... wir schreiben Klartext
... wir schreiben Klartext

Glaubenserfahrungen…   (… der etwas anderen Art)

24.03.2014

Unser Leser Markus B. schreibt:

 

Anfang der sechziger Jahre, im Landkreis Heilbronn in ein neuapostolisches Elternhaus hineingeboren, begann für mich der religiöse Leidensweg.


Wenn ich zurückdenke,  muss ich leider sagen: Man hat mich, so kommt es mir vor, total verarscht! Und ich habe mich wegen meiner Erziehung zur Unselbständigkeit und Unmündigkeit und wegen meiner Naivität nicht gewehrt,  konnte mich nicht wehren.

Auch die Eltern, als Ausführende in der Erziehung, wurden von der Kirche missbraucht. Und sie merken es bis heute nicht, was für einem verlogenen Verein sie ihre ganze Zeit und Kraft geschenkt bzw. gewidmet haben.

 

Manche der NAK- Amtsträger, die zum Teil auch heute noch leben, die mich stark beeinflusst haben und welche mir früher wirklich sympathisch waren, sind für mich heute nur noch absoluter Abschaum...

Immer wenn ich an diese Leute zurückdenke, bekomme ich einen dicken Hals. Einer davon war früher im Kreis Heilbronn als Bezirksevangelist tätig und wurde 2010 in Stuttgart in den Ruhestand verabschiedet. Viel zu schnell bekamen diese Menschen in relativ jungen Jahren zuviel Macht und Ansehen, welche sie auch schamlos ausnutzten und sich Gebote und Verbote ausdachten die niemals von Gott kamen.

 

Bereits in der Grundschule bekam ich den Unterschied zwischen Gotteskind und Weltkind zu deutlich spüren:

 

Ganz in der Nähe, wo wir wohnten, gastierte des Öfteren ein Zirkus. Und die etwas größeren Kinder aus der Umgebung erhielten, wenn sie beim Aufbau mitgeholfen hatten (Stühle tragen oder sonstige Tätigkeiten bei denen Kinder mithelfen konnten), eine Freikarte für eine Vorstellung.

Natürlich bekam auch ich eine Freikarte und kam freudestrahlend damit zuhause an. Jedoch hieß es sofort: „Wir sind ein Gotteskind und gehen dort nicht hin.“ - Genauso verhielt es sich wenn auf demselben Gelände ein Volksfest oder sonst eine Veranstaltung war: „Wenn Jesus auf die Erde kommt um die Seinen mitzunehmen sucht er dich garantiert nicht im Zirkus oder auf dem Volksfest.“ - Kinobesuche waren mit denselben scheinheiligen Ausreden ebenfalls tabu, selbst wenn die ganze Schulklasse dort hin ging. Also schluckte ich schweren Herzens diese Kröten. Sogar noch bis vor ganz wenigen  Jahren hatte ich echt ein schlechtes Gewissen, wenn ich gegen diese indoktrinierten Regeln verstieß, Gottesdienste nicht besuchte und anderes, doch dazu später mehr.

 

Auch der Kontakt zu nicht neuapostolischen Schulkameraden und Jugendlichen war nicht gern gesehen. Und in der Schule bin ich immer aufgefallen, da ich nicht am normalen Religionsunterricht wie meine Schulkameraden teilnehmen durfte und dann sogenannte Hohlstunden hatte. Man war damit fast ein Außenseiter und wurde wegen seiner Religionszugehörigkeit von den Mitschülern oft gemobbed oder blöd angeschaut. Damals wurde uns im NAK-Reliunterricht, welcher uns/mich überhaupt nicht interessierte, schon eingetrichtert und vorgegaukelt wir seien etwas Besonderes.

 

Als Jugendlicher habe ich mich natürlich für Fußball interessiert, und ich hätte als sportlicher talentierter Spieler sehr gerne in einer Mannschaft mitgespielt. Natürlich war auch eine Mitgliedschaft in irgendeinem Sportverein, egal was und wo, Schwimmverein oder Fußballverein, genauso unmöglich wie an einem Tanzkurs teilzunehmen.

Ein Musikinstrument zu erlernen wurde mir aber freudig gewährt, jedoch nicht Gitarre oder Schlagzeug (was mir gefallen hätte) sondern ein Streichinstrument. Gitarre sei kein Instrument was man im Haus Gottes spielt, wurde mir von verschiedenen Seiten erklärt, und ich müsse mein von Gott erhaltenes Talent für das Werk des Herrn einsetzen sonst wäre es eine Sünde.

Nur komisch, dass heute der Kinderchor mit Gitarrenbegleitung im Gottesdienst auftritt wo doch dieses Instrument dafür überhaupt nicht geeignet sein soll...

 

Da mein Vater als Priester im Amt war wurde ich nach der Konfirmation ständig gezwungen in der sogenannten „Weinbergsarbeit“ mitzuwirken, obwohl ich mich innerlich dagegen sträubte. So waren alle Abende in der Woche von der NAK belegt. Montag und Donnerstag Weinbergsarbeit, Dienstag Singstunde vom Gemeindechor, Mittwoch Gottesdienst, Freitag Übungsabend des Orchesters und fast an jedem Wochenende Samstag und/oder Sonntag irgendwelche musikalischen Einsätze.

Oftmals Kirchenstress pur! Sonntags zweimal Gottesdienst und abends noch sogenannte Gästesingen bei denen meist mehr geredet und Werbung gemacht wurde als musiziert.

 

Und was hatte man als Dank? Nichts! Das wurde als selbstverständlich angesehen, es war ja für den Herrn. Und wenn ich zu einem Konzert des Württembergischen Kammerorchesters eingeladen wurde, mein Musiklehrer spielte dort mit, musste ich absagen, weil Jesus bei der Heimholung der Braut mich ja dort nicht suchen würde und dies immer mittwochabends (wie auch heute noch) zur Gottesdienstzeit stattfand. Als es mir zuviel wurde, nach dem Sonntagnachmittag-Gottesdienst abends auch noch musikalisch den Gäste- oder Jugendabend irgendwo zu verschönern und ich mich wehrte, in den Nachmittags-GD zu gehen, gab‘s zuhause auch Krach. Sogar der damalige Vorsteher wurde wegen solchen Lappalien bemüht. Aber als der Nachmittagsdienst dann plötzlich wegfiel, weil der liebe Apostel dies so bestimmte, regte sich niemand darüber auf...

 

Und was haben sie (die NAK) sich einfallen lassen um den Besuch von Jugendlichen auf Faschingsfeiern möglichst zu verhindern! Diese unsäglichen sogenannten Sängerfeste am Faschingsdienstag! In festlicher Kleidung mussten wir Musiker und die Sänger an diesem Abend eine fast zweistündige Gehirnwäsche über uns ergehen lassen. Diejenigen die keinen Bock darauf hatten, keinen Druck von zuhause bekamen und sich abseilen konnten, waren natürlich auf den Faschingsfeiern und konnten sich so dem Zugriff der NAK entziehen. Irgendwann hatte ich dann auch mal den Mut zu sagen: „Ich geh da nicht mehr hin“. - Ein paar Jahre später hatte dann die NAK den Abend, vermutlich wegen Erfolglosigkeit, da er allgemein ignoriert wurde, aus dem Programm genommen.

 

Wenn sich Schulkameraden über irgendwelche Filme im Fernsehen oder Kino unterhielten, konnte ich mich nie dazu äußern, denn ein Fernsehgerät zuhause war genauso tabu wie ein Kinobesuch. (Viel später erfuhr ich, dass viele ATs zuhause heimlich doch ein Gerät stehen hatten, welches auch benutzt wurde, nur vom Altar hat man was anderes gepredigt).

Als ich mir trotzdem mal ein kleines tragbares Gerät zugelegt hatte und es meine Eltern bemerkt hatten war wortwörtlich die Hölle los. „In mein Haus kommt kein Fernsehgerät“, donnerte der ansonsten ruhige Vater los und die Mutter inszenierte einen Heulkrampf, wie ich nur so sündhaft sein könnte! Also wurde das Gerät des lieben Friedens willen wieder veräußert. Und heute? Steht doch tatsächlich ein Fernsehgerät neuester Generation da, nachdem das Röhrengerät endgültig den Geist aufgegeben hatte. Seit die NAK und der Verlag Friedrich Bischoff für ihre Zwecke den, früher absolut verteufelten, Fernseher und den DVD-Player entdeckt hatten wurde entgegen früherer Aussagen das Gerät in der Wohnung plötzlich legal.  Welch eine Verlogenheit!

 

Weiteren Unmut gab es immer wieder auf den meist todlangweiligen Jugendausflügen als wir männlichen Jugendlichen Fußball spielen wollten und uns die Jugendleiter regelmäßig die Bälle entzogen. Fußballspiele seien nicht erwünscht und weltlich...  Und heute finden sogar regelrechte NAK-Jugendfußballturniere statt! Anscheinend hat Gott auch hier seine Meinung geändert!

 

Nach meiner neuapostolischen Vermählung (eine andere kam ja gar nicht in Frage) und Umzug in eine andere Stadt/Gemeinde änderte sich nicht viel am gesamten wöchentlichen Ablauf. Lediglich von dieser ätzenden Klingelputzerei konnte ich mich erfolgreich verabschieden.

 

Als der Dirigent des Gemeindechores altershalber den Dienst beendete, wurde ich als seine Vertretung gefragt, ob ich als musikalischer Mensch nicht bereit wäre, den Chor zu übernehmen. Gutmütigerweise hab ich zugesagt, man wurde ja so erzogen und konnte nicht anders.

Als Folge davon wurde ich kurze Zeit später vom Bezirksevangelisten und meinem Vorsteher zuhause besucht: Angeblich wäre ich erbeten worden, Gott hätte mich auserwählt und sollte vom Apostel am nächsten Wochenende das Unterdiakonenamt empfangen.

Mit einer ablehnenden Antwort und Geste hatten die beiden Herren aber nicht gerechnet. Ich wollte und konnte bereits zu dieser Zeit wegen innerer Zweifel am gesamten System nicht mit einem reinen Gewissen „ja“ dazu sagen. Eine vorgespielte Gesinnung, man könnte auch sagen Scheinheiligkeit, wäre mit Sicherheit ans Licht gekommen und das konnte ich den Glaubensgeschwistern gegenüber nicht vertreten. - Da klappte zuerst heftig die Kinnlade runter. Wie kann ich es nur wagen nein zu sagen und dem Herrn nicht zu dienen. Der Bezirksevangelist begann mir mit schwerer Krankheit und Unfall zu drohen wenn man das Amt ablehnt. Aber es war nichts zu machen, sie konnten mich nicht dazu überreden und zogen verärgert davon.

 

Dies war mein erster echter Widerstand gegen das verlogene System und hinterließ aber trotzdem ein bisschen ein schlechtes Gewissen. Später wurde mir zugetragen dass diese Art der Überzeugung vielerorts praktiziert wurde. Durch meine Ablehnung hatten sie dann einen anderen unter Druck und gegen seinen Willen ins Amt gesetzt. Dieser hat sich dann jedoch, wie öfters in unserem Landkreis geschehen, recht schnell für immer von diesem Verein verabschiedet.


Auch eine nichtapostolische Freundschaft wurde in meiner Jugendzeit nicht gern gesehen, von der Kirche und den Eltern wurde alles dafür getan, dass diese Beziehung verhindert wurde. Dabei sind in meinem Bekanntenkreis in den letzten Jahren doppelt so viele NAK-Ehen auseinandergegangen (auch bei ATs in höheren Stufen!) als Ehen mit gemischter oder anderer Konfession. Außerdem ging eine Ehe eines Evangelisten in die Brüche. Der hatte, anstatt in Gottes „Weinberg“ tätig zu sein, in dieser Zeit regelmäßig seine Frau betrogen.

 

Somit kann man klipp und klar sagen: Von wegen von Gott auserwählte und erbetene Amtsträger, alles erfunden und gelogen, leider haben früher viele, inklusive mir, diesen Quatsch geglaubt.

So große Fehler kann ein allwissender Gott in seinem Werk überhaupt nicht machen, wenn man sieht, was da nebenbei oft so läuft (z.B. Veruntreuung von Spendengeldern, finanzielle Bereicherung, Betrug, Ehebruch und bestimmt auch Korruption).

 

Und wenn mir einer sagt das wären auch nur Menschen, dann hat er völlig Recht: Es ist nämlich reines Menschenwerk!

 

In der NAK wird Menschenvergötterung in Vollendung betrieben...  - Ein gutes Beispiel  für die Menschenvergötterung in der NAK fand immer am Geburtstag des Apostels statt. Die halbe Gemeinde inkl. Orchester und Chor fanden sich in „festlicher Kleidung“ in der Kirche zu einer sogenannten Feierstunde, welche natürlich zum halben Gottesdienst ausartete, außerhalb der normalen Gottesdienstzeiten ein und erwartete die freudig die Ankunft des Apostels.

 

Wegen gesundheitlicher Probleme begann ich mit über 40 Jahren erst, regelmäßig Sport zu treiben (Gymnastik und Gerätetraining im Fitness-Studio, Laufsport), und ich kam im Lauf der Zeit mit sehr netten und freundlichen Menschen außerhalb der NAK zusammen.

Früher kam man ja kaum dazu, nach Feierabend oder in der Freizeit Sport zu treiben, denn diese war ja nahezu komplett von der NAK belegt. „Ein Tagwerk für den Heiland, das ist der Mühe Wert“ hieß es ja immer. Dass Sport eigentlich notwendig ist für Körper und Geist interessierte die NAK nicht, im Gegenteil: „Lerne hier zu unterlassen was du im Jenseits nicht fortsetzen kannst!“

 

Motiviert durch die Laufgruppe des Sportvereins nahm ich an den ersten Laufveranstaltungen teil, auch wenn sie sonntagmorgens stattfanden. Am Anfang zwar durch die frühere Indoktrination mit einem etwas schlechten Gewissen, wenn der Lauf an einem Sonntag war und ich den Gottesdienst nicht besuchte, doch froh, mich dieser Beeinflussung langsam entziehen zu können. Überrascht und nachdenklich stellte ich fest, Amtsträger aus meiner Gemeinde und auch andere ATs aus dem Bezirk liefen dort schon jahrelang mit, wo sie doch eigentlich zu dieser Zeit im Gottesdienst sein sollten!!!

Da zeigte sich wieviel Wert das Wort vom Altar hatte! Mutwilliges Versäumen eines Gottesdienstes sei eine große Sünde hieß es immer.

Und seit Wilhelm Leber das höchste Amt der NAK übernommen hatte, ödete mich das leere, endlose und sinnfreie Gelaber sowieso immer mehr an, ich konnte es kaum aushalten. Gegen Ende seiner Amtszeit und mit der Übernahme der NAK durch JLS hab ich mich von den Bild-und-Ton-Übertragungen und den Apostel-Diensten endgültig verabschiedet.

 

Meine Tätigkeit als Dirigent und Sänger habe ich unmittelbar nach der Einführung des bescheuerten neuen Gesangbuches und wegen Ärgers mit den Chormitgliedern kurzfristig beendet. Seit der Ankündigung und Einführung des Katechismus hab ich begonnen mich mit der NAK, ihrer Entstehung und ihrer Lehre auseinanderzusetzen, unzählige Artikel und Kommentare im Internet gelesen, Ungereimtheiten, Lügen und Wahrheitsverdrehungen festgestellt und bei vielen „Lebensläufen“ von Usern in den Foren viele Gemeinsamkeiten mit meiner durch die NAK leider total verpfuschten Kinder- und Jugendzeit festgestellt. Auch das Leben danach war natürlich stark geprägt und davon beeinflusst.

 

Finanziell hab ich den Verein zum Glück nie unterstützt und bin sehr froh darüber! Nur die verlorene Zeit und die vielen Entbehrungen ärgern mich sehr. Dafür habe ich bereits begonnen mein restliches Leben völlig anders und frei zu gestalten, tue jetzt alles was mir Spaß macht, in Konzerte, ins Kino oder Theater zu gehen, Veranstaltungen zu besuchen und großen Abstand von diesem Verein halten (demnächst offiziell austreten) und mir von keinem mehr ein X für ein U vormachen lassen. Lieber gehe ich jetzt am Sonntagvormittag mit anderen Läufern eine Runde laufen als mir das Geschwafel dieser theologischen Geisterfahrer (wie sie hier bei Canities schon bezeichnet wurden) anzuhören. Meine selbstverschuldete Unmündigkeit habe ich endlich durch Einschalten des Verstandes unter die Füße bekommen.

 

Wie wahr ist doch die Aussage eines Immanuel Kant von 1784:

 

Zitat:

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

Zitatende

 

Was wurde uns meistens gepredigt? -  Wenn du den von uns gelegten Weg verlässt bleibst du allein zurück. - Wie auch schon Sabine geschrieben hat, wurde uns geschickt eine gewisse Angst vermittelt, am Tag des Herrn nicht dabei zu sein, wenn man dem „Gesalbten“ des Herrn widerspricht oder ihm nicht mehr glaubt und sich seines eigenen Verstandes ohne die Anleitung eines anderen (hier den selbsternannten Aposteln) bedient. Dass diese Herren auf keinen Fall die „Gesalbten des Herrn“ sind (wie immer behauptet) haben sie uns in letzter Zeit selbst zu Genüge bewiesen:

 

Frühere Lehraussagen werden einfach über den Haufen geworfen und durch angebliche neue Erkenntnisse ersetzt, kein Wort und keine Entschuldigung über das Geschwätz von gestern. Umbau zur Event-Kirche (IKT2014) mit Song-Contest (früher war Pop- und Rockmusik verpönt), Hauptsache die zukünftig hoffentlich zahlende Jugend wird bei Laune gehalten und bleibt bei der Stange. Wir werden den IKT nicht besuchen und auch keine eventuell stattfindende Übertragung, und ich sehe auch keinen Grund mehr, weiterhin in dieser mir gegenüber als lebensfeindlich und jenseitsorientiert bekannten Endzeitsekte zu bleiben.

 

Auch meine Kinder haben aufgrund ihrer heutigen Schulbildung und Kontakte längst festgestellt, dass vieles nicht stimmen kann, was gepredigt wird und werden von mir/uns nicht mehr im Sinne der NAK beeinflusst.

 

Im Gegenteil: Jegliche Indoktrinationsversuche, die es von einzelnen Fanatikern in unserem Landkreis auch heute noch gibt, werde ich unterbinden. Der Sohn geht schon länger nicht mehr in die Gottesdienste und nach der Konfirmation der Tochter (in einem Monat) werde ich endgültig den Schlussstrich ziehen und offiziell austreten. Als Karteileiche noch immer als Mitglied mitgezählt zu werden und dazu beitragen die verfälschten Mitgliederzahlen zu beschönigen, dazu bin ich mir zu schade!

Kommentare

Bitte geben Sie den Code ein
* Pflichtfelder
  • Margit (Montag, 04. Mai 2015 14:29)

    Danke Marcus, fuer deine "Geschichte"!! Als Überschrift könnte jeder Name stehen......
    Aber ich bin jetzt auch weg! Endlich frei !!!

  • Ein Südlicht (Samstag, 29. März 2014 14:55)

    Im Laientheater,besetzt mit plappernd desorientiert aggierenden Laienschauspielern erlebt man so manche Überraschung. Bedauerlich ist, dass viele von uns zu diesem schauerlichen Schauspiel bis vor
    kurzer Zeit beigetragen haben. Und dies, obwohl uns schon lange und in zunehmendem Maße Zweifel plagten. Es fehlte uns der Mut, aufzustehen, den Mund aufzureissen und auf verheehrende Entwicklungen
    und Taten hinzuweisen. Letztlich haben ausufernde Entgleisungen seitens des NAK-Leitungskaders zu Nachdenken mit daraus resultierendem Handeln geführt. Da sind auch Rundumschläge, wie von dem
    Fanatiker F.Schuldt ausgeführt, einfach nur deplatziert und der Lächerlichkeit zuzuordnen. Doch wehe, wenn sie losgelassen! Sie einzufangen und zu bändigen gleicht einem fruchtlosen Unterfangen (das
    vor "dem Kommen des Herrn" zwangsläufig zu erfolgen hätte, denn sonst kann der Herr nicht kommen!).

  • Franz-Christian Schlangen (Mittwoch, 26. März 2014 15:46)

    Was mir vorhin noch eingefallen ist: Es wird ja in naklichen Kreisen gerne so getan, als sei „die Verteufelung der Weltlust“ Schnee von Gestern.
    Ist es nur, wenn man das Jahr 2011 als zu einer anderen NAK-Ära gehörend betrachtet.
    Im Jahr 2011 habe ich nämlich mit eigenen Augen und Ohren erlebt, wie der Evangelist H. in der Gemeinde L. im Rahmen seiner Predigt davon sprach, dass er sich auf einer Dienstfahrt im Allemannischen
    während des Tages durch Umleitungen quälen musste. Die Umleitungen war wohl nötig wegen einer Fastnachtsveranstaltung… - und mit mahnend erhobenem Zeigefinger rief der wackere Evangelist in die
    Gemeinde: „Gebt Obacht, Geschwister! Der Teufel ist auf!“


    Übrigens äußerte der gleiche Evangelist nur ganz kurze Zeit später, als er in seine Predigt auf die Katastrophe von Fukushima, die sich gerade erst ereignet hatte, zu sprechen kam und diese
    als Zeichen der Endzeit deutete: „Geschwister, ich sag’s Euch: Der Herr kommt!“

  • Jürgen (Mittwoch, 26. März 2014 11:46)

    @Markus B.
    Wenn man das Konfirmationsgelübde der NAK nimmt: "Ich entsage dem Teufel und all seinem Werk und Wesen und übergebe mich dir ... Gott, ... im Glauben, Gehorsam und ernstlichen Vorsatz dir treu zu
    sein, bis an mein Ende" unter dem Begriff Gott alles summiert was Leben ausmacht und fördert und unter Teifel alles was lebensfeindlich, - schädlich und -fremd ist, dann verspreche ich mit diesem
    Gelübde mir, der NAK und Gott, doch nichts anderes als ich die NAK - in diesem Sinne des Teufels Werk - den Rücken zu kehren und mich dem Leben zuzuwenden.
    Das mögen NAKis anders sehen, doch nach meinen Erfahrungen ist es genau das.

  • Markus B. (Dienstag, 25. März 2014 15:37)

    Vielen Dank für eure Kommentare! Klar könnte man so einem "Lebenslauf" noch jede Menge andere unliebsamen Erlebnisse hinzufügen und ich frage mich noch immer, wieso hab ich das überhaupt so lange mit
    mir machen lassen und es ausgehalten? Aber irgendwann bringt halt ein letzter Tropfen das Wasserfass zum überlaufen. Meine Frau kam letzt Sonntags vom GD zurück und erzählte mir, der den Dienst
    leitende Bez.Ev. hätte so unmöglich gedient, am liebsten wäre sie während der Predigt aufgestanden und gegangen. Aber unsere manipulierte Erziehung verhindert solche Reaktionen, obwohl sie angemessen
    wären. Zwischenzeitlich hätte ich dafür keine Hemmungen mehr.

    In einem Forum schrieb eine Userin sinngemäß, dass sich ihre Mutter mit weit über 80 Jahren noch, kurz vor ihrem Tod, bei ihr entschuldigte, was sie ihr in der Kinder- und Jugendzeit wegen der NAK
    alles zugemutet hätte. Die Mutter verstehe mittlerweile warum sie aus der NAK ausgetreten sei und wenn sie etwas jünger gewesen wäre, hätte sie es auch noch getan. Alle Achtung! Solche Worte werde
    ich aus dem Mund meiner Eltern leider nie hören, da bin ich sicher. Diese sind so manipuliert und fest mit der NAK verbunden und lassen auch die leiseste Kritik an diesem Verein nicht zu. Wenn sie
    aus gesundheitlichen Gründen mal nicht den GD besuchen können geht schon fast die Welt unter. Gehirnwäsche in Vollendung. Soziale Kontakte außerhalb der NAK haben sie keine, das sagt schon alles.
    Leider lässt sich da nichts mehr ändern.

    Meine Frau ist mittlerweile auch sehr kritisch und nicht mehr so "alles abnickend". Die Wochendienste besuchen wir schon lange nicht mehr und in den letzten Monaten hat mich der Verein nur noch
    einmal im Monat gesehen. Die Kinder haben ihre Kontakte zu ihren Freunden und Freundinnen (nicht zur NAK-Jugend) und haben, im Gegensatz zu uns, auch NEIN sagen gelernt gegenüber der NAK. Die Tochter
    weiß, dass sie sich in ihrem Konfirmationsgelübde nächsten Monat nicht der NAK verspricht.

  • Ein Südlicht (Montag, 24. März 2014 20:32)

    Fast könnte man fragen, woher kennt Markus B. meine Geschichte? Dass in der Berichtung zu unserer "Familiengeschichte" noch eine Menge hinzuzufügen wäre, versteht sich von selbst. Verändern können
    wir nichts(wegen Abweisung aller Informationsangebote an die "Hochwohlgeborenen Scheinheiligkeiten"). In den letzten "Leitgedanken"!!! ist die Gerechtigkeit vorangestellt. Da ist die Frage nach dem
    Verständnis dieses gebrauchten Begriffes an den Verfasser zu richten,ob ihm bewusst ist, dass Gerechtigkeit Wahrheit und deren Anwendung voraussetzt? Interessant wäre die Antwort allemal, würde sie
    doch, bisheriger Gepflogenheit folgend, recht unterschiedlich ausfallen, je nach "Interpretation" sich ändernden göttlichen Willens Darbietenden.
    In einem anderen Forum ist in den Lesermeinungen ein interessanter Hinweis gegeben: Nachdenken, Nachgraben, Handeln." Warum sollten wir es nicht tun?

  • Gerlinde B. (Montag, 24. März 2014 17:38)

    Franz Christian, zum Thema Kino kann ich auch was schreiben: Im Alter von etwa 12 Jahren (1972 oder 73) habe ich mich heimlich mit einer nichtapostolischen Freundin auf den Weg ins Kino gemacht. Sie
    war schon öfters dort und ich zum ersten Mal. Ich wußte gar nicht, was da für ein Film gezeigt würde, ich wollte einfach wissen, wie es an den Luststätten der Welt aussieht. Natürlich hatte ich
    Angst, aber die Neugier war stärker. Unterwegs habe ich also erst einmal meine Freundin nach dem Titel des Films gefragt, den wir anschauen würden. Der Titel war: "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur
    Hölle" mit Bud Spencer und Terence Hill.;-) Wow - der Titel passte wie die Faust aufs Auge, mir wurde mulmig - aber entgegen den angstmachenden Predigten ist mir nichts passiert. Kein Auto hat mich
    danach überfahren und krank wurde ich auch nicht. Und der Film war einfach genial. Der HERR hat mich gewähren lassen - bestimmt sehr zum Leidwesen der AT, wenn sie von meinem Fehltritt gewußt hätten.

  • Franz-Christian Schlangen (Montag, 24. März 2014 17:29)

    Beim Stichwort „Kino“ fällt mir ein Jugendgottesdienst ein, dem ich als Gast beigewohnt habe. Das war in den 80ern in Köln, ich war damals längst verheiratet und mehrfacher Familienvater…
    Dies noch einmal deutlich zum besseren Verständnis: Wir reden nicht von meiner eigenen Kinder- und Jugendzeit in den 50er und 60er Jahren, sondern von den 1980er Jahren!!

    Auf jeden Fall hat sich mir ins Gedächtnis eingebrannt, wie der dienstleitende Bischof Hans Zier mit mahnend erhobenem Zeigefinger und bebender Stimme die folgende Story zum Besten gab:


    „Zwei junge Glaubensschwestern hatten sich heimlich, ohne dass ihre Eltern und Segensträgern davon Kenntnis hatten, zu einem Kinobesuch verabredet. Es wurde ein populärer Film gespielt, über den
    viel geredet wurde, und die beiden wollten auch mitreden können.
    Als das Licht vor der Vorstellung langsam erlosch, kurz bevor der Vorhang vor der Leinwand weggezogen wurde, war es urplötzlich mucksmäuschenstill im Saal und die beiden erblickten zu ihrem Entsetzen
    den bereits lange verstorbenen Stammapostel Johann Gottfried Bischoff vor dem Vorhang stehen. Mit ausgestrecktem Arm deutete er auf die beiden jungen Frauen und rief:
    ‚Was sucht Ihr, die Lebenden, denn hier bei den Toten?!‘
    Sie nahmen sich bei den Händen und haben diesen Tempel der Weltlust fluchtartig verlassen!
    Nehmt Euch dieses wahre Ereignis, das beide jungen Schwestern übereinstimmend geschildert haben, zu Herzen. Wenn auch Eure Segensträger nicht wissen was Ihr tut – der Herr weiß es und tritt Euch in
    den Weg.“


    Ich glaube, niemand, der dieses perfide System nicht von innen kennengelernt hat, kann ermessen, wie viele nicht wiedergutzumachende psychische Schäden dessen Funktionäre angerichtet haben. Und
    diejenigen, die aus meiner Generation heraus in der NAK Karriere gemacht haben, können einfach nicht Nichtwissen, was ihre Organisation angerichtet hat. Und statt die gemachten Fehler zuzugeben, sich
    für ihre Organisation zu entschuldigen und die entstanden Schäden zumindest mit einem Schmerzensgeld o.ä. abzugelten, treiben sie es genau wie ihre Vorgängergeneration – nur auf anderer Ebene und
    viel subtiler…

    Was früher aber verpönt war, ist heute, wie Markus richtig schreibt, nachgerade eine Tugend, da die NAK alles das ihrerseits als Mittel zum Zweck nutzt…

  • Gerlinde B. (Montag, 24. März 2014 17:24)

    Die Geschichten des geistigen/geistlichen Missbrauches ähneln sich alle. Diese Kirche hat eine große Anzahl Opfer produziert und keiner trägt dafür Verantwortung. Sie haben uns irrige Verbote (als
    Willen Gottes verpackt) erteilt und entschädigt wird dafür niemand. Seelisches Leid und eine verlorene Kindheit und Jugend sind das Ergebnis. Für körperlich zugefügtes Leid muss der Täter zahlen
    (Entschädigungen, Schmerzensgeld u.ä.) – doch seelisch angerichteter Schaden bleibt ungesühnt. Hätten die Kirchenoberen wenigstens etwas Charakter würden sie zu alle dem stehen und versuchen das
    entstandene Leid zu mindern. Leider siegt hier die Kaltschnäuzigkeit mit der sie weiter behaupten, nur sie könnten die Bibel richtig auslegen. Wie hat es denn dann überhaupt zu solchen Tragödien der
    Falschauslegung kommen können, wie konnten sie damals „göttliche Verbötlein“ als Willen Gottes aus der Bibel herauslesen, wenn sie heute etwas ganz anderes predigen und Fußball, Kino, Fasching, Tanz
    usw. kein Hindernis mehr für eine neuapostolische Himmelfahrt ist? Und noch kaltschnäuziger ist es, wenn ein süddeutscher Apostel gar behauptet, daran waren die damaligen Eltern schuld. Nein, die
    Kirche war die Hauptschuldige, die Eltern waren nur die „Erfüllungsgehilfen wider Willen und Wissen“ einer fundamentalistischen, inhumanen Sekte. Sie waren ebenfalls zuerst einmal Opfer dieser
    faschistoiden Vereinigung, die sich leider auch noch Kirche nennt. Größenwahnsinnig wie die Verantwortlichen sind, stellen sie sich auch heute noch als die wahren Christen dar. Gotteskind ist nur,
    wer von einem neuap. Apostel versiegelt wurde. Schwarz auf weiß konnten wir das erst kürzlich auf einer NAK-eigenen web-site lesen. (vom Christen zum Gotteskind) Namentlich (z.B. Michael Jackson und
    Elvis Presley) werden auch heute noch Tote zu den Entschlafenen-Gottesdiensten mit Sakramentsausteilung eingeladen. Also auch verstorbene Christen anderer Konfessionen müssen diesen Okkultismuszauber
    „hinnehmen“ – erst dann kann Gott sie in sein Himmelreich aufnehmen. Schrecklich diese Vorstellung und Lehre.

    Markus, ich gratuliere Dir, wenn du ganz schnell deine Konsequenzen ziehst und hoffentlich mit der gesamten Familie aus dieser religiösen Sondergemeinschaft aussteigst. Verliere keine Zeit und komm
    vom „Glauben zum Schauen“.

Mehr Info: (- klick) ins Bild!
Informationen über die NAK von Detlef Streich
veröffentlichte Artikel und Aufsätze über die NAK von Rudolf J. Stiegelmeyr
aktuelle Artikel zur NAK von Dieter Kastl
Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Aktuelles:

26.11.2016

----------------

Update 1:

Es ist schon auffällig, dass die NAK-Funktionäre ihre Methoden seit den 50ern des vorigen Jhdt. nicht geändert haben. - Auch dann nicht, wenn sie scheinbar einen Scherz machen. fcs hat das am Fall eines scheinbren Schenkelklopfers vom Rüdiger Krause aufgezeigt:

 „Von einem der auszug, die Anderen das Fürhten zu lehren“ (- klick)

 

Update 2:

Dass wir das noch erleben durften!
Die bornierten Halbgebildeten der NAK-Gemeinde Hamm-Werries setzen sich unter der Moderation vom auf facebook sattsam bekannten Hardcore-NAKidei Dieter Schulze zu einem Gesprächskreis zusammen und stellen fest, dass Geistesgrößen wie Schopenhauer, Berlin, Fred et al. schwachköpfige Dummschwätzer waren, indem sie auf bestechende Weise deren Erkenntnisse zur Willensfrei
heit des Menschen widerlegen:

„Klartext über die NAKn“ (- klick)

 

Update 3:

Es ist nahezu unglaublich, was für einen Haufen Schwachsinn nur eine Handvoll Apostel im Laufe eines Jahres so von sich gibt!
Und dann sind sie auch noch so stolz auf diesen Blödsinn, dass sie ihn als Zitate veröffentlichen lassen.
Wir haben sie einmal gesammelt und als kommentierte Zitate bei uns eingestellt:

„Die blöden Sprüche der NAK-Granden (Vol.1 + Vol. 2)“ (- klick)

 

Update 4:

Ein unverhoffter Leserbrief hat uns einen völlig neuen Blick auf die NAK eröffnet.
Grund genug, ihn unserer gesamten Leserschaft zur Verfügung zu stellen:

„Unverhofft kommt selten“ (- klick)