... wir schreiben Klartext
... wir schreiben Klartext

06. Juli 2019 - 05:11 Uhr (fcs)

Religionen in Medien überrepräsentiert

und die Journalisten vernebeln statt aufzuklären

Screenshot von Beas fb-Beitrag zum Thema

Der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, unterstützt sie dabei nach Kräften:

 

(Zitat) „Kürzlich saß ich in einem innerkirchlichen Gremium, da ging großes Gejammer und Klagen los über Journalisten und Medien. Es werde beim Thema katholische Kirche nur skandalisiert oder allenfalls eine folkloristische Darstellung gebracht. Ich sehe das aufgrund meiner journalistischen Herkunft – ich habe beim „Süderländer Volksfreund“ volontiert – anders. Ich erlebe Journalisten, die extrem kritisch über uns berichten und Kontrolle wahrnehmen. Das begrüße ich, weil es meiner Kirche gut tut. Ich erlebe auch Journalisten, die schon vorher für sich klar haben, was sie berichten wollen und welche Antworten ich geben soll.

 

Ich kann diese extreme Aufassung nicht teilen, als würden wir in einem Land leben,  in dem die Medien uns Kirchen bedienen. Ich sehe es auch nicht so wie viele meiner kirchlichen Kollegen, die sich von Medienvertretern verfolgt fühlen. Wir sind nicht mehr das christliche Land wie in den 50er Jahren, das muss sich auch niederschlagen. Aber deswegen die Religion aus der öffentlichen Wahrnehmung hinauszutreiben, halte ich nicht für angemessen.“ (Zitatende)

Quelle: 
https://www.deutschlandfunk.de/forum-fuer-journalismuskritik-zu-viel-glaube-zu-wenig-kritik.886.de.html?dram:article_id=452859

 

Dieser katholische Würdenträger verdreht - und das ist typisch für Vertreter des Religiotismus - die Tatsachen. Und das sollten wir uns genauer anschauen.

 

Er tut so, als würde Journalismus das Thema "Katholizismus" stets skandalisiert oder allenfalls folkloristisch darstellen. Er sagt das nicht selbst so, sondern lässt indirekt Teilnehmer eines innerkirchlichen Gremiums zu Wort kommen.

Er bestätigt aber gleichzeitig indirekt diese Wahrnehmung, indem er sagt, er erlebe Journalisten, die extrem kritisch und voreingenommen über "seine" Kirche berichteten.

 

Und dann tut er so, als nähme er eine neutrale Position ein, in dem er äußert, dass er weder die Auffassung seiner Kleriker-Kollegen teilt, noch diejenige seiner Mit-Diskutanten, die meinten, die Medien würden die Kirchen bedienen. Und dann kommts:

Er halte es nicht für angemessen, die Religionen aus der öffentlichen Wahrnehmung hinauszutreiben!

 

Ein rhetorisches Glanzstück, Jesuitentechnik at its best! Er diffamiert die Gesprächsrunde ohne sie direkt anzugreifen und er unterstellt ihnen Absichten, von denen überhaupt keine Rede ist. Und direkt straft er Ingrid Matthäus-Maier Lügen, die nämlich klar geäußert hatte, sie hielte es für falsch, wenn Religion aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet...

Und übrigens hat Pfeffer indirekt auch jene Journalisten angegriffen, die über die Skandale der katholischen Kinderfickerei berichten... 

Bei dem Pfeffer-Zitat sehe ich im Geiste den "heiligen Franz" aus Wilhelm Buschs frommer Helene (Kap. 38 ff) vor mir...  [siehe hier: https://gutenberg.spiegel.de/buch/die-fromme-helene-4139/38]

 

Was ich persönlich als echten Skandal betrachte, ist gar nicht explizit zur Sprache gekommen: Das religiotische Doku- und Infotainment im deutschen TV (hauptsächlich im ZDF). Unter dem Deckmantel scheinbarer Wissenschaftlichkeit werden biblische Märchen als historische Wahrheiten verkauft...

Ich persönlich bekomme schon das kalte Kotzen, wenn ich nur sehe, wie Petra Gerster, die grande dame des ZDF-Journalismus würdevoll erhaben durch kleinasische Kulissen schreitet und als Wahrheit berichtet, was tatsächlich in den Bereich der Mythen und Märchen gehört.

 

Für diese TV-Beiträge wären eigentlich längst Abmahnungen wegen irreführender Werbung angebracht!

Okay... vielleicht sollte ich mich mit dem begnügen, was ich habe. Und dass der Deutschlandfunk kritischen Stimmen zum Thema Journalismus und Religionen Raum gibt, ist als Spatz in der Hand gar nicht mal sooo schlecht!

 

Hier noch einmal der Link unter dem die komplette Sendung "nachgehört werden kann:

Mehr Info: (- klick) ins Bild!
Informationen über die NAK von Detlef Streich
veröffentlichte Artikel und Aufsätze über die NAK von Rudolf J. Stiegelmeyr
aktuelle Artikel zur NAK von Dieter Kastl
Auch Dieter Kastl hat em Thema "Opfer und Finanzen in der NAK" eine eigene Seite gewidmet!
Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Aktuelles:

07.07.2019

---------------

fcs greift einmal mehr ein von nac.today veröffentlichtes Video auf und kommentiert es auf dem YouTube-Kanal von CANITIES-News:

„IJT und Jenseits-Hokuspokus“ (- klick)

 

10.07.2019

---------------

"Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte der Liebe nicht..."
Der NAK-Süd-Boss jedenfalls zeigt sich nach Meinung von
fcs als kalter Technokrat, der Kinderleid zu Marketingzwecken missbraucht:

„GEBET statt HILFE!“ (- klick)

 

11.07.2019

--------------

fcs ist ja meistens ziemlich kompromisslos bei seinen Werturteilen über die NAK-Granden und deren Verlautbarer. Und Rüdiger Krause bekommt ziemlich häufig sein Fett weg...
Allerdings sucht der sich auch auffallend oft, irgendeinen Fetteimer zum reintreten aus. So, wie diesmal beim Missbrauch des Holocaust, den
fcs als "auf die Gräber pinkeln" betrachtet:

„PFUI TEUFEL, KRAUSE!“ (- klick)

 

16.07.2019

---------------

Peter Johanning ist bekanntlich kein Schreibkünstler, sondern lediglich ein "---wülstler"...
Schade nur, dass er das gestern ausgerechnet bei einer Laudatio erneut bewiesen hat:

„unglaubwürdige Eloge“ (- klick)

Neu auf CANITIES-News:
Die bisher von fcs heraus-gebrachten Buchtitel und zum Download freigegebenen Texte zum Thema NAK auf einer Seite:

google-site-verification: google629555f2699bf7ee.html