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Die Angst vor dem Gott der NAK frisst die Seele auf


25.02.2014

Unsere Leserin "Sabine" schreibt:

 

Geboren bin ich im Jahre 1962 in der Nähe von Neustadt an der Weinstraße. Meine Eltern waren beide neuapostolisch und somit war mein religiöses Schicksal schon besiegelt:


Ich wuchs mit all den Gebötlein und Verbötlein eines neuapostolischen Elternhauses auf. Das bedeutete, dass ich sowas wie Lebensfreude nur in sehr geringem Maße erleben durfte. Harmlose Kindervergnügungen (ich wäre zu gerne Fastnachtsprinzessin gewesen) gab‘s nicht. Verboten durch die Kirche. Dafür durfte ich mich auf mein baldiges Ende hier auf Erden freuen und täglich darum bitten. Schließlich sollte Jesus bald erscheinen und alle Neuapostolischen in den Himmel bringen (natürlich nur die 150%igen - die anderen mussten in die Wüste, und die Weltmenschen kamen ins „große Verderben“).

Also irgendwie verstand ich nicht, wieso man sich so auf die Wiederkehr Jesu freuen sollte, wenn doch die meisten Menschen, beispielsweise meine Schulfreundinnen und meine nicht-neuapostolische Verwandtschaft, dann ins „große Verderben“ müssen. Und war ich selbst überhaupt würdig genug, oder kam für mich nur ein Platz beim Sonnenweib in der Wüste in Frage? Ein ständiges Bangen, ein ständiges Sorgen. Also war man lieber äußerst gehorsam und ging brav in die Gottesdienste. Klappe halten und tun was gesagt wurde: Nachfolge nennt man das in der NAK!

 

Im Alter von 7 Jahren verlor ich meine Mutter. Sie starb offiziell an Krebs, doch inoffiziell (so nenne ich das mal) starb sie deshalb, weil Gott sie zur Mission der verstorbenen Weltmenschen im Jenseits dringend brauchte. So jedenfalls kam das Trostwort aus dem geliehenen Mund Gottes, den Amtsträgern. Später, so im jugendlichen Alter, kam ganz leise bei mir ein logischer Verdacht auf: Kann es sein, dass meine Mutter noch leben würde, wenn wir nicht neuapostolisch gewesen wären?? Denn Gott konnte schließlich nur Neuapostolische zur Jenseitsmission gebrauchen.

 

Ach ja - ich nahm natürlich auch an den überlangen und äußerst langweiligen Übertragungsgottesdiensten teil. Für Kinder eine Strapaze. Aber dafür hatten wir dann den Sonntagnachmittag frei.

 

Was mir noch lebhaft in Erinnerung ist, waren die Entschlafenen-Gottesdienste. Vor solchen Gottesdiensten konnte man in den NAK-Zeitschriften lesen, wie sich die unerlösten Toten bei etlichen Geschwistern meldeten und darum baten, am Entschlafenengottesdienst ihrer zu gedenken und neuapostolisch werden zu dürfen. Bei mir meldete sich nie jemand. Damals fand ich solche Geschichten äußerst spannend. Mit meiner Kusine erzählten wir uns oft erfundene Geistergeschichten und diese unerlösten Toten passten genau in unsere kindliche Phantasie. Die AT predigten, dass an solchen Gottesdiensten die Toten in der Kirche anwesend sind und natürlich auch die verstorbenen Geschwister. Das war dann ein Problem für mich, weil ich Angst hatte, dass ich mich versehentlich auf einen Platz setzen könnte wo schon ein unsichtbarer Geist sitzt. Manche Geschwister sahen diese Geister sogar - ich nicht.

 

Ich wurde älter und lernte meinen späteren Mann kennen. Er war nur evangelisch. Ich wurde vor solch einer Verbindung mit einem Weltmenschen gewarnt. Aber ich wollte ja nicht hören. Ich bekam zwei gesunde Jungs und die wurden natürlich auch neuapostolisch. Mein Mann hatte nichts dagegen.

Heute muss ich sagen: Hätte er doch nur darauf bestanden, dass sie evangelisch werden - es wäre ihnen (und mir) viel erspart geblieben. Denn auch ihre Jugend war durch die kirchliche Lehre eingeschränkt. Ich war leider noch zu sehr indoktriniert und manipuliert, hatte zu viel Angst vor der Strafe Gottes, als das ich samt Kindern da schon ausgestiegen wäre. Also ließ ich leider zu, dass sie genau wie ich vieles nicht durften, was für die anderen Kinder selbstverständlich war.

 

Aber ich erlaubte mir doch, manchmal gegen die kirchlichen Verbote zu handeln. Ich ging mit den Kindern schon mal auf die Kirmes, oder ins Kino. Mit meinem Mann ging ich sogar regelmäßig kegeln oder auf ein Volksfest. Immer hatte ich dabei ein schlechtes Gewissen. Denn die Kirche sagte, dass solchen Gläubigen wie mir ein „heilsames Erschrecken“ drohe. Ich lebte in ständiger angstvoller Erwartung der Strafe Gottes. Andererseits wollte ich meinen Kindern und mir doch ein einigermaßen normales Leben ermöglichen. Na ja, und den Gottesdienst hatte ich auch schon mal geschwänzt. Todsünde - denn da fehlte mir nun eine Sprosse  meiner „Himmelsleiter“.

 

Dann kam um das Jahr 2000 der große Knall für mich: Einer meiner Söhne war ständig kränklich. Ich machte mir Sorgen. Kam nun die erwartete Strafe? Ich ging mit ihm zu vielen Ärzten und alle meinten, er sei soweit gesund. Zumindest habe er nichts Schlimmes. Doch ich glaubte das nicht. Mehr und mehr steigerte ich mich in den Gedanken des „heilsamen Erschreckens“. Gott würde mich strafen, weil ich gesündigt hatte. Schwer gesündigt, denn ich habe meinen Jungs sogar das Fußball spielen im Verein erlaubt. Ein absolutes NO GO für einen Neuapostolischen in den 80er und 90er Jahren. Doch die beiden haben mich so bearbeitet, dass ich es ihnen schließlich erlaubte. Ich war mir also sicher, dass jetzt wahrscheinlich einer von uns krank wird und stirbt. Ich musste an so manche Geschichte aus dem „guten Hirten“ denken: Ein kleines neuapostolisches Mädchen vergaß den Zehnten von seinem Taschengeld in den Opferkasten zu legen und prompt fiel der Kleinen das Garagentor auf den Kopf. Es war nicht so schlimm, aber es war eine Ermahnung Gottes - so stand es da geschrieben. Und ich hatte doch viel ärger gesündigt....

 

Das ging so weit, dass ich psychisch am Ende war, in die Klinik musste und so wurde ich ein Fall für die Psychiater und Psychologen. Helfen konnten die mir auch nicht wirklich, denn ich konnte denen doch nicht erzählen wie der neuapostolische Gott seine Kinder straft und das er die besonders züchtigt, die er liebt. Dann hätten die mich doch erst recht für übergeschnappt gehalten - schließlich waren das nur Weltmenschen. Es dauerte über ein Jahr bis ich endlich mit der Sprache rausrückte und in Folge dessen meine tiefen Depressionen und Wahnvorstellungen (Strafe Gottes wegen übergroßer Sünde) geheilt werden konnten. Dabei bemerkte ich, dass Andersgläubige, auch meine Therapeuten, soweit sie gläubig waren, ein viel entspannteres Verhältnis zu Gott hatten. Sie glaubten wirklich an einen liebenden Gott, der nichts gegen Lebensfreude hatte. Der „neuapostolische Gott“ dagegen war grausam und hart. Ein Händlergott, bei dem es Segen nur gegen Bares gab. Zehn Prozent vom Bruttolohn, soviel musste man schon investieren. Das Bodenpersonal kontrollierte das zwar nicht, aber dieser Gott konnte echt ungemütlich werden wenn man zu wenig oder gar nicht opferte.

 

Die Jahre 2002 - bis 2005 verbrachte ich mit innerer Kritik am „Werke Gottes“. Ich bin noch zum Gottesdienst gegangen, aber ich entfernte mich mehr und mehr von dieser destruktiven Gottesvorstellung in der NAK.

 

An dieser Stelle nun sinngemäß mein Bericht aus dem Jahr 2005, der inzwischen Verbreitung auf  CD gefunden hat. Einer kritischen CD, die ein leider schon verstorbener Ex-Priester ständig erweiterte und zigfach verschickt und verschenkt hat:

Einschub: April 2005

Ich beklage das eisige Schweigen in der Neuapostolischen Kirche (NAK)

 

Lang, lang  ist es her, seit ich den letzten Hausbesuch meiner NAK-Segensträger verzeichnen kann. Exakt gesagt: Genau zwei Jahre.

 

Einige Zeit zuvor fing ich an zu hinterfragen. Ich las NAK-kritische Literatur, nahm den Kontakt zu Aussteigern auf und bekam schließlich auch eine CD mit sehr viel gespeichertem Material über die NAK und deren Geschichte. Natürlich wollte ich von den Kirchenvertretern eine Stellungnahme über die auf der CD enthaltenen  Kritikpunkte und Fakten. Hinzu kamen meine eigenen leidvollen Erfahrungen, die dazu führten, dass ich sowohl psychologische als auch psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen musste. Gepredigte Ängste und Drohbotschaften vom Altar herab führten immer mehr zu Selbstzweifeln bei mir und zu schlimmen Schuldgefühlen. Allerdings hielt ich mich lange Zeit für einen Einzelfall in der NAK.

Aber heute weiß ich: Es ging vielen so.  Doch die Neuapostolische Kirche schweigt auf alle meine Fragen.

 

Immer mehr wurde mir bewusst, wie Recht die Aussteiger doch mit ihrer Kritik haben. Inzwischen habe ich mich auch theologisch weitergebildet und musste erkennen, dass selbst die Lehre und die Dogmen der NAK auf schwachen Beinen stehen. Geschichtliches wurde sowieso innerhalb der NAK unter den Teppich gekehrt oder verzerrt dargestellt.

 

Obwohl ich in diese Kirche hineingeboren und heute knapp 43 Jahre alt bin, wusste ich bis vor kurzem weder etwas über die zahlreichen Abspaltungen von der NAK, noch konnte ich mit den Namen Kuhlen, Dehmel, Dunkmann, Güttinger usw. etwas anfangen. Heftig erschüttert war ich über die Haltung der Neuapostolischen Kirche während der Hitler-Diktatur und der SED-Herrschaft in der ehemaligen DDR.

 

Doch nun ein kurzer Überblick über meine Fragen, u.a. an den für mich zuständigen Apostel O., der meinen ersten Brief zwar noch beantwortet, jedoch sein Antwortschreiben total allgemein gehalten hat. Von Erklärungen oder mich befriedigenden seelsorgerischen Antworten keine Spur.

Mein zweiter Brief an Apostel O. mit ganz konkreten Fragen meinerseits wurde nicht mehr beantwortet.

 

Den jüngeren Lesern aus dem Kreis der NAK sei an dieser Stelle einmal aufgezeigt, wie streng die NAK-Lehre noch vor einigen Jahren war, welcher ungeheure Druck auf den Seelen der Gläubigen lastete. So wurde uns „Älteren“ ein Ordnungswahn gepredigt, der seinesgleichen sucht: Wir wurden dahingehend unterrichtet, dass Jesus uns bei seiner Wiederkunft, welche stündlich zu erwarten sei, nur dann mitnimmt, wenn kein Spülkram in der Küche rumsteht, die Betten immer ganz ordentlich gemacht sind (natürlich mit Tagesdecke!), der Staub überall in der Wohnung weggeputzt ist...

Selbstverständlich hat ein Neuapostolischer auch keine „Krempelschublade“: Manche AT kontrollierten bei Hausbesuchen die Schränke der Geschwister, ob da auch Ordnung herrschte!

Kredite waren ebenfalls ein Hindernis für eine neuapostolische Himmelfahrt. Ach ja, auch die Bügelwäsche musste sofort weggebügelt werden, sobald sie trocken war.

 

Alles dies führt unter Umständen zu Zwangshandlungen, da man sich ja ständig selbst kontrollieren musste, ob man bis zum kleinsten fortgeputzten Staubkorn alle diese Anforderungen täglich und stündlich erfüllt hatte, um „würdig zu werden“ für die neuapostolische Himmelfahrt. Nur eine kleine Vergesslichkeit in diese Richtung hätte unweigerlich ein Zurückbleiben auf dieser Erde bedeutet bei der „Heimholung der Braut des Herrn“ durch Jesus. Uns wurde vom Altar der NAK gelehrt, dass Jesus nur ganz ordentliche Leute mitnehmen kann bei seinem Wiederkommen, schon wegen der Nachbarn müsste das so sein. Lebensfreude konnte man da schlichtweg vergessen, zumal Lebensfreude im neuapostolischen Sprachgebrauch sowieso ganz zu fehlen schien. „Voller Schönheit  ist der Weg des Lebens“ singen die Neuapostolischen in einem ihrer Lieder, dass wir uns immer freuen sollen in allen Lebenslagen.

Nun ja, ich hätte mich in meiner Kindheit und Jugend und auch noch später gerne öfter einmal gefreut. Nur als neuapostolisches Gotteskind war das fast unmöglich - heimlich höchstens, so machte es mancher in der NAK, und das mit einem schlechten Gewissen. Alles, was irgendwie Spaß machte, war ja mit irgendeiner Strafe des engen neuapostolischen Gottes verbunden.

 

Hier muss festgehalten werden, was mit der „Weltlust“, die man als Neuapostolischer unbedingt meiden sollte überhaupt gemeint war: Es war der Kinobesuch verboten, der Besuch von Disco, Tanzveranstaltung und Theater waren verboten und natürlich auch der Karneval.

Aber laut der Erklärungsbibel sind Dinge als „Weltlust“ gemeint wie Lug und Trug, Neid, Geltungssucht, Machtstreben und Geldgier.

 

Ob alle diese Verbote noch gelten, wollte ich vom Apostel in meinem zweiten Brief erfahren. Aber wie schon gesagt – keine Antwort!

 

Ich weiß, dass heute einiges nicht mehr ganz so streng genommen wird, in der NAK (Dank der Kritik der Aussteiger!). Doch wo bleiben die Entschuldigungen oder gar die Wiedergutmachung bei allen Geschädigten der „mittleren Generation“? – „Hallo?! Wir leben noch und Ihr Apostel hattet kein Recht, uns unsere Kindheit und Jugend zu nehmen, uns Ängste in die Seele zu pflanzen und seelisch/geistig zu missbrauchen! - Schämt ihr euch nicht?“

 

Vor nicht allzu langer Zeit wurde, wie weiter oben schon geschrieben, in jedem Gottesdienst noch um ein sogenanntes „heilsames Erschrecken“ für die Säumigen und Sünder gebeten. Das hieß konkret: Wer nicht im Gottesdienst saß, wurde mit Sanktionen des neuapostolischen Strafgottes bedroht (Unfall, Krankheit, Missgeschicke usw.). Natürlich hat sich dann der Neuapostolische lieber unter allen Umständen in die Kirche geschleppt, und er war manches Mal froh, wenn die Stunde dort endlich rum war. Aber man musste zumindest mit keiner Versäumnisstrafe vom Himmel herab und mit Zornesblitzen des NAK-Gottes rechnen. Hier muss ich die wichtige Frage stellen:

 

Hat Jesus seine Jünger jemals unter Androhung von Strafe zur Nachfolge gezwungen?

 

Heute noch erzählt man den Gläubigen der NAK gerne, dass es in der Urkirche keine Frauen in verantwortlichen Positionen gab. Das ist schlichtweg unwahr. Neben den Diakoninnen gab es sogar eine „Apostelin“ mit dem Namen JUNIA. Aus der JUNIA wurde erst im späten Mittelalter ein Mann Namens JUNIAS (Röm. 16, 7). Wo also sind in der NAK Frauen in Kirchenämtern? Auch das ist eine Frage, die ich zu stellen wagte. Und wie der Leser sicher schon ahnt – keine Reaktion.

 

Hier empfehle ich zwei preiswerte theologische Bücher, wobei das erste bei „Weltbild“ unter dem Titel „Und Gott schrieb... So verstehen Sie die Bibel“ von Gregor Tischler zu erhalten ist. Das zweite Buch trägt den Titel: „Priska, Junia und Co.“ Von Ulrich Wendel, Brunnen Verlag.

 

Auch Verantwortliche aus dem F. Bischoff Verlag haben bis heute auf Schreiben von mir und anderen nicht geantwortet. Versuche ich im eigenen NAK-Umfeld vor Ort Antworten zu finden, dann stoße ich ebenfalls auf Ignoranz. Ist das Seelsorge?

 

Ich jedenfalls bin es leid, nur ein Duckmäuser und „Hinterherlatscher“ zu sein, wie es einmal ein Aussteiger beschrieb. Und meinen mir von Gott gegebenen Verstand gebe ich auch an keiner Kirchentür mehr ab. Noch hoffe ich auf Antworten und Erklärungen von der Seite meiner Kirche, denn so ganz möchte ich die Flinte noch nicht ins Korn werfen.

Soweit mein Bericht aus dem Jahr 2005 - das Jahr in dem ich auch Internet bekam und noch mehr über diese Kirche erfuhr. Kurze Zeit später bin ich dann doch offiziell ausgestiegen. Heute bin ich heilfroh, diesem Glaubenssystem entronnen zu sein. Und wenn mir einer sagt, dass heute diese Verbötlein, diese Strenge nicht mehr gelten, dann sei die Frage gestattet, wieso sich das „Wort Gottes“ so schnell ändert? Was heute erlaubt sein mag, war vor ein paar Jährchen noch Sünde.

 

Ach, wie denn das? Das zeigt doch einmal mehr, dass am neuapostolischen Altar niemals das „Wort Gottes“ gepredigt wurde. - Es dürfte nicht einmal Lehränderungen geben, wenn Gott stets (also auch früher) aus dem geliehenen Munde gepredigt hätte. Ansonsten muss ich annehmen, dass dieser Gott ständig seine Meinung ändert und etwas schizophren ist.

 

Stammapostel Fehr sagte ja in einem Interview, dass es rein menschliche Auswüchse waren. Leider sagte er das erst nach seiner Amtszeit. Und die vielzitierte Eigenverantwortung eines Stammapostels Urwyler war nicht das Papier wert, auf dem sie stand. Selbst seine direkten Untergebenen, die Apostel, sprachen noch diese Verbötlein aus, als er schon längst verstorben war. - Auch ein Stammapostel Fehr predigte während seiner Amtszeit in dieser Weise. Und Stammapostel Leber schob die Verbötlein schließlich ein paar „übereifrigen AT“ in die Schuhe. Ein Apostel Eckhardt meinte in der Jugendzeitschrift Spirit gar, dass die Eltern schuld waren (klar, wenn man ihnen soviel Angst macht, werden sie durchaus zum Mittäter). Nur das Apostelamt war nie schuld!

 

Irrtum - es gibt ja neuapostolisches Schriftgut, welches beweist, wer hierfür Verantwortung trägt: Die Kirche und ihre höchsten Ämter.

 

Und heute: Wer sagt denn den Gläubigen, dass jetzige Predigten morgen noch Gültigkeit haben? Was hat sich theologisch geändert, so dass man sagen könnte, die NAK ist ACK-reif und Ökumenefähig? Nicht viel, denn der Exklusiv-Gedanke ist  immer noch vorhanden: Nur NAK-Mitglieder sind Gotteskinder. Und nur die Apostel konnten und können die Bibel auslegen. Ach, wieso gab‘s dann so viele Lehren die geändert bzw. sogar aufgehoben werden mussten?

 

Für mich ist die NAK ein Glaubenssystem, das mit Ängsten arbeitet. So macht man sich die Gläubigen gefügig. Angst, am Tag des Herrn doch nicht dabei zu sein, Angst, diesem Gott nicht zu genügen, ..., Angst, … ANGST!

 

Hierarchische, rein männlich aufgebaute Glaubenssysteme, die autoritätsgläubiges Verhalten und Unterordnung einfordern,  werden immer ihre Opfer finden - auch heute noch. Es sei denn, und das ist heute bei den Gläubigen die Regel, sie basteln sich unabhängig von Katechismus und Apostelwort ihr eigenes Glaubensgebäude.

Nur Amtsträger dürfen das nicht und so mancher tritt dann lieber zurück. Gut so!

Mehr Info: (- klick) ins Bild!
Informationen über die NAK von Detlef Streich
veröffentlichte Artikel und Aufsätze über die NAK von Rudolf J. Stiegelmeyr
aktuelle Artikel zur NAK von Dieter Kastl
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Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unported Lizenz.

Aktuelles:

26.11.2016

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Update 1:

Es ist schon auffällig, dass die NAK-Funktionäre ihre Methoden seit den 50ern des vorigen Jhdt. nicht geändert haben. - Auch dann nicht, wenn sie scheinbar einen Scherz machen. fcs hat das am Fall eines scheinbren Schenkelklopfers vom Rüdiger Krause aufgezeigt:

 „Von einem der auszug, die Anderen das Fürhten zu lehren“ (- klick)

 

Update 2:

Dass wir das noch erleben durften!
Die bornierten Halbgebildeten der NAK-Gemeinde Hamm-Werries setzen sich unter der Moderation vom auf facebook sattsam bekannten Hardcore-NAKidei Dieter Schulze zu einem Gesprächskreis zusammen und stellen fest, dass Geistesgrößen wie Schopenhauer, Berlin, Fred et al. schwachköpfige Dummschwätzer waren, indem sie auf bestechende Weise deren Erkenntnisse zur Willensfrei
heit des Menschen widerlegen:

„Klartext über die NAKn“ (- klick)

 

Update 3:

Es ist nahezu unglaublich, was für einen Haufen Schwachsinn nur eine Handvoll Apostel im Laufe eines Jahres so von sich gibt!
Und dann sind sie auch noch so stolz auf diesen Blödsinn, dass sie ihn als Zitate veröffentlichen lassen.
Wir haben sie einmal gesammelt und als kommentierte Zitate bei uns eingestellt:

„Die blöden Sprüche der NAK-Granden (Vol.1 + Vol. 2)“ (- klick)

 

Update 4:

Ein unverhoffter Leserbrief hat uns einen völlig neuen Blick auf die NAK eröffnet.
Grund genug, ihn unserer gesamten Leserschaft zur Verfügung zu stellen:

„Unverhofft kommt selten“ (- klick)