... wir schreiben Klartext
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20.10.2018 - 10:04 Uhr (fcs)

Was bewirkt ein NAK-Austritt?

Bleibt man trotz Kirchenaustritt formal "Christ"?

Um den Hintergrund der Frage und den Sinn des unten folgenden kleinen Fragebogens zu erläutern ein paar kurze Anmerkungen:

 

Nach langer und intensiver Suche nach der Wahrheit bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass eine Weltanschauung, die sich auf die Existenz und Wirkung metaphysischer Wesenheiten und Elemente beruft, falsch sein muss. - In einer Reihe von Beiträgen auf dieser website habe ich ausführlich begründet, wie und warum ich zu dieser Erkenntnis gelangt bin.

Die folgerichtige Konsequenz war der Kirchenaustritt...

 

Eine weitere Konsequenz wäre die Dokumentation meiner Weltanschauung in meinen amtlichen Personenstandsunterlagen. Als ich mich darüber kundig gemacht habe, musste ich aber erfahren, dass der Kirchenaustritt lediglich die formelle Mitgliedschaft in einer Organisation, in meinem Fall eben der jeweiligen "Neuapostolische Gebietskirche KdöR" beendet, aber nicht automatisch die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Christen beendet. Letztere wird durch die in meinen amtlichen Personenstandsunterlagen dokumentierte "Taufe" begründet.

 

Ein herber Schlag, zumal ich es als Beleidigung auffasse, wenn mich jemand als "Christ" bezeichnet. Da dieser jemand aber formal im Recht ist, kann ich nicht einmal Klage erheben...
Ein noch herberer Schlag war es, zu erfahren, dass mich jede(r) Neuapostolik(in/e) als "Bruder" ansprechen kann, und dabei formal im Recht ist. So wie die Zugehörigkeit zum Christentum durch die Taufe begründet ist, wird nämlich die Zugehörigkeit zu den neuapostolischen Gotteskindern durch die sog. "Heilige Versiegelung" begründet.

Ausführlichere Informationen dazu bietet der NAK-Katechismus in den Abschnitten 8.1.6 und 8.3.9 (die entsprechenden Links füge ich vor dem Fragebogen ein)...
Wo der Katechismus nichts zu sagt, ist, wie die formale Aufhebung dieser Initiationsrituale erfolgt...

Bei den Neuapostoliken gibt es offenbar keine wirkliche Ausstiegsklausel, bzw. es ist keine formelle Aufhebung der Rituale vorgesehen.
Katholiken und Protestanten kennen hingegen die "Exkommunicatio latae sententiae" die der ehemalige Gläubige durch die Apostasie gemäß CIC 1364 §1 erwirkt hat. - Ist das in den NAKn anders?

Um diese Frage geht es bei dem weiter unten folgenden kleinen Fragebogen. Die Fragen zu Alter und Status dienen lediglich der Püfung, ob die entsprechenden Fragen je nach Generations- und Standeszugehörigkeit unterschiedlich beantwortet werden.

Über rege Beteiligung würde ich mich sehr freuen, ich lasse das Formular bis zum 31.10. stehen, sodass jeder Leser unserer Seite Zeit und Gelegenheit hat, seine Auffassung zum Ausdruck zu bringen.

 

Und bitte: Antworten Sie ehrlich!
(Auch wenn das niemand überprüfen kann)

Die Leserbefragung ist geschlossen. - Vielen Dank für Ihre Teilnahme, die Ergebnisse werden zum Beginn der KW 45/18 hier an dieser Stelle veröffentlicht...

 

Gleich vorweg:
Da sich lediglich 10% unserer Leser zu Wort gemeldet haben, ist das Ergebnis keinesfalls repräsentativ. - Aber immerhin führte die Feststellung, wie sich unsere Leserschaft (unabhängig vom Geschlecht) zusammensetzt, zu einer echten Überraschung:

 

30,0% unserer Leser sind jünger als 50 Jahre, lediglich

35,0% unserer Leser bezeichnen sich nicht als Christen, und

27,5% unserer Leser sind aktive NAK-Mitglieder. Insgesamt

17,5% unserer Leser sind sogar NAK-Funktionäre (sog. Amtsträger)

Der Gedanke, dass sich mehr als 200 NAK-Amtsträger regelmäßig auf unseren Seiten weiterbilden hat was!

Und hier nun der erste Teil der Auswertung der Meinungsäußerungen zur Gültigkeit der sakramentalen Initiationsrituale nach einem Kirchenaustritt:

Und hier nun die Auswertung der Antworten bei gleicher Fragestellung, aber ausschließlich für die Antwortenden mit NAK-Bezug.

Auch heir wird wieder deutlich, dass die NAK-Mitglieder - sogar Funktionäre der NAK - ihre Glaubensgemeinschaft für höherwertig halten, als andere christliche Organisationen:

03.09.2018 - 08:14 Uhr (fcs)

Es gilt, einen Schatz zu heben!

Denn: September ist Kirchenaustrittsmonat

Eine Veröffentlichung von Philipp Möller (Mitglied im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung) auf seiner fb-Seite >https://www.facebook.com/moellerberlin/< hat mich aufhorchen lassen:

Deutschlands bekanntester Religionskritiker, Dr. Michael Schmid-Salomon bei der Präsentation des gbs-Aktivitätenberichts am Stiftungssitz in Oberwesel

Lediglich noch 12% der Deutschen

sind praktizierende Gläubige!

 

Ich liebe diese Entwicklung! - Aber eine "0" würde ich in diesem Zusammenhang noch mehr lieben!

 

Und um den (z.B. von den NAK-Apologeten) zu erwartenden Einwänden zuvorzukommen:

 

Ein gläubiger Anhänger einer Religion ist immer auch ein praktizierender Anhänger einer Religion. Und regelmäßige Ausübung der religiösen Praxis bedeutet, *J E D E* sich anbietende Gelegenheit zur Religionsausübung wahrzunehmen!

 

Ein glaubender Anhänger einer Religion muss diese zwingend notwendig, und zwar so, wie es deren jeweilige Lehre vorsieht, praktizieren! Besucht zum Beispiel ein Neuapostolike  nicht jeden für seine örtliche Gemeinde angebotenen Gottesdienst, verweigert er gem. NAK-Katechismus seinem Gott die gebührende Achtung. Der Katechismus stuft das als Sünde ein.

Ein säumiger Neuapostolik hat somit Sanktionen seines Gottes zu befürchten, wenn er nicht jeden angebotenen Gottesdienst auskauft (wie es auf neuapostolisch heißt!)

 

Wenn also ein angeblich aktiver Anhänger einer Religion - in unserem Beispiel ein Anhänger des Neuapostolizismus - diese nicht mehr regelmäßig praktiziert (nicht mehr jeden angebotenen Gottesdienst besucht), glaubt er nicht mehr an die daraus resultierenden Konsequenzen, stellt die Lehre seiner Religion also in Frage.

 

Und damit ist er zwingend logisch nicht mehr als aktiver (also praktizierender) Angehöriger der entsprechenden Glaubensgemeinschaft zu betrachten.

 

Der gelegentliche Gottesdienstbesuch und der gottesdienstbesuch zu hohen kirchlichen Feiertagen hat dann auch nichts mehr mit Glaube oder ausgeübter Religionspraxis zu tun, sondern hat allenfalls noch folkloristische Gründe!

 

Kirche, wo ist Dein Sieg? Hölle wo ist Dein Stachel? (frei nach 1. Kor. 15, 55)

 

Anhand der vielen Informationen, die mir aus den div. NAK-Gebietskirchen zugetragen werden – und gestützt durch die Veröffentlichungen der div. NAKn und des Apostelvereins NAKI e.V. (dabei insbesondere die Auswertung des Bildmaterials) – ergibt sich die ziemlich sichere Feststellung, dass die Neuapostolischen Kirchen in Deutschland eine vergleichbare Entwicklung durchlaufen. Sie verfügen allenfalls noch über 90tsd. - keinesfalls aber mehr als 100tsd. - Mitglieder, die mehr oder weniger regelmäßig die NAK-Veranstaltungen besuchen. Als wirklich glaubende Neuapostoliken, sozusagen als harter Kern (Hardcore-Neuapostoliken), können in Deutschland aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch ca. 41tsd. der Sektenmitglieder gerechnet werden.

 

Der NAKI e.V. gibt aber auf der deutschen GK-Übersicht eine Mitgliederzahl von 338tsd. an.

 

Das bedeutet einerseits, dass lediglich rund 28% der NAK-Mitglieder als „aktiv“ im Sinne der NAK-Definition gewertet werden können, von diesen wiederum allerhöchstens die Hälfte als wirklich praktizierende Mitglieder.

Das bedeutet aber auch, dass zu jeder deutschen NAK-Gemeinde im Durchschnitt mindestens 140 registrierte Mitglieder gehören, die längst innerlich aus der Kirche ausgetreten sind. Wie mir berichtet wurde, sind darunter sogar, die gar nicht wissen, dass sie von der für ihren Wohnort zuständigen Neuapostolischen Kirche noch als Mitglieder geführt werden.

[Erstaunlich in diesem Zusammenhang: In mehreren Fällen haben solche pro-Forma-Mitglieder Post von der Kirche an ihre aktuelle Adresse erhalten, obwohl sie bereits mehrfach umgezogen waren, ohne das der Kirche mitzuteilen und dabei im behördlichen Meldeformular die Religionszugehörigkeit mit „konfessionslos“ angegeben haben]

 

Als sicher kann gelten, dass mehr als zwei Drittel der angeblichen NAK-Mitglieder in Wirklichkeit gar keine mehr sind. Und wenn diese aus den NAK-Statistiken verschwinden würden, wäre das für die NAKn in Deutschland ein herber Schlag, der sie auch für die ACK in die Bedeutungslosigkeit katapultieren würde. – Vorbei wäre es mit der Behauptung, die NAK sei die drittgrößte christliche Glaubensgemeinschaft in Deutschland!

 

Rund 240tsd. formelle NAK-Mitglieder…

Sie sind der Schatz, den es zu heben gilt!

 

Okay… das hört sich nach wahnsinnig viel an. Wenn wir jedoch rechnen, dass zu jeder örtlicher NAK-Gemeinde ein CANITIES-News- / Klartext- oder fb-CANITIES –leser gehört, sind es für jeden von ihnen schon nur noch 140 Personen, die in irgendeiner Weise angesprochen, und zum Austritt bewegt werden müssten.

Es geht also nicht um eine one-man-show! Nur mit vereinten Kräften kann dieser Schatz gehoben werden! Und dazu sind Ideen gefragt! - Zum Beispiel müsstet Ihr euch in einem ersten Schritt wesentlich besser vernetzen, was ja dank digitaler Medien nicht in Vereinsmeierei ausarten muss.

 

[An diesem Punkt eine Anmerkung in eigener Sache: Ich selbst werde ein solches Netzwerk zwar gerne begleiten, aber nicht darin mitarbeiten. Mit Rücksicht auf mein zunehmendes Alter und meine angeschlagene Gesundheit werde ich allenfalls noch im gleichen Rahmen wie bisher aktiv sein, aber keinesfalls weitere Aufgaben übernehmen wollen. - Ich sollte langsam anfangen, meinen Ruhestand zu genießen.

Hier auf der website habe ich die Frequenz meiner Veröffentlichungen ja bereits gesenkt, und ich werde auch meine facebook-Aktivitäten zurückfahren.]

 

Zurück in medias res: Erstrebenswert wäre jedenfalls eine Vereinigung nach dem Vorbild des „Bundesverbands der Ex-Muslime“ o.ä., schon um (z.B. in Fällen der in den NAKn im großen Stil üblichen Datenrechtsverstößen) das Verbandsklagerecht ausüben zu können…

 

Ein abschließender Gedanke: Hilfreich bei der Zerstörung der NAKn wäre es auch, alle formellen Mitglieder dazu zu bewegen, ab sofort wieder jeden GD zu besuchen. Und sie sollten tunlichst immer deutlich vor den derzeit aktiven Gemeindemitgliedern in der Kirche sein, alle Plätze besetzen und sich, soweit keine Plätze mehr vorhanden sind, vor der Türe knubbeln…

Bei den zu erwartenden Tumulten, erweist sich dann sehr schnell, wie fein und lieblich es unter Schwestern und Brüdern zugeht…

Mehr Info: (- klick) ins Bild!
Informationen über die NAK von Detlef Streich
veröffentlichte Artikel und Aufsätze über die NAK von Rudolf J. Stiegelmeyr
aktuelle Artikel zur NAK von Dieter Kastl
Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Aktuelles:

24.09.2018

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Unregelmäßige Aktualisierungen ohne jew. Bekanntgabe gibt es auf unserer Unterseite mit den social-media-Aktivitäten.
Die Updates bleiben in aller Regel max. drei Monate stehen.


Heute hat fcs einen Beitrag dazu veröffentlicht, wie man Formularnachrichten an CANITIES-News NICHT verfasst...

„CANITIES goes social-media“ (- klick)

 

18.10.2018

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Wieder einmal entzündet sich fcs' Zorn an den üblen Methoden, mit denen die Neuapostoliken-Bosse ihre Untertanen manipulieren:

„Trumpismus à la NAK“ (- klick)

 

08.11.2018

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fcs hat heute den auch den zweiten Teil der Auswertung des kleinen Fragebogens vom 20.10. online gestellt.

Das Ergebnis bestätigt die ersten Vermutungen, dass die Mehrheit der Neuapostoliken der Auffassung ist, dass die sakramentalen Initiationsrituale Taufe und Versiegelung nach einem Kirchenaustritt weiter gültig sind und lediglich durch eine Exkommunikation ungültig werden können:

„Was bewirkt ein Kirchenaustritt?“ (- klick)

 

17.11.2018

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fcs befasst sich nach wie vor mit dem Tarnen, Täuschen und Bescheißen, mit dem die Neuapostolikensekte sowohl ihre Mitglieder als auch die Öffentlichkeit veralbert.
Aktuell nimmt er einen Text der NAKI Hofschranze Peter Johanning ins Visier, in dem diese sich beim Wording erwischen lässt
:

„typisch neuapostolische Verarsche“ (- klick)

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