Wir bringen Licht ins Dunkel
Wir bringen Licht ins Dunkel 

Die Hochfeste der Abrahamiten

Die religiöse Landschaft Europas…

… ist das Ergebnis einer langen Reihe kultureller Überformungen, Brüche und Anpassungen. Was heute als „christliche Feiertage“ firmiert, hat seine Wurzeln keineswegs in einem einheitlichen Glaubenssystem, sondern ist das Produkt einer historischen Kontamination: germanische Traditionen, römische Staatskulte und die von jüdischen Christengemeinden getragenen missionarischen Aktivitäten überlagerten sich über Jahrhunderte.

 

Die germanischen Völker, ursprünglich in einer nordischen Mythologie verwurzelt, wurden nicht nur militärisch unterworfen, sondern auch kulturell überprägt. Mit den römischen Legionen reisten Judenchristen, deren Glaubensvorstellungen sich allmählich zum institutionalisierten Christentum formierten. Parallel dazu etablierten sich – häufig unbeachtet – auch jüdische Gemeinden, deren kulturelle Spuren in Mitteleuropa bis heute sichtbar sind.

 

So entstand das, was man gerne „jüdisch-christliches Erbe“ nennt: ein Sammelsurium religiöser Narrative, das aus unterschiedlichen Epochen, Motiven und Machtansprüchen besteht. Deutschland ist in diesem Sinne weniger ein „christliches Land“ als ein historisch vielschichtiges Gebilde – mit jüdischen Einflüssen, christlicher Dominanz und zunehmend einer wachsenden muslimischen Bevölkerung.

 

Alle drei Traditionen beanspruchen für sich, ernst genommen zu werden. Doch wer den gemeinsamen Ursprung betrachtet – den sogenannten Abrahamitismus –, stößt schnell auf einen problematischen Kern: eine theologische Konstruktion, die von inneren Widersprüchen, exklusiven Wahrheitsansprüchen und kultureller Übergriffigkeit geprägt ist. Der „gemeinsame Hintergrund“ erweist sich bei genauerem Hinsehen weniger als verbindendes Fundament, sondern eher als ideologische Fassade, unter der sehr unterschiedliche – und oft miteinander unvereinbare – Welterzählungen verborgen liegen.

 

Dieses Kapitel und die darunter erscheinenden Aufsätze beleuchten die Feiertage dieser drei Religionen nicht als sakrale Wahrheiten, sondern als historische, soziale und politische Artefakte. Es zeigt, wie sie entstanden, wozu sie ideologisch dienten – und welche Spuren sie bis heute in unserer Gesellschaft hinterlassen.

Christen, Juden und Muslime: Wer feiert was?  Und was bedeuten diese „Feiertage“?

NOVEMBER 2025

  • Advent (Christentum)
    Vierwöchige Vorbereitungszeit auf Weihnachten.
    30. November

Dezember 

  • Chanukka (Judentum)
    Lichterfest zur Wiedereinweihung des Tempels.
    14. Dezember 2025
  • Weihnachten (Christentum)
    Geburt Jesu
    25. Dezember 2025

JANUAR

  • Epiphanias / Dreikönigstag (Christentum)
    Fest der „Offenbarung Christi“.
    06. Januar 2026

FEBRUAR

  • Ramadan beginnt (Islam)
    Monat des Fastens; verschiebt sich jährlich ca. 10–11 Tage nach vorne.
    17. Februar 2026

MÄRZ

  • Purim (Judentum)
    Freudenfest zur Rettung des jüdischen Volkes laut Buch Esther.
    3. März
  • Eid al-Fitr (Islam)
    Fest des Fastenbrechens; Ende des Ramadan.
    20. März 2026
  • Karwoche / Ostern (Christentum)
    Leidenswoche, Kreuzigung und Auferstehung Jesu.
    29. März 2026

APRIL

  • Pessach (Passah) (Judentum)
    Gedenken an den Auszug aus Ägypten; siebentägiges Fest.
    1. April 2026
  • Yom HaShoah (Judentum)
    Gedenktag an den Holocaust.
    13. April 2026
  • Yom HaAtzma’ut (Judentum)
    Israelischer Unabhängigkeitstag (zivil-religiös eingebettet).
    22. April 2026

MAI

  • Lag BaOmer (Judentum)
    Freudiger Zwischenfeiertag während der Omer-Zählung.
    04. Mai 2026
  • Christi Himmelfahrt (Christentum)
    40 Tage nach Ostern.
    14. Mai 2026
  • Schawuot (Judentum)
    Fest der Tora-Gabe am Sinai; auch Wochenfest genannt.
    21. Mai 2026
  • Pfingsten (Christentum)
    50 Tage nach Ostern; „Geburtsstunde der Kirche“.
    24. Mai 2026
  • Arafat-Tag (Islam)
    Höhepunkt der Wallfahrt ‚Hadsch‘; spirituell höchster islamischer Tag.
    25. Mai 2026
  • Eid al-Adha (Islam)
    „Opferfest“, größtes muslimisches Fest; verbunden mit der Hadsch.
    26. Mai 2026

JUNI

  • Fronleichnam (Christentum, katholisch)
    Eucharistisches Hochfest.
    04. Juni 2026

JULI

  • Tischa beAv (Judentum)
    Trauertag über die Zerstörung der Tempel in Jerusalem.
    23. Juli 2026

AUGUST

                …

SEPTEMBER

  • Rosh haShana (Judentum)
    Jüdisches Neujahr; Beginn der Hohen Feiertage.
    11.September 2026
  • Jom Kippur (Judentum)
    Versöhnungstag, heiligster Tag der jüdischen Religion.
    20.September
  • Sukkot (Judentum)
    Laubhüttenfest; eine Woche lang.
    25. September 2026

OKTOBER

  • Simchat Tora (Judentum)
    Freudenfest über die Tora; Abschluss von Sukkot.
    03. Oktober 2026

NOVEMBER

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letzte Updates:

17. Januar 2026

Andreas Rother der in den NAK-Nius als „Spezialist für redaktionelle Texte“ (wohl eine Definition für Märchenonkel) vorgestellt wurde, wird einmal mehr seinem Ruf gerecht. Er erreicht sogar eine neue Stufe der hermeneutischen Selbstenthemmung:

05.01.2026

04.01.2026

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Auf "Null gesetzt"
am 01.01.2025

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