ (Zitatende)

Quelle: siehe Link oben im Text...

 

Was schreibt der Typ da? Ganz abgesehen davon, dass es einen Gott, den es gibt, nicht gibt, müsste Rütten, wenn er glaubwürdig sein will, erst einmal nachweisen, dass Gott tatsächlich jeden Menschen seit jeher liebt.

Allerdings widerspricht das der NAK-Lehre. Unter dem Stichwort „Erwählung“ [Kapitel 4.5 (- klick)] führt der NA-Katechismus eindeutig aus, dass nicht alle Menschen erwählt sind...

 

Nun ist aber jede Erwählung gleichzeitig eine Verwerfung, und die kann schwerlich als Akt der Liebe bezeichnet werden!

Folgerichtig ist auch das Alte Testament voll von Erzählungen darüber, wie liebevoll der angeblich existierende Gott mit den von ihm verworfenen Menschen umgeht!

 

Der Hammer: Rütten behauptet tatsächlich, dass derjenige, der Gottes Liebe nicht bereits im Leben kennengelernt hat (das betrifft eigentlich alle Menschen, die nicht seit dem Kleinkindalter indoktriniert oder später einer Gehirnwäsche unterzogen wurden), dies nach ihrem Lebensende oder spätestens im verheißenen Friedensreich erkennen werden...

 

WOHER WEISS DIESER SPINNER DAS???


War er eventuell schon einmal tot?

 

Eben... er zahlt mit ungedeckten Schecks und fordert dafür als Gegenleistung als Diener Gottes aktiv zu werden und bei allem Handeln  auf den „Dienstherrn“ ausgerichtet zu sein.

Immerhin: Die Frauen sind fein 'raus, Rütten zufolge ist deren Dienst wohl nicht gefordert...

 

Schließlich und endlich räumt der Schreiberling in NAK-Diensten dann ein, dass er und seinesgleichen im Grunde genommen lediglich auf eine durch Gottes Liebe gestaltete glänzende Zukunft hoffen (wobei ich denen nicht das abnehme) ...

„Wir bekennen unsere Hoffnung und freuen uns auf unsere Zukunft“ hat der oberste Sektenguru aller NAKn weltweit, der sog. Stammapostel Jean-Luc Schneider (übrigens auch bloß ein Laienprediger und eigentlich ein Betriebswirt), laut Rütten geäußert...

 

Klar... Wie der Lottospieler, der auf einen Millionengewinn hofft und sich schon im Vorfeld schier bepisst vor lauter Freude über den Geldregen...

 

Aber immerhin: Die Chance auf einen Millionengewinn im Lotto ist (anders als die auf Leistungen eines nicht vorhandenen Gottes) tatsächlich gegeben. Und die Hoffnung ist durch jede Woche neue Millionengewinner berechtigt.

Aber FREUEN kann man sich erst, wenn der Gewinnfall eingetreten ist. - Womit wir beim letzten Punkt angelangt wären...

 

Sich freuen, weil man sich freuen will...? [facepalm]

U N M Ö G L I C H !!

 

Wie gesagt, von einem wie Rütten kann man nicht erwarten, dass er fundierte psychologische Arbeiten veröffentlicht. - Man kann aber erwarten, dass er, bevor er so einen Dreck verzapft wie im aktuellen nac.today-Beitrag, in entsprechenden Facharbeiten nachschlägt, um sich über die Faktenlage zu informieren. Noch besser wäre es, mit einer Kapazität auf dem fraglichen Gebiet zu korrespondieren... - Zum Beispiel mit Prof. Dr. Alfried Längle vom Institut für Psychologie der Universität Klagenfurt.

Jedenfalls hätte Rütten lernen können, dass Freude eine primäre Emotion ist, die sich nicht spontan und willentlich herbeiführen lässt. - Jedenfalls nicht ohne vorherige Konditionierung (bzw. Selbstkonditionierung nach Bandura)!

 

Iwan Petrowitsch Pawlow lässt grüßen!

 

Eine vage Ahnung, dass das alles nicht so funktioniert wie sein Sektenguru sich das vorstellt, scheint Rütten allerdings gehabt zu haben:

 

(Zitat) „[...] ‚Du musst dich freuen!‘ als Befehl, Auftrag, Ansage funktioniert in den wenigsten Fällen. Zu unterschiedlich sind die jeweiligen Lebensverhältnisse und Empfindungen. ‚Jetzt muss ich mich aber freuen‘ kann aber die Erkenntnis des Einzelnen sein, wenn er sich über Ursachen für Freude in Gott und mit Gott bewusstwird. Dann wird es für ihn selbst zu einer Lebenseinstellung: ‚Freuen – weil ich es will.‘ [...]“ (Zitatende)

Quelle wie vor...

 

Aber nein! Zu kurz gesprungen, Rütten, viiiiel zu kurz! - Es funktioniert ausschließlich nach vorheriger Indoktrination...

 

Und noch eine kurze Anmerkung: Ihr NAK-Sektenprediger habt über Jahrzehnte Euren euch willig zu Schur und Schlachtung führen lassenden Schafe, die ihr erfolgreich im Lichtkegel des unheiligen NAK-Geistes verstrahlt habt, eingeredet, dass der eigene Wille "unter die Füße zu bekommen" sei...  - Auch noch in jüngeren Texten aus der nac.today-Redaktion wird das vermittelt.

 

Und mit Eurer Spezialwaffe, dem NAK-Liedgut, habt Ihr das dem Kirchenvolk ebenfalls eingetrichtert. Zwar habt Ihr die 2. Strophe aus dem Lied „Lass' Du mich stille werden“ [siehe Bild oben rechts] gestrichen, aber es zieht sich wie ein blutroter Faden durch Euer Liedgut und ist nach wie vor in unzähligen Predigten präsent:

 

NICHT MEIN, SONDERN DEIN WILLE GESCHEHE!

03.04.2018 - 15:55 Uhr (fcs)

Sie kennen keine Scham …

… und brüsten sich mit dem geistlichen Missbrauch von Kindern

Wenn ich diese drei Gesichter sehe, kann ich gar nicht soviel saufen, wie ich kotzen möchte! - Bildquelle: Screenshot der Seite https://www.bischoff-verlag.de/unternehmen/ansprechpartner - (- klick) ins Bild!

Die drei dort auf dem Bild rechts sind verantwortlich für einen Teil der NAK-Fakenews-Medien. Und zwar für nac.today und das quartalsweise erscheinende Schundblatt „Community“…

 

Klar, dass sie auf nac.today Werbung für community machen. Und bei dieser Werbung sind sie so schamlos, sich mit dem geistlichen Missbrauch an Kindern, den sie mit diesem Printmedium betreiben, zu brüsten!

Wegen des in diesem Printmedium betriebenen geistlichen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen ist also „Community“ das schmutzigere Fakenews-Medium.

 

Es hat allerdings einen Vorteil: Wollte man es den Machern in den Rachen stopfen, müsste man es nicht erst ausdrucken…

 

Einen solchen Text, für den diese drei üblen Zeitgenossen eigentlich an den Pranger geschnallt gehörten, haben sie ausschnittsweise auf nac.today zum Besten gegeben:

 

(Zitat) „[…] Spring doch!

 

Und, wie hat Jesus reagiert, als ihn der Teufel überreden wollte vom Tempel herunter zu springen und sich von Engeln auffangen zu lassen? Die Bibelgeschichte in der aktuellen Ausgabe erläutert die drei Versuchungen des Gottessohnes in der Wüste. Und sie zeigt auf, wie Jesus mit den Anfechtungen des Teufels umgegangen ist. […]“ (Zitatende)

Quelle: „nac.today – *D A S* Fakenews-Magazin der Neuapostolischen Kirche International” (http://nac.today/de/community/562577)

 

Wären die Astheimer, sowie Rother und Rütten anständige Menschen, hätten sie den Kindern zunächst einmal erklärt, dass sich diese Begebenheit niemals zugetragen hat, jedenfalls war niemand dabei war, der darüber berichten konnte. Erstaunlicherweise berichten auch lediglich zwei Evangelien darüber, und zwar die beiden, von denen man weiß, dass sie, soweit sie sich nicht auf Markus berufen können, durchaus Stories erfunden und  voneinander abgeschrieben haben…

 

Den Evangelien nach Matthäus und Lukas zufolge spielte sich das behauptete Geschehen unmittelbar nach der Taufe im Jordan ab (bei Lukas wird noch ein gefakeder Stammbaum eingeschoben), zu einem Zeitpunkt, als Jesus noch keine Jünger hatte. – Und übereinstimmend heißt es in beiden Evangelien, dass Jesus mutterseelenallein in der Wüste unterwegs war:

 

(Zitat) „[…] Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan. Und er wurde vom Geist in der Wüste umhergeführt vierzig Tage lang und von dem Teufel versucht. […]“ (Zitatende)

(vgl. Lukas 4, 1+2)

(Zitat) „[…] Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. […]“ (Zitatende)

(vgl. Matthäus 4, 1)

 

Woher wollen die beiden das gewusst haben? Wenn Jesus ihnen das erzählt hätte, wären die Texte als Herrenworte hervorgehoben worden… Aber in der Bibel findet sich nichts dergleichen. – Das mit der Versuchung in der Wüste ist also schlicht ein Märchen.

 

So! – Nun dürfen wir uns fragen, warum die drei üblen Zeitgenossen wehrlosen Kindern eine derartige Scheiße erzählen? Na, irgendeine Idee? Stichwort Überwinder??

 

Mir fällt jedenfalls wieder ein, was dieser Jesus angeblich über Menschen gesagt hat, die Kinder verführen:

Mühlstein um den Hals und im Marianengraben ersäufen!

14.01.2018

Ein geistiger Amoklauf ?

Bild(er): Aus glaubenden Kindern kann man mit den Mitteln der Indoktrination alles formen... auch überzeugte Kindersoldaten

Kein Scheiß: Beim Lesen des jüngsten nac.today-Beitrags habe ich mich ernsthaft gefragt, ob Oliver Rütten geistesgestört ist. – Und für mich habe ich die Frage so beantwortet, dass ich der Meinung bin, er sei ein Überzeugungstäter, der seinerseits ein Opfer der mentalen Zwangsüberzeugung der Neuapostoliken-Sekte geworden ist, und das ist noch das Beste, was ich ehrlich über ihn sagen kann.

Weniger nette Menschen würden vielleicht sagen, er sei ein gefährlicher Irrer…

 

Er merkt nicht einmal, dass der Dreck, den er verbreitet, genauso gut in einem nationalsozialistischen System verfasst worden sein könnte, wenn man nur die Begriffe austauscht:

  • streiche KNK und Bibel, setze „Mein Kampf“ –
  • streiche Gott (= StAp), setze „Führer“

„[…] Kein Mensch wird als überzeugter, selbstverantwortlicher Nationalsozialist geboren. Für das Vertrauen in den Führer und sein Handeln muss eine Grundlage geschaffen werden. Für den Glauben an den Führer braucht es Unterweisungen und Systemerfahrungen – das gilt für junge wie auch ältere Menschen. […]“

 

Die Methoden sind tupfengleich: Man nehme ein unschuldiges Kinderhirn, das außer dem Vertrauen in seine Eltern keinerlei Weltanschauung hat, keinerlei außerfamiliäre Erfahrungen und Wissen sammeln konnte und stopfe es voll mit irgendeiner Scheiße!

Ob es nun um nationalsozialistisches Gedankengut geht, um neuapostolisches oder um sonsteines: Das Kinderhirn wird die Ideen fraglos aufnehmen und als wahre Tatsachen abspeichern. Die Sicht des Kindes auf die Welt wird künftig stets durch eine ideologische Brille gefärbt und durch Scheuklappen eingeengt sein!

 

Wir haben es erst in dieser Woche schon einmal festgestellt [siehe hier: (- klick)]:

 

Wer so etwas mit einem kindlichen Gehirn macht, ist ein Verbrecher!

 

Ach - wie jetzt? Nicht nur Neuapostoliken und Nationalsozialisten tun so etwas? Andere Systeme tun das auch? Die Scientologen zum Beispiel?

Ja, stimmt… und was wird dadurch besser?!

 

Klar, Rütten ist so etwas wie ein Höcke des Neuapostolizismus, nur eben nicht so intelligent. Neo-Nationalsozialisten wie Höcke, Poggenburg & Co. hat es schon immer gegeben – ebenso Neo-Neuapostoliken wie Rütten, Schuldt & Co….

Hardcore-Gesinnungsgenossen und Ausreißer auch innerhalb ihres Systems. – Aber lediglich so lange, bis das System sich insgesamt radikalisiert… - Und ein Betätigungsfeld wie es den entsprechenden Hardcore-Gesinnungsgenossen durch die AfD geboten wird, wird den Hardcore-Neuapostoliken durch die spätestens unter dem Schnix gewandelte NAK geboten…

 

Man hätte schon früh erkennen können, dass etwas faul ist in den NAK-Landen. Man hätte mit einem wachsamen Auge, insbesondere auf die NRW-Neuapostoliken, sehen können, dass das System sich sozusagen radikalisiert – spätestens nach der Machtübergabe an Brinkmann, zu dessen Protegés Rütten gehörte.

 

Was ist dem vorhergegangen?

 

Die NAK-Jugend in der immer noch konservativen NAK-Ära unter Streckeisen und Urwyler war deutlich durch die „68er-Bewegung“ beeinflusst, verstärkt wurde das durch den in der Ära-Fehr propagierten „Laissez-faire-Stil“.

Man war der Ansicht, es sei sinnvoll, sich die Zügel aus der Hand kauen zu lassen. Eine Jugend, die nicht doktrinär erzogen ist, und nicht in dem Bewusstsein aufwächst, einer Sekte anzugehören, würde der Kirche eher die Treue halten. Wer sich nicht im Stillen schämt, zur Sekte der Neuapostoliken zu zählen, kein Kino besuchen zu dürfen, keine langen Haare und keinen Bart tragen zu dürfen, kann mit seiner Religionszugehörigkeit locker umgehen, und sie als etwas völlig normales ansehen. Zudem würde die Gesamtorganisation eher gesellschaftlich toleriert.

 

Fehr hat zum Teil Recht behalten! Allerdings hat die Tatsache, dass im Prinzip die gesamte Lehre der Beliebigkeit preisgegeben wurde dazu geführt, dass immer mehr Mitglieder gesagt haben: „Wenn’s doch eh beliebig ist, kann ich auch daheim bleiben!“ Deren Kinder hatten zum großen Teil kaum noch Kontakt zur örtlichen Gemeinde und zum Teil wussten sie nicht einmal, dass sie dieser religiösen Sondergemeinschaft angehört haben…

Das hat sich denn auch in Sonntagsschule, Religions- und Konfirmandenunterricht bemerkbar gemacht… Bea kann ein Lied davon singen: In ganz vielen Fällen haben sich weder die Kinder noch die Eltern haben in irgendeiner Weise wirklich unterweisen lassen…

 

In der Ära Leber begann sich das zu ändern… Die Zügel wurden wieder aufgenommen und es wurden erste leichte Zügelhilfen eingesetzt.

Dem am Viereck stehenden aufmerksamen Beobachter konnte das nicht entgehen: Gerade in der Kindererziehung wurde vermehrt auf konservative Manipulation gesetzt. – auf CANITIES-News haben wir insbesondere auf den Seiten „Manipulation und Missbrauch in der NAK“, „Die NAK und ihr Umgang mit der Wahrheit“ sowie „Kinder und Jugend in der NAK“ immer wieder davor gewarnt!
Ja, auch das ist wahr: Man hat sich deswegen gerne auch immer wieder über uns lustig gemacht.

 

Gleichzeitig wurde nach außen eine scheinbare ökumenische Öffnung betrieben, es entstand die unter dem Begriff „NAK-Wording“ bekannt gewordene Strategie sich trotz Beibehaltung der exklusivistischen Lehre als „pari inter pares“ der Kirche Christi zu verkaufen.

Krönung der Vernebelungstaktik war der im Dezember 2012 (also zum Ende der an Pfingsten 2013 endenden Amtszeit Lebers) herausgegebene NAK-Katechismus…

 

Dann kam Schneider und setzte – um ein weiteres Mal ein Bild aus der Reitersprache zu verwenden – konsequente Schenkelhilfen ein, um Versammlung in allen Gangarten zu erreichen…

Als wesentliches Merkmal der aktuellen Schneider’schen NAK-Politik kann die Trennung der NAK-Herde in Schafe und Böcke gelten. Er teilt die Mitglieder in die „Guten“, das sind die Hardcore-Neuapostoliken, die treu dem Herrn (geoffenbart im Apostelamt) folgen und den neu definierten Exklusivismus vertreten, und die Unguten, das sind die „Easy-Going-NAKies“ mit ihrer Idee einer Wohlfühlgemeinde…

 

So… und an die Hardcore-NAKies wendet sich Rütten mit seiner Aufforderung zum geistlichen Missbrauch an Kindern – denn genau um dieses Verbrechen, zu dem auch der NAK-Katechismus aufruft [siehe hier: (- klick)] geht es in seinem jüngsten nac.today-Dreck.

 

Und er geniert sich nicht einmal, diese seine Glaubensgeschwister und Gesinnungsgenossen zu belügen!

 

(Zitat) „[…] Der Auftrag von Gott an die Eltern: ‚Bereits im Alten Bund gebietet Gott, dass Eltern ihre Kinder über seine Taten und Ordnungen unterweisen; dies gehört zu einer verantwortungsbewussten Erziehung‘ […]“ (Zitatende)

[Quelle: „nac.today – *D A S* Fakenews-Magazin der Neuapostolischen Kirche International” (- klick)]         

 

schreibt er unter Berufung auf den Katechismus, und in dieser Indoktrinationsanweisung werden dann biblische Quellen genannt: Die Psalmen 78, 5-7 und 127,3 sowie aus dem 5. Buch Mose die Textstellen in Kap. 6, 6+7 und Kap. 11, 18+19

 

Wenn man diese Quellen nachschlägt, stellt man aber fest, dass Gott selbst dort überhaupt nicht zu Wort kommt (wie denn auch, es gibt ihn ja gar nicht), sondern dass lediglich irgendwelche Leute angeblich erzählen, was Gott scheinbar gesagt habe…

 

Die Psalmen…? - Lächerlich…! Genauso könnte Rütten irgendein aktuelleres Kirchenlied hernehmen und es als Beweis dafür zu verwenden, dass Gott dies oder jenes gesagt habe…

 

Das 5. Buch Mose? Warum nicht gleich das 6+7 Buch Mose? – Einmal ganz davon abgesehen, dass der in der Bibel überlieferte Mose nie existiert hat, es hat keinen Auszug aus Ägypten gegeben, keine Flucht durch das Rote Meer, keine 10 Gebote am Sinai… - alles Märchen, wie aufgeklärte Menschen heute wissen [vgl. dazu auch https://www.canities-news.de/christentum-allgemein/die-irrlehren-des-christentums/ und die dazu gehörenden Unterseiten]:

Das sog. Deuteronomium ist erst in nachexilischer Zeit im Zuge der Einführung des Jahwismus als monotheistische Religion (also ca. 650 Jahre vor Beginn der christlichen Zeitrechnung, bzw. ca. 350 Jahre nach der Regentschaft Davids) verfasst worden. Irgendwelche Leute haben im Deuteronomium geschrieben, dass irgendwelche anderen Leute irgendwann in grauer Vorzeit irgendwelche Regeln bekanntgegeben hätten, die ihnen angeblich von Gott eingesagt worden sind…

 

Wer so einen Schwachsinn glaubt, hat dann aber gefälligst auch zu glauben, dass ein Schafhirte und Kameltreiber namens Mohammed in einer Höhle auf dem Berg Hira in der Nähe von Mekka vom Erzengel Gabriel göttliche Offenbarungen empfangen habe…

Und wer Rüttens Forderung, Eltern müssten ihre Kinder neuapostolisch indoktrinieren, für legitim hält, muss eben auch die Forderung, Eltern müssten ihre Kinder salafistisch indoktrinieren, für legitim halten…

 

Keine Frage: Koran und Bibel sind als Märchenbücher durchaus gleichrangig. Vielleicht sollten die von Rütten angesprochenen Eltern ihre Kinder dann doch besser gleich im Geist der Grimm’schen Märchensammlung indoktrinieren?

Eben: Das wäre Schwachsinn! Aber genauso ein Schwachsinn wie Indoktrination im christlichen oder muslimischen Geist…

 

Meine Befürchtung – das gebe ich offen zu – ist aber, dass die von Rütten angesprochenen Hardcore-Neuapostolike-Eltern, genau das tun, was ihr Sektenguru, der sog. Stammapostel, durch Rütten von ihnen fordert:

Das mittlerweile unübersehbare Aussterben der NAK dadurch aufzuhalten, dass sie wieder einen eingeschworenen Haufen von totalitären Sektierern bilden, der als Keimzelle für einen Neuapostolizismus Schneiderscher Prägung dient.

 

Was die angesprochenen Eltern aber wissen sollten:


Treibende Kraft hinter dem Ganzen ist

im Grunde genommen der Götze Mammon!

 

Es ist der Mammon, dem sie ihre Kinder opfern, wenn sie
Rüttens aktueller Aufforderung
und Rothers Aufforderung vom 10.01.18 Folge leisten!

 

 

Weil's thematisch grad gut passt:

14.07.2013 – (fcs)

Und sie geiern DOCH nach dem Geld der Kleinsten!!!

 

Auf die wiederholten Hinweise von CANITIES-News bezüglich der auch Kindern gegenüber  gnadenlosen Opfer-Erpressungs-Strategie der Neuapostolischen Kirche, auf unseren Seiten insbesondere bei der NAK-Gebietskirche Nordrhein-Westfalen belegt, sind wir mehrfach der Lüge und der üblen Nachrede bezichtigt worden. Nicht zuletzt wurden uns auch durch den Rechtsvertreter dieser meiner Meinung nach faschistoiden Organisation – der schlimmsten innerhalb der Neuapostolischen Kirchen, wie ich meine – die Anwendung von Rechtsmitteln angedroht. Die Leser unserer früheren beepworld-Seite werden sich noch an den Vorgang erinnern.

 

Nun hat die NAK-NRW ihrerseits einen Beleg für die üblen Methoden geliefert, mit denen selbst höchste „Würden“träger  die Kinder zum Opfergehorsam indoktrinieren!

Der seinerzeitige Apostelvereinspräsident Leber beim Kindertag 2007 in Oberhausen

Am 12. Juli 2013 um, 09:18 Uhr hat Frank Schuldt, der Kriechensprecher der NAK-Gebietskirche NRW ein aufschlussreiches Schriftwerk im PDF-Format zum Download ins Internet gestellt: Eine Broschüre mit einer Gesamtschau über die 36 sogenannten Gottesdienste und 5 Trauerfeiern die der vormalige NAKI-Vereinspräsident, der als „Stammapostel“ betitelte promovierte Mathematiker und Laienprediger Dr. Wilhelm Leber, in Nordrhein-Westfalen gehalten hat:

 

Auf insgesamt 90 Seiten geht es ausschließlich um „Stammapostel Wilhelm Leber in Nordrhein-Westfalen“ (- klick). Zu verantworten hat das Pamphlet der Präsident der NAK-NRW, der Diplom-Ingenieur (Chemie) und Laienprediger Armin Brinkmann, Redakteur ist der bereits erwähnte Frank Schuldt mit Unterstützung einer gewissen Anke Nierstenhöfer (ob wenigstens letztere Ahnung von ihrem Job hat?). Und jetzt darf man spekulieren:

Die veröffentlichten Predigtauszüge haben ja wohl diese drei Personen ausgesucht… Ob das, was veröffentlicht wurde, aber tatsächlich die Kerngedanken, so, wie auch Leber sie aus der Gesamtpredigt herausgreifen würde, sind, oder ob nicht viel mehr diejenigen Gedanken Lebers, die dem Redaktionsteam am meisten zusagen, herausgegriffen wurden.

 

Ich unterstelle einmal, dass sich das Redaktionsteam in dem speziellen Fall, um den es hier geht, mit Leber über das Gewicht der ausgewählten Kerngedanken einig war – ich glaube nämlich nicht, dass einer dieser Leute einen besseren Charakter hat als die anderen. Es geht nämlich gegen Kinder:

Auf den Seiten 26/27 dieser PDF-Broschüre [diese beiden Seiten incl. Impressum sind am Ende des Beitrags als PDF zum Download vorhanden] steht ein Kurzbericht über den NAK-NRW-Kindertag vom 16.06.2007 in Oberhausen.

 

Im Textwort ging es um die Rufung der Jesus-Jünger Jakobus und Johannes gemäß  Matthäus 4, 21+22 (- klick). Und ausweislich der hier vorliegenden Broschüre predigte Leber dazu wie folgt:

 

(Zitat:) „Diese Szene kann man sehr kindgerecht schildern: Der Herr Jesus zog durchs Land und suchte Jünger. Die zwei Brüder Jakobus und Johannes fielen ihm auf, wie sie ihrem Handwerk nachgingen.
Der Herr Jesus hat keine langen Erklärungen abgegeben, sondern die beiden einfach gerufen. Die beiden haben nicht lange überlegt oder sich beraten, sondern haben alles liegen lassen und sind sogleich gekommen.

 

Wie schwer das ist, wissen Kinder aus dem täglichen Erleben. Da rufen Vater oder Mutter, aber man fühlt sich gestört bei dem, was man gerade tut. Gehorsam bedeutet, sofort zu reagieren! […]“

 

Clever gemacht und Bezug zum täglichen Leben hergestellt: Den Eltern gehorchen zu müssen, ist den Kindern nichts Neues, und sie wissen, wenn sie nicht spuren, gibt’s schon mal irgendwelchen Ärger.
Es leuchtet ein – wenn ein Erziehungsberechtigter ruft, hat man sofort zu reagieren. – Und das überträgt Leber dann wieder auf die Kirche:

 

„[…] Auch der Herr Jesus ruft. Wir hören den Ruf in unserem Herzen.

Er ruft uns:

  • in die Sonntagsschule, in den Unterricht oder in den Gottesdienst zu gehen
  • morgens und abends zu beten
  • zu opfern, wenn wir unser Taschengeld oder ein Geldgeschenk bekommen haben.

Es ist wichtig, dass man den Ruf Gottes immer hört und dann sogleich reagiert. Wir wollen das nicht auf die lange Bank schieben. […]“

 

Bei der Unverfrorenheit, mit der Leber den Kindern hier in die Tasche greift, kann einem schon einmal die Luft wegbleiben! Und damit das auch ja bei den Kindern verfängt, weist er auch noch einmal darauf hin, wie wichtig es ist, sofort zu reagieren. – Das damit Ärger vermieden wird, braucht Leber an dieser Stelle nicht noch einmal zu erwähnen.  – Stattdessen setzt er einen anderen Reiz!

 

Die Verknüpfung zwischen Opfer und Segen, von der sein Vorgänger Richard Fehr noch behauptet hat, dass sie nicht Bestandteil der neuapostolischen Lehre ist:

 

„[…] Wenn man so gehorsam ist, erlebt man auch den Segen Gottes. Das zeigen viele Beispiele in der Heiligen Schrift. […]“

Gimme all your money...

Dann folgt ein weiterer Hammer. So ein Kind könnte ja trotz der Mahnung, sofort zu reagieren, auf den Gedanken verfallen, in bestimmten Situationen könne man das Opfer zurückhalten, entsprechende Fälle kann sich jeder leicht ausdenken. Aber nicht mit Leber! Der führt ein derart schreckliches Beispiel an, wie ein Kind es sich normalerweise nicht denken kann:

 

„[…] Etwas Interessantes wird aus der Zeit des Propheten Elia berichtet. Damals gab es eine große Dürre und die Menschen hatten wenig zu essen. Auch Elia hatte Hunger. Gott schickte ihn zu einer Witwe (Witwe zu Zarpat), die ihn versorgen sollte. Die Witwe hatte jedoch nur noch wenig Mehl und Öl. Sie wollte daraus für sich und ihren Sohn eine Speise zubereiten und dann sterben.
Elia als der von Gott gesandte Prophet sagte: Gib das, was du bereiten willst, zunächst einmal mir. Hinterher kannst du für dich und deinen Sohn sorgen. Du wirst sehen, das Mehl und das Öl werden nicht ausgehen (vgl. 1. Könige 17,10-14).

 

Es war sicher nicht einfach, das zu tun, was der Prophet erwartete. Aber die Frau hat es im Glauben getan und siehe da - das Wort des Propheten erfüllte sich: Mehl und Öl gingen nicht aus. […]“

 

Welches Kind wird da noch sagen können, zu opfern sei nicht möglich gewesen, weil es z.B. dringend irgendwelchen Schulbedarf habe kaufen wollen? Und das wird gleich noch einmal verstärkt:

 

„[…] Wenn man dem Herrn gehorsam ist, gleich das tut, was gesagt wird – auch wenn es schwerfällt –, dann kann der Herr auch großartig segnen! […]“ (Zitatende)

 

Wie soll nun von dem nicht existierenden abrahamitischen Gott Segen kommen? – Man sollte doch denken, dass, da der Segen zwangsläufig ausbleiben muss, auch ein Kind irgendwann sagen würde „Ich lass‘ mich doch nicht veräppeln!“

 

Nun, die Kinder werden beständig gelehrt, alles Positive als göttlichen Segen zu interpretieren. So z.B. das Geldgeschenk der Großeltern (von dem dann natürlich auch wieder der Zehnte abgezweigt werden muss!) Wenn negative Erlebnisse zu zeigen scheinen, dass der Segen ausbleibt, dann muss sich das Kind wiederum fragen, was es falsch gemacht hat:

  • Nicht genug geopfert?
  • In der falschen Herzenseinstellung geopfert?

Möglicherweise handelt es sich aber auch um eine Prüfung der Geduld und Demut des Kindes!

 

Ja, die Lehre vom Opfer ist rundum abgesichert und die Kinder haben dem nichts entgegenzusetzen! Kein Zweifel erlaubt - und der wäre natürlich auch wieder ein Grund für ausbleibenden Segen!

 

Perfekt für die NAK… -

 

… - für die Kinder eine traumatische Knebelung
ihrer geistigen Entwicklung!

Kernaussagen der Kindertagspredigt in der Lesart der NAK-NRW
Stammapostel Leber in NRW - Kindertag.pd[...]
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26.02.2013 – (bt)

Hilflose Helfer

Warum der Verein zur Hilfe für von Missbrauch betroffene neuapostolische Christen scheitern wird

 

Seit 2004 bemüht sich LINDD - Licht nach dem Dunkel e.V., ein gemeinnütziger Verein, Hilfe für neuapostolische Christen und andere Betroffene von sexueller, seelischer und körperlicher Gewalt zu bieten. - Meiner persönlichen Meinung nach mit, wenn überhaupt, eher mäßigem Erfolg. - Und das war auch nicht anders zu erwarten, da die Funktionsträger des Vereins angepasst innerhalb des faschistoiden "Systems NAK" operieren.

Aus diesem Grund rechnen CANITIES auch für die jüngste Aktion von LINDD e.V. nicht mit einem wirklichen Erfolg...

Zu dieser jüngsten Aktion des Vereins schreibt dessen Vorsitzender Rainer Ballnus, den Verein habe seit geraumer Zeit zum Thema „sexuelle Gewalt an Kindern“ die Frage bewegt, wie die Gemeinden sicherer gemacht werden könnten. Für diese Frage hätte es zwei gewichtige Gründe gegeben:

  • Der Verein werde von besorgten Eltern und Funktionären nach Präventionsmöglichkeiten gefragt
  • Man beobachte seit dem Aufdecken der sexuellen Gewalt an Kindern in anderen Einrichtungen dort die jeweiligen Aktivitäten zum Thema Prävention

 

Außerdem sei man auch selbst „von innen heraus motiviert“ einen Beitrag zur Prävention zu leisten.

Deshalb habe man ein Konzept entwickelt und [jetzt kommt der absolute Hammer, der letztlich beweist, dass die Aktivisten obrigkeitshörig sind und deshalb zum Scheitern verurteilt sein werden]

(Zitat) „[…] dem Stammapostel mit der Bitte um Prüfung bzw. Weiterleitung an den designierten Stammapostel-Nachfolger übersandt. […]“ (Zitatende)

 

Wenn der LINDD e.V. ein Konzept zum Thema „Wie können wir unsere Gemeinden sicherer machen?“ erarbeitet und es dann der NAK-Führung zur Prüfung vorlegt, wird das Hauptproblem, der Grund für ein vermutliches Scheitern der positiven Bemühungen, genau in dieser Aktion bereits deutlich, soll aber in der nachfolgenden Betrachtung und Analyse noch genauer dargestellt werden.

 

Werfen wir einen Blick in das auf der website von LINDD im Menü unter „Fachliches“ abrufbare Konzept „Wie kann unsere Kirche sicherer gemacht werden?“. Dort heißt es unter 2.b.:

 

(Zitat) „b. Führungsstruktur

 

Es gibt Erfahrungen, dass bestimmte Führungsstrukturen mit dazu beitragen, das Risiko einer sexuellen Gewalttat an Kindern zu erhöhen. Wir benennen eine, von der wir glauben, dass sie auch in unserer Kirche anzutreffen sein kann:

 

Eine autoritäre Führung, die u. a. unbedingte Gehorsamspflicht einfordert, die bei Nichtbeachtung vor allem den Zorn Gottes nach sich zieht.“ (Zitatende)

 

(man beachte hier schon die vorsichtige Formulierung: „auch in unserer Kirche anzutreffen sein kann) - Immerhin... Gefahr erkannt – aber dann ganz schnell die Augen wieder zu, denn dann heißt es weiter:

 

(Zitat) „Klare und nachvollziehbare Führungsstrukturen mit optimaler Beteiligung aller Mitwirkenden bilden zum einen eine gute Grundlage, verantwortlich mit Macht umzugehen und zum anderen kann dadurch ein Umfeld geschaffen werden, das sexuelle Gewalt verhindern hilft bzw. rechtzeitig erkennen lässt.“ (Zitatende)

 

Jetzt wird also plötzlich so getan, als handele es sich ganz normale, menschlich organisierte und demokratisch prüf – und modifizierbare Führungsstrukturen!

Aber jede/r der/die innerhalb des NAK-Systems lebt oder gelebt hat und mit der NAK-Lehre vertraut ist, kennt den fundamentalen Unterschied dieses Systems gegenüber anderen gesellschaftlichen, also „weltlichen“ Systemen!

 

Auch hier wieder: Dem Verfasser ist die zugrundeliegende Problematik nicht völlig unbekannt, aber die entsprechenden Folgen dürfen nicht konsequent ausgesprochen werden! Im Text heißt es:

 

(Zitat) „Das Thema „Gehorsam-Ungehorsam-Gehorsamspflicht“ wird nicht zuletzt durch biblische Hintergründe auch heute noch streng beachtet.

  • Auch die Vergebungs-Haltung wird derzeit immer noch eingefordert, ohne auf ganz spezifische Situationen einzugehen.
  • Nicht zuletzt ist die Amtsautorität, verbunden mit dem Amtsauftrag und der Vorbildfunktion zu benennen.“ (Zitatende)


Nirgendwo wird einmal ganz klar ausgesprochen, dass das gesamte NAK-System mit allen Strukturen und Abläufen auf der unverzichtbaren Prämisse aufgebaut ist, die da lautet:

 

Die NAK ist das von Gott errichtete Erlösungswerk und Gott selbst ist es, der Amtsträger erwählt und durch entsprechende Hinweise und Zeichen dafür sorgt, dass die entsprechenden Amtseinsetzungen erfolgen!

Gott macht bei dieser Auswahl keine Fehler und wenn ein Amtsträger nicht mehr sein Amt ausüben soll, wird Gott auch selbst dafür sorgen.

 

Weiter ist dieser Glaube auch noch mit einer viel umfassenderen Prädestinationsvorstellung verknüpft: „Alles, was uns widerfährt, ist von Gott zugelassen – wir nehmen es als Aufgabe, Prüfung oder auferlegtes Kreuz gläubig an und legen unsere Bitte um Hilfe ins Gebet!“ Was wir gelernt haben nicht zu tun: „Dem lieben Gott aus der Schule laufen, das Kreuz abwerfen, auf unsere eigenen Kräfte vertrauen!“

 

Schließlich wurde ganz folgerichtig auch gelehrt, dass selbst Irrtümer und Fehlverhalten von Amtsträgern nie zum Schaden der Anvertrauten führen würden, dafür würde Gott persönlich in jedem Einzelfall sorgen, so wie ja auch kein „Haar von unserem Haupte und kein Spatz vom Himmel fiele“ ohne Gottes Zulassung.

 

Wenn wir diese unendlich oft wiederholten (nach NAK-Lehre vom heiligen Geist am Altar erweckten!) Sätze lesen und in den Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch stellen, muss eigentlich jedem deren Unhaltbarkeit einleuchten, wenn wir ernsthaften Opfer Schutz erreichen wollen!

 

Aber hier liegt nun auch die crux des ganzen Vorhabens:

 

für den Bereich Missbrauchs-Prävention und Opfer-Schutz möchte man gerne aus diesem Glaubens-System aussteigen und fordert:

(Zitat) „[...]

  • Schaffen einer Kritik- und Rückmeldungskultur, in der es untereinander und in jeder Amtsstufe „erlaubt“ sein muss, Auffälligkeiten, diffuse Wahrnehmungen, irgendwelche „Bauchgefühle“ vorbehaltlos und angstfrei anzusprechen – mit für jedermann erkennbaren Willen einer umfassenden Lösungssuche;
  • Kooperatives Führen heißt, Verantwortung zu delegieren, aber auch Kontrollmechanismen zu installieren, [...]“ (Zitatende)

Das aber ist ein zum Scheitern verurteilter Versuch der „Quadratur des Kreises“: Ein reinschwarzes Ding kann nicht gleichzeitig weiß sein, innerhalb des NAK-Systems kann man nicht gleichzeitig nach vorbehaltloser Offenheit, kritischer Beobachtung und Kontrolle verlangen und gleichzeitig die Funktionsträger auf dem Sockel ihrer von Gott selbst vorgenommenen Erwählung als Boten und Gesandte Gottes festhalten!

 

Wenn wir in dieser Sache konsequent die Fehlbarkeit von Amtsträgern (auch für Beauftragte in den verschiedenen Bereichen wird übrigens davon ausgegangen, dass sie gottgewollt an ihrem Platz stehen, eben wie die besagten Haare auf unserem Kopf…) fordern wollten, dann können wir nicht für die anderen „Systemteile“ an deren Unantastbarkeit festhalten!

 

Da ist einfach kein logischer Kompromiss möglich und darum kommt es ja auch zu der so paradox anmutenden Situation, dass ein solches Konzept wie das hier vorliegende den oberen Funktionsträgern zur Absegnung vorgelegt wird!

 

Diese „Absegnung“ könnte sogar erfolgen, denn:

 

an entscheidenden Stellen wird entweder unscharf formuliert oder die auf der Hand liegenden Konsequenzen werden gar nicht ausgesprochen, und so können die Funktionäre mit Recht darauf vertrauen, dass die jahrzehntelang internalisierten Glaubenssätze über die göttliche Führung durch die Amtsträger erhalten bleiben und in den alten stabilen Strukturen nur eine Pseudo-Auseinandersetzung und deshalb auch nur ein Pseudo-Opferschutz stattfindet, trotz bester Absichten der Initiatoren!

 

Aber was sollen die Initiatoren von LINDD e.V. tun? Schließlich sind sie selber innerlich zutiefst in das Glaubenssystem NAK eingebunden – sie fordern zwar ganz richtig Entmythisierung“

(Zitat) „Sichere Gemeinden in unserer Kirche zu schaffen, bedeutet auch, sich von gefährlichen Mythen zu verabschieden, denn sie tragen eher zu einer Verharmlosung und einer Vernachlässigung der Achtsamkeit gegenüber unseren Kindern bei“ (Zitatende),

wagen dann aber nicht, den grundlegenden Mythos anzutasten: Den Glauben an die göttliche Erwählung der Funktionäre und die allgegenwärtige göttliche Lenkung im „Werk des Herrn“!

Ein Indoktrinator par excellence: Der designierte sog. Stammapostel der NAK, Jean-Luc Schneider

In der NAK werden immer noch, und gerade auch von dem zukünftigen StAp Jean-Luc Schneider, bedingungsloser Glaubensgehorsam, kritikloses Ja-Sagen und uneingeschränkte Opfertreue gefordert:

 

(Zitat) Ich kenne auch viele Geschwister, die jahrelang treu geblieben sind, die „Ja“ gesagt haben und die diesem „Ja“ treu geblieben sind und im Lauf der Jahre wurden sie reich gesegnet. Und nun kommt Gott wieder und will ihnen scheinbar einen Teil dieses Segens wegnehmen und er versetzt sie in Prüfungen, in Krankheiten, in Schwierigkeiten und dann versteht man nichts mehr und sagt: Warum, Herr, warum denn das für mich, warum muss ich das erleben? Der Herr verlangt von dir jetzt das zweite „Ja“, das „Ja“ der Beharrlichkeit!“ (Zitatende)

 

So Jean-Luc Schneider in seiner Predigt in Ostermundigen, in der Gemeinde, in der auch der unsägliche „Notfall Zettel“ Opfer dazu auffordert, die Schuld bei sich selber zu suchen, zu schweigen und zu vergeben.

 

In demselben Gottesdienst verlangt Schneider  auch das Festhalten und Nachahmen einer der wohl übelsten Opfer Geschichten des Alten Testamentes: Gott verlangt von Abraham, seinen eigenen Sohn zu opfern und das soll uns ein Vorbild sein für Glaubensgehorsam und Nachfolge!

 

Wie bitteschön soll eine solche Haltung dazu führen, dass wir Eltern wie Löwen bereit sind, unsere Kinder zu verteidigen? Nicht nur gegen sexuellen, sondern auch gegen geistlichen Missbrauch?

Dann nämlich müssten wir auch bereit sein, sie gegen weite Teile der restriktiven, angstmachenden NAK-Lehre zu verteidigen!!!

 

Und das kann innerhalb des Systems NAK nicht gewünscht sein, denn es käme, wie ich zu zeigen versucht habe, einer Selbst-Demontage gleich!

 

Deshalb bleibt das so gut gemeinte Konzept von LINDD e.V. ein ängstlicher, halbherziger Versuch, die Kinder zu schützen, deshalb gibt es Hilfe, die zu 100% und ohne Ausweichen auf der Seite der Opfer steht, nur außerhalb der NAK!

 

Oder anders ausgedrückt: Wer sich ohne Vorbehalte gegen körperlichen und geistlichen Missbrauch einsetzt, - der steht unversehens, quasi automatisch, außerhalb des NAK-Systems, weil in dem Moment bereits deren grundsätzliche Prämissen negiert werden.

 

Und da ist das System wie immer unerbittlich: Kritiker und Reformer, die mehr wollen als unbedeutende Äußerlichkeiten zu verändern, müssen gehen.

 

Sollte die NAK-Führung dieses Konzept absegnen, heißt das nur, dass sie sicher ist, dass es zumindest in naher Zukunft zu keinen entscheidenden Änderungen führen wird!

21.02.2013 – (bt)

Leiden, leiden und kein Ende …

Wie die Neuapostolische Kirche die jesuanische Lehre pervertiert

Leiden, leiden, leiden…  – das sind keine ollen Kamellen, liebe Neuapostolische Jugend! Das ist immer noch hochaktuell! Und einen entsprechenden Liedbeitrag gibt es auch im NEUEN(!) Gemeindegesangbuch. Das textliche Machwerk stammt von dem sogenannten Apostel Keck [Bild re.]  und findet sich paradoxer Weise zum Thema „Glaube – Vertrauen – Trost“ unter der Nr. 209 auf Seite 312:

 

Gottes Wege, sie sind richtig

 

1. Gottes Wege, sie sind richtig

Menschlich Denken ist oft nichtig,

sein Gedanken liebend groß.

Zeitlich nur sind ird´sche Leiden,

helfen uns zu ew´gen Freuden,

machen von der Weltlust los.

 

2. Soll sich Frucht der Rebe mehren,

darf dem Schneiden man nicht wehren,

Läutrung macht das Gold erst rein;

Hitze bringt das Korn zum Reifen;

Edelsteine muss man schleifen,

dass sie strahlen hell und fein.

 

3.Trübsal macht das Herze beben,

aber auch den Herrn erleben,

bringt Erfahrung seiner Huld,

lässet hoffend auf ihn schauen,

stets auf seine Hilfe bauen,

Früchte tragen der Geduld!

 

(Melodie: http://www.nak-gesangbuch.de/ngb/ngb147.mp3)

Unser Freund Detlef Streich schreibt dazu auf seiner website:

 

(Zitat) „[…] Die Geschichte der NAK ist eine Geschichte der Unterdrückung und des psychischen Missbrauchs mit zahllosen Einzelopfern und über Generationen geschädigter Familien. Niemand ‚muss‘ hier vergeben ‚müssen‘! Auch  ist dabei unbedeutend, ob das missbräuchliche Verhalten länger oder kürzer her ist: Schweigt nicht, wenn ihr darum wisst! Klärt auf und gebt der Erinnerung Raum, zum Schutz der kommenden Generationen eurer Enkel und Urenkel!  Die Religionsfreiheit als hoch zu schätzendes Gut ist kein Deckmantel für systematische, psychische Unterdrückung oder stillschweigende Erduldung körperlichen und geistlichen Missbrauchs durch ein System, für dessen Existenz aber die indoktrinierte Unterordnung und das damit verbundene Schweigen die konstitutive Voraussetzungen sind. Wie drückte Rupert Lay das drastisch aus: ‚Systemagenten‘, und dazu gehören der Stammapostel und alle leitenden Funktionäre der NAK, ‚sind alle Faschisten‘, denn sie setzen den Schutz des Systems vor die Bedürfnisse der  Menschen und gehen dabei sinngemäß über Leichen.  Vielleicht haben gerade wir als Deutsche da eine historisch bedingte, ganz besondere Verantwortung, der wir nachkommen sollten. […]“ (Zitatende)

 

Quelle: http://nak-aussteiger2010.beepworld.de/geistlicher-missbrauch.htm

 

Gerade zu dem Thema „Leidensverherrlichung“ wie in obigem Liedtext schrieb ich heute Morgen an anderer Stelle:

„Warum zum Donnerwetter wurde eigentlich nicht öffentlich am Altar um Krankheit, Armut und frühen Tod gebetet???“

 

Seltsam, dass Opfertreue gepredigt wurde, um sichtbaren irdischen Segen Gottes zu erlangen - aber wenn' s einem dreckig ging konnten die lieben Brüder sich aussuchen, ob sie dem geplagten Geschwist die mahnende Frage stellten ob es auch treu im Opfern war, oder damit trösten, dass  Gott die am härtesten prüft, die er am meisten liebt!!!

 

Ja, man hat uns wirklich alles weismachen können unter der Prämisse, dass Apostelwort =  Gotteswort ist! Und heute gilt für die Folgegenerationen immer noch das selbe…

 

Diese elende Leidensverherrlichung zementiert nicht nur das Leiden des einzelnen (es heißt, man soll sein Kreuz nicht wegwerfen, dem lieben Gott nicht aus der Schule laufen ...), sondern auch das Leiden an sich, seine Ursachen, seine gesellschaftlichen Bedingungen!


Der seinerzeitige sog. "Stammapostel" der NAK beim NRW-Jugendtag am 22.05.1977 in der Westfalenhalle, Dortmund

Wir erinnern uns an den Jugendtag am 22. Mai 1977 in der Westfalenhalle in Dortmund, an den sogenannten Stammapostel Ernst Streckeisen und seine Mahnung:

 

„[…] Ziehet nicht am fremden Joch! - Die Neuapostolische Jugend ist nicht dazu da, an dem in den Dreck gefahrenen Karren der Welt zu ziehen! […]“

 

Ein Schelm, wer folgende bösen Gedanken dazu hat: Die Jugend soll Zeit, Energie und Geld in die NAK investieren! - Die NAK ist ein Moloch, der alles für sich beansprucht: Die körperlichen, seelischen und materiellen Kräfte seiner Mitglieder!

 

Wo kämen wir denn auch hin, wenn die sich plötzlich gesellschaftlich und politisch engagieren würden???

 

Seine Zeit in soziale Projekte einbringen? Sich für gerechte Verteilung der materiellen Güter dieser Erde einsetzen? Für Gleichbehandlung von Frauen in unserer Gesellschaft? Gegen Gewalt und Missbrauch?

 

Wozu protestieren? – Es gilt doch nach dem neuapostolischen Lehrverständnis

  • Erstens: Unsere Trübsal ist zeitlich und leicht und führt uns in die ewige Herrlichkeit!
  • Und zweitens: Alles geht nach Gottes Willen der Vollendung entgegen und die Verhältnisse auf Erden müssen sich hin zu einer großen Trübsal entwickeln, aus der dann die privilegierten Gotteskinder gerettet werden!

 

Wer also die Verhältnisse hier zum Positiven verändern will, wäre dann möglicherweise schuld, wenn der Herr noch nicht kommen kann!!!

 

Und für das private Leid gilt weiterhin, dass Gott es zugelassen hat, damit wir würdig werden - also beten die Missbrauchten Kinder für ihre Missbraucher und vergeben ihnen, die geschlagenen Frauen laufen nicht davon und zeigen die Täter nicht an, werden nur treuer im Opfern und Dienen!

Falls jemand an die jesuanische Lehre glaubt: Die wird völlig pervertiert! Hungernden, Kranken und Leidenden wird nicht geholfen, sondern sie werden getäuscht und VER-tröstet!

 

Das Höchstmaß der Übelkeit lösen dann die Gedanken aus, die  besonders auf der NAK-eigenen Sozialplattform nacworld.net immer wieder einmal zu lesen sind:

... Dass es doch für die vielen hungernden Kinder auf der Welt so gnädig ist, wenn Gott sie schnell sterben lässt, damit sie dann in der Ewigkeit im nächsten Entschlafenen-Gottesdienst hinzugefügt werden können zum Volk des Herrn!

 

Pfui Teufel!!!

31.10.2012 - (bt)

Motivationstraining für Bezirksämter

Oder: Was tun, wenn der Heilige Geist es nicht mehr richtet?

Die vom Finanzskandal gebeutelten Bezirksämter in NRW haben sich ein ganzes Wochenende für ihren seelischen Wiederaufbau gegönnt! Und sogar die Frauen durften dabei sein, schließlich war Wohlfühlen angesagt.

 

Bezirksapostel Armin Brinkmann eröffnete das Bezirksämter-Wochenende mit dem Hinweis, es gehe  um freudige und positive Themen und sein Ziel sei für die nächsten Monate und Jahre(?), nach den Strukturveränderungen der letzten Monate und Jahre wieder stärker eine freudige Grundstimmung zu vermitteln.

Siehe Bild rechts:

http://www.nak-nrw.de/aktuelles/berichte/121029_wochenende-fuer-bezirksaemter-2012/

 

Die schlichte Freude, ein Gotteskind zu sein, allein, reicht da anscheinend aber nicht mehr aus, und so musste ein richtiger Motivationstrainer herbei! Torsten Will, der auf seiner Homepage fragt: Wollen auch Sie ganz nach oben?“ und dann sich selbst empfiehlt:

Profitieren Sie von dem Erfolgstrainer, der SELBST Millionenumsätze macht: Torsten Will.

 

Donnerwetter – früher sollte die Kraft des Heiligen Geistes reichen und die Überwindungskräfte sollten genutzt werden, um Trägheit, Unlust, Eigennutz zu überwinden und sich freudig in den Dienst des Werkes Gottes zu stellen und ein Tagwerk für den Heiland zu verrichten. Es war geradezu ein Zeichen der Seelenreife, treu in der Arbeit und im Dienen auszuharren… Und jetzt, kurz vor dem Tag des Herrn muss auf die letzten Meter ein Motivationstrainer her? Auf Bezirksämterebene? Vielleicht besteht in NRW besonderer Bedarf wegen des Millionen(verlust)frustes? Hat die erst kürzlich verlautbarte Ermahnung des Stammapostels, auch eine schlechte Chorprobe oder eine langweilige Jugendstunde müsse dennoch zur Freude führen, nicht gefruchtet?

 

Torsten Will ist ja nicht nur geschäftstüchtiger Erfolgstrainer, sondern auch Diakon der NAK und vielleicht ist seine Frage: „Wollen auch Sie ganz nach oben?“ im Sinne von „Vorwärts, aufwärts, himmelan!“ zu verstehen? - Dann würde es ja wieder passen für ein Motivations-Wochenende für Bezirksämter… aber was ich da gefunden habe [Bild ], klingt nicht wirklich neuapostolisch:

(Zitat) „Verändern Sie Frust in Lust und werden Sie zu einer 24 Stunden Persönlichkeit voller Glück und Erfolg. Messbare Unterschiede in vernünftiger Zeit verspreche ich Ihnen schon heute auf dem Weg zu Ihren Zielen.“ Torsten Will elektrisiert und zeigt Ihnen eindrucksvoll wie Sie aus Frustration Faszination machen. Selbstmotivation als Schlüssel für beeindruckende Kommunikation, anhaltende Begeisterung und maximale Hebelwirkung für Glück und Erfolg." (Zitatende)

 

Quelle: http://www.amiando.com/eventResources/F/a/Nj9rfjAGnCMugk/UE_Flyer_A4_4S_2.pdf (Seite 2/4)

 

Hört sich nicht ganz so an wie: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit“, oder nach dem Sammeln von „Schätzen, die weder Motten noch Rost fressen“ oder?

 

Und mit der Prädestinationslehre der NAK kann er ja auch nicht einig sein, wenn er schreibt: (Zitat) „[...] Wie ist das aber mit dem Glück? Meine Überzeugung: Jeder kann Glück haben, denn Glück ist machbar, es liegt an jedem selbst. [...]“ (Zitatende)

 

Wer 1 Minute und 59 Sekunden Zeit hat, der kann Thorsten Will hier

http://www.torstenwill.com/index.php?seitenID=5984&menueID=607

selber hören – und wird dann doch noch eine schöne Gemeinsamkeit mit Stammapostel Leber finden, in den letzten Worten, die da lauten: „machen und tun, nicht grübeln und drüber nachdenken - machen und tun!“ und dann kippt ihm vor Begeisterung so ein bisschen die Stimme und er klingt so, wie auch Leber manchmal klingt, wenn er den Anvertrauten etwas so richtig begeistert ans Herz legen will.


Zurück zur Versammlung der Bezirksämter und dem 90-minütigen Vortrag Wills: Den anwesenden Amtsträgern rät er für ihren Umgang mit den Gläubigen, sie sollen positiver kommunizieren und Freude und Begeisterung in die Gemeinden tragen. Um die Gemeindemitglieder zu motivieren rät er, „mehr Applaus zu geben und mehr Dankbarkeit für alle Mithilfe zu zeigen.“ - Äh… gibt’s demnächst vielleicht so eine Art „Klatsch-Marsch“ der Amtsträger für Chor, Orchester, Putzgruppe und Lehrkräfte?

Vera Felicitas Birkenbihl - Deutsche Management- und Motivationstrainerin (* 26. April 1946 in München; † 3. Dezember 2011 in Osterholz-Scharmbeck)

Aber fairerweise muss gesagt werden, dass die Ratschläge, die Will auf seinen Seiten erteilt, z.b. seine „Top 10 der Regeln für ein glückreiches Leben“ nicht falsch sind, er selber kann sich ja als Beweis anführen, ist es ihm doch gelungen, ohne Berufsausbildung oder Studium in 19 Ländern ein „Strukturvertriebs-Unternehmensnetzwerk“ (Multi-Level-Marketing, wie z.B. Amway) mit Millionenumsätzen zu realisieren. Und was an Ratschlägen von ihm zu lesen ist, findet sich ganz genau so schon lange bei zahlreichen anderen Autoren der Fachbereiche Psychologie, Lebenshilfe Coaching. – Irgendwo muss er seine Weisheiten ja herhaben – man bezahlt dann wahrscheinlich letztlich für den inspirierenden Funken, der von ihm ausgeht…oder für den Glauben an selbigen.


Wer sich über diese Themen kostengünstiger informieren will, dem seien z.B. Bücher oder CD‘s von Robert Betz empfohlen oder von Vera F. Birkenbihl

http://www.birkenbihl-business.com/pages/vera-f-birkenbihl

Oder, wichtiges Thema bei T. Will, zu „Dankbarkeit“ die im Internet kostenlos abrufbaren Vorträge von David Steindl-Rast.

Dr. phil.habil. Reinhard Kiefer, Literaturwissenschaftler und theolog. Berater des NAK-Stammapostels

Weiter ging es für die versammelten Bezirksämter mit dem habilitierten Literaturwissenschaftler Dr. Reinhard Kiefer, dem theologischen Berater des Stammapostels, der im Nebenstudium evangelische Theologie für das Lehramt studiert hat. Dieser durfte sich zum neuen Katechismus äußern und auf einen Informationsabend des Stammapostels am 4. Dezember hinweisen… - Theologen sind rar in der NAK, und theologische Fragen sind nicht das, womit NAK-Amtsträger sich wirklich gut auskennen! Ein fehlendes theologisches Studium lässt sich nun einmal nicht durch ein paar Wochenend-Seminare ersetzen. Der Stammapostel selbst ist ja bekannt dafür, theologische Fragen bestenfalls aufzuwerfen,  aber nicht zu beantworten (woher sollte er auch die entsprechenden Kenntnisse haben, wenn Dr. Kiefer ihm nichts Entsprechendes ausgearbeitet hat?), sondern sie einfach mit einem „Das muss man glauben!“ vom Tisch bzw. vom Altar zu wischen.

 

Erst kürzlich, im Gottesdienst am 26.10. in Petersburg, kam er auf Hiob zu sprechen, eine Geschichte, zu der den ausgebildeten Theologen allerlei schwierige Fragestellungen einfallen. Die schwierigste wohl die Theodizee-Frage. - Aber das ficht den Mathematiker Dr. Leber nicht an, und auch seinen Zuhörern rät er schlicht, sich nicht von anderen religiösen Meinungen vom rechten Weg abbringen zu lassen. Die NAK-Brandenburg berichtet uns auf ihrer Seite: „Hiob habe feststellen können, nicht vom Weg Gottes abgewichen zu sein. Dies solle auch für die Gläubigen heutiger Zeit Vorsatz sein. Der Weg Gottes sei ein Weg des Glaubens. ‚Wenn wir den Glauben verlieren, verlieren wir alles!‘ erinnerte der Stammapostel. Es gelte, sich nicht von verschiedenen religiösen Meinungen beeinflussen zu lassen, sondern Gott zu vertrauen.“

 

Wie gut, dass alle Gläubigen wissen: Der Weg Gottes ist der Weg der NAK und Gott vertrauen heißt: glauben, was die NAK-Amtsträger predigen.

In diesem Gottesdienst erwähnt Leber sogar, dass von manchen die Notwendigkeit des Apostelamtes bezweifelt wird – seine Antwort darauf ist selbstverständlich nicht mal im Ansatz theologisch, sondern die schlichtest mögliche: „Manche stellten zum Beispiel die Frage, ob das Apostelamt notwendig sei.“ Schließlich habe es ja zur Zeit Jesu Apostel gegeben, das sei vielleicht genug. „Wir wollen nicht abweichen von der Gemeinschaft mit den Aposteln“, das sei Bestandteil des neuapostolischen Glaubens auch wenn nicht alle Menschen diesen Glauben teilten, resümierte Stammapostel Leber. Und der zukünftige Stammapostel Jean-Juc Schneider weicht nicht von dieser Linie ab: „Um vorwärts zu kommen, muss man glauben, auch wenn man den Weg Gottes mal nicht versteht.“

Quelle: http://www.nak-berlin-brandenburg.de/index.php?id=31&tx_ttnews[tt_news]=766&cHash=7cc943a04d

 

Um einen möglichen Einwand vorwegzunehmen: wenn der Heilige Geist es ist, der durch die Amtsträger redet, dann braucht es selbstverständlich keine theologischen Kenntnisse! – Aber warum braucht der Stammapostel dann überhaupt einen theologischen Berater mit Ausbildung in evangelischer Theologie? Und warum finden nun allerorten „theologische Seminare“ für NAK-Amtsträger statt?


Motivationstrainersprüche lassen sich da viel schneller vermitteln, Latein Kenntnisse sind genauso wenig nötig wie Hebraicum und Graecum. Und auch noch ein weiteres Sachgebiet bietet interessante Informationen und ist praktisch anwendbar: Marketing! Ein neuapostolischer Fachmann ist auch greifbar:

Prof Dr. Manfred Krafft kann erklären, wie Kirchenmarketing funktionieren kann: „Kernfrage aus seiner Sicht: Wie muss Kirche aussehen, damit sie auch heute noch attraktiv bleibt, ohne dass sie ihr Profil aufgibt. Und muss Kirche beispielsweise noch mehr auf jüngere Zielgruppen eingehen?“

 

Dazu kündigt BezAp Brinkmann für das nächste Wochenend-Treffen einen Workshop an. – Ausführlichere Informationen zu Kraffts Vortrag werden auf der NAK-Seite nicht gegeben, sind aber nachzulesen auf der Seite „sinnstiftermag.de“ [siehe Bild rechts] unter dem Titel:
Gewonnen, verloren … wie Kirche um Gläubige wirbt“.

 

Hier nur ein kurzer Ausschnitt aus Kraffts Artikel, der deutlich macht, worum es geht:

 

(Zitat) „[...] Aus dem Vorgehen von Unternehmen im Kundenmanagement können Kirchen lernen, dass zu Beginn einer Mitgliedschaft schnell die Befindlichkeit oder Zufriedenheit der neuen Gemeindemitglieder überprüft werden sollte, bspw. durch ein persönliches Gespräch ein paar Wochen nach dem Eintritt. Statt Kundenzeitschriften können Gemeindebriefe eingesetzt werden, um das aktuelle Angebot und die Vielfalt der Aktivitäten allen Mitgliedern nahezubringen. Ein Treueprogramm in Kirchen ist sicherlich schwer vorstellbar, wenngleich die Fairview Baptist Church schon im Juni 1957 ein vergleichbares Konzept umsetzte. Denkbar ist vielmehr, dass besonderes freiwilliges Engagement in angemessener Form gewürdigt wird, wie dies etwa bei der Verabschiedung von Lehrkräften oder langjährigen Chormitgliedern gang und gäbe ist. Im gewissen Sinne wird „Upselling“ betrieben, wenn Gemeindemitglieder bewusst gefördert werden, bspw. Wenn Mitglieder mit musikalischem Talent ermuntert werden, im Kirchenchor mitzuwirken, im Instrumentalspiel gefördert oder später zu Dirigenten ausgebildet werden. „Cross-Buying“ findet bei engagierten Mitgliedern oft wie von selbst statt, wenn zusätzliche Aufgaben übernommen werden. [...]“ (Zitatende)


Quelle: http://www.sinnstiftermag.de/ausgabe_13/pdf/titelstory_13.pdf

 

Auch hier frage ich mich, wie schon bei dem Vortrag des Motivationstrainers Will: Braucht das Werk Gottes Erfolgstrainer und Marketing-Strategen?

Wenn es wirklich Gottes Werk und der Heilige Geist dort wirksam ist, dann ergreift diese Wirksamkeit die Gläubigen und sie bleiben auch dabei, weil sie „geglaubt und erkannt“ haben, dass es sich um die einzige Heilsmöglichkeit handelt!

 

Ist es aber nicht exklusiv das Werk des Herrn, sondern eine christliche Kirche unter anderen, dann könnte man den Gläubigen doch auch die Freiheit der Wahl einer ihnen genehmen Denomination oder Konfession erlauben.

 

Die Mitglieder dennoch speziell an die NAK binden zu wollen, hat dann lediglich den Grund, das System finanzierbar und die hauptamtlichen Funktionäre bezahlbar zu halten: Die Einnahmen (Opfergelder) dürfen nicht sinken, und genau dazu ist die „Kunden-Bindung“ unerlässlich.

 

Dazu muss den Kunden auch ein attraktives Angebot gemacht werden! Nicht nur Predigt und Seelsorge, sondern auch zunehmend Freizeitvergnügen, die „Events“ werden häufiger, größer, professioneller…

 

Es wird auch allerorten überlegt und untersucht, welche unterschiedlichen mitgliedergruppen auf welche Weise am effektivsten zu halten sind, Kindern und Jugendlichen gilt da das besondere Interesse, die Erkenntnisse der Psychologie und Soziologie werden herangezogen, die Institutionalisierung von Konfirmanden – Freizeiten sind ein Ergebnis dieser Überlegung, ebenso wie die intensivierte Förderung von Jugendorchestern und Orchesterfreizeiten.

 

Wird all dies genügen, um den Mitgliederrückgang und das gemeindesterben aufzuhalten?

 

Die Führung der NAK selbst scheint davon nicht überzeugt, wenn sie jetzt für nötig hält, Erfolgstrainer und Marketingstrategen zu verpflichten – dabei: wir alle kennen doch den Hinweis:
„Ist's Gottes Werk, so wird's bestehen, ist's Menschenwerk, wird's untergehen!“

 

Sich darauf zu verlassen – das setzte allerdings voraus, wirklich daran zu glauben, dass es sich bei der NAK um das Werk Gottes handelt! Wer das nicht glaubt, muss natürlich alle erreichbaren Register ziehen…

Mehr Info: (- klick) ins Bild!
Informationen über die NAK von Detlef Streich
veröffentlichte Artikel und Aufsätze über die NAK von Rudolf J. Stiegelmeyr
aktuelle Artikel zur NAK von Dieter Kastl
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Aktuelles:

26.11.2018

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fcs zeigt in den letzten Beiträgen eigentlich immer wieder auf, wie sehr die NAK-Bosse und deren Hofschranzen lügen.
Aber es ist ja wirklich abscheulich, wie verlogen diese sich als fromm gebärdenden Scharlatane sind. - Und um was für eine verlogene Bande es sich bei den NAKI e.V.-Mitgliedern und -Bediensteten handelt, wird auch beim Thema "Neujahrsansprache des Stammapostels" deutlich:

„Ein Akt der Beweihräucherung“ (- klick)

 

03.12.2018

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fcs hat sich ja seit einiger Zeit darauf verlegt, wichtige Beiträge  nicht mehr (ausschließlich) an Insider zu richten, sondern eine interessierte nicht-neuapostolische Öffentlichkeit über die Neuapostolikensekte zu informieren.

So ist denn der heutige Beitrag hier auf unserer website sozusagen eine Information darüber, worüber wir die Öffentlichkeit informiert haben:

„Sie lügen wie gedruckt“ (- klick)

 

13.12.2018

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fcs stellt einer bewährten Tradition folgend wieder einmal eine "lehramtliche Schrift für die Amtsträger der Neuaposotlischen Kirche" für alle Leser als Download zur Verfügung.
Als Bonus gibts dann auch noch einen frommen Brief von Michael Ehrich sowie ein Schreiben des letzten Stammapostels (nach ihm kam keiner mehr!) der NAK "zum Jahresschluss" an die "In Christo geliebten Brüder"
:

„Meinen die das ernst?“ (- klick)

 

15.12.2018

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