Wir bringen Licht ins Dunkel
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17.08.2013 - (fcs)

Mohammed in der 1. Klasse?

Premiere für den islamischen Religionsunterricht an 27 Schulen in Hessen

Der Religionslehrer Ridwan Bauknecht unterrichtet islamische Religion.

Unter den gleichen Titeln erschien eine Nachricht von Carolin Eckenfels (dpa )in der Online-Ausgabe der „Frankfurter Neuen Presse“ (- klick). Dieser Nachricht zufolge soll in Hessen mit Beginn des neuen Schuljahres für etwa 440 Erstklässler an 27 Grundschulen zum ersten Mal islamischer Religionsunterricht auf dem Stundenplan stehen. Land, Religionsgemeinschaften und Lehrer (einschl. der Lehrstühle für islamische Theologie und ihre Didaktik an den Universitäten Gießen und Frankfurt)hätten sich lange darauf vorbereitet und nun seien alle Beteiligten sehr auf den Schulalltag gespannt.

 

Eckenfels zitiert den Präsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung, der das Engagement der Landesregierung und ihrer Partner lobt mit den Worten „Dass sich alle an einen Tisch gesetzt und über die Lehrpläne und Ausbildung von Lehrkräften nachgedacht und sie nach Möglichkeit auch an den Universitäten verankert haben, ist eine große Leistung.“

 

Soweit die sachlich nüchterne und neutrale Nachricht, so schlecht die hinter dieser Nachricht stehenden Tatsachen.

 

Olaf Kern [Bild unten links], dem politischen Redakteur der FNP, war diese Nachricht aber wohl zu neutral und zu nüchtern, denn er fühlte sich gemüßigt, unter dem Titel Eine große Chance“ (- klick) einen Kommentar zu dieser dpa-Nachricht zu veröffentlichen, der nun leider alles andere als neutral-sachlich ist. Seine Absicht, die Leserschaft zu manipulieren wird bereits dadurch deutlich, dass er schreibt:

 

(Zitat) „[…]Braucht man einen islamischen Religionsunterricht an hessischen Schulen? Natürlich. Muslime sind in Deutschland nicht nur angekommen, sondern fühlen sich auch heimisch.

Schüler haben laut Grundgesetz ein Recht auf Teilnahme am Religionsunterricht ihrer Konfession. […]“ (Zitatende)

 

Und hier verschleiert Kern die Wahrheit (Ganz abgesehen davon, dass er eine islamische Sekte mit einer christlichen Konfession, wie sie den Vätern der Weimarer Reichsverfassung und des Grundgesetzes vorschwebte)! Denn der Artikel 7 des Grundgesetzes sagt in den Absätzen (2) und (3):

 

„(2) Die Erziehungsberechtigten haben das Recht, über die Teilnahme des Kindes am Religionsunterricht zu bestimmen.

(3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen.“

Olaf Kern, politischer Redakteur der FNP und Verfasser des kritisierten Kommentars

Daraus ist herzuleiten, dass Schüler allenfalls dann ein Recht auf Teilnahme am Religionsunterricht haben, wenn er angeboten wird! Keinesfalls aber kann daraus hergeleitet werden, dass bekenntnisfreie Schulen (und das sind nun einmal alle Schulen außer den Bekenntnisschulen die für eine bestimmte Konfession vorgesehen sind) Religionsunterricht verpflichtend anbieten müssen.
Kern suggeriert aber im Gegenteil, dass die Schulen (also auch die bekenntnisfreien Schulen) verpflichtet seien, Religionsunterricht anzubieten, weil die Kinder ein verfassungsmäßiges Grundrecht hätten am Religionsunterricht teilzunehmen. – Davon abgesehen müsste das Grundgesetz sowieso längst von diesen aus der Weimarer Reichsverfassung übernommenen Altlasten befreit werden! Wir kommen noch darauf zu sprechen.

 

Für ebenso falsch halte ich Kerns Ausführungen, denen zufolge ein derartiger Religionsunterricht eine große Chance böte, jungen Muslimen auf wissenschaftlicher Grundlage ihre Religion nahezubringen, nämlich einen zeitgemäßen, offenen und transparenten Islam.

 

Woher weiß Kern, dass die Religion dieser Kinder ein zeitgemäßer, offener und transparenter Islam ist? Wie meint er, dass eine Religion auf wissenschaftlicher Basis vermittelt werden kann? Die gängigen religiösen Lehrinhalte sprechen schließlich jeder wissenschaftlichen Erkenntnis Hohn. Übrigens in allen abrahamitischen Religionen! - Oder sollte Kern über wissenschaftliche Beweise für die Existenz der Patriarchen verfügen, über Beweise für den Exodus, die Übermittlung der 10 Gebote? Die Liste der jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrenden Lehrinhalte ließe sich ellenlang fortsetzen…

 

Ein absoluter Hammer ist dann Kerns Fazit:

 

(Zitat) „[…] Ein aufgeklärter Islam-Unterricht macht aber immun gegen die Einflüsterungen der Extremisten. Ermunterung zu Hinterfragung und Kritik, […] sind die beste Abwehr gegen die Gefahr der Rekrutierung in fundamentalistische Milieus. Das alles kann man lernen - am besten so früh wie möglich.“ (Zitatende)

 

Beeindruckend, wie Kern den Menschen in die Köpfe schauen kann! Zwar stimme ich ihm darin zu, dass die Gefahr durch staatliche Kontrolle gemindert wird, aber es muss ihm, wie mir auch, aufgefallen sein, dass alle als radikale Islamisten bekannt gewordenen Menschen ihren Platz in der Gesellschaft zuvor vollkommen unauffällig und unverdächtig ausgefüllt haben.

Und Kern hätte, wie ich, doch lesen können, was dem Bild (in diesem Blog oben rechts) zufolge der deutsche Religionslehrer, Herr Bauknecht – mit dem schönen deutschen Vornamen Edwan, den Kindern beibringt:

 

„Der Islam = Hingabe an Gott; der Muslim = der Gottergebene“ – Bereits hier ist es vorbei mit Wissenschaftlichkeit und Neutralität, vielmehr wird bereits mit diesen Punkten den Kindern eine Sonderrolle in einer exklusivistischen Elite vermittelt!

 

Und überhaupt: Staatliche Kontrolle… Kontrolle durch welchen Staat? Möglicherweise ist Kern dem gleichen Irrtum verfallen wie Carolin Eckenfels, die die DİTİB als Religionsgemeinschaft bezeichnet hat.

Tatsächlich handelt es sich dabei aber um die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (türkisch: Diyanet İşleri Türk İslam Birliği), die der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei in Ankara unterstellt ist – und damit direkt dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, der derzeit intensiv an der Umwandlung der Türkei in einen Gottesstaat arbeitet.

 

Durch den Islamunterricht geben wir also nicht nur einer weiteren Religion Einfluss auch auf die politische Bildung in den Schulen, sondern sogar einem fremden Staat!

Die Bertelsmann-Stiftung weist nach: Religion spielt beim übrwiegenden Teil der deutschen Bevölkerung lediglich eine ganz untergeordnete Rolle

Religionsunterricht an Schulen? Ich sage Nein, Nein und nochmals Nein! – Die einzig vernünftige Lösung, mit der verhindert werden kann, dass Kinder und Jugendliche aus Gehorsam und Loyalität gegenüber Autoritäten von fundamentalistischen Milieus rekrutiert werden, ist nicht Religionsunterricht, sondern Unterrichtung über wissenschaftliche Tatsachen. Es darf sich also, wenn schon Religionslehre unterrichtet wird, allenfalls um vergleichende Religionslehre, in der Faktenwissen vermittelt wird, handeln. Und das gilt nicht nur für den Islam, sondern auch für das Christentum mit seinen Dutzenden Sekten oder für das Judentum - um eine weitere Religion zu nennen!

 

Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, warum der deutsche Staat den Religionen nicht endlich die Rolle zuweist, die sie in der Bevölkerung wirklich spielen. Der Einfluss der Religion, jetzt einmal abgesehen vom Islam, auf die Menschen geht nämlich zunehmend zurück. Dies geht auch aus dem Religionsmonitor 2013 der Bertelsmann-Stiftung (- klick) hervor:

 

Demnach hat zwar die religiöse Vielfalt in Deutschland in den letzten 60 Jahren deutlich zugenommen. Zugleich ist der Anteil der Religiösen aber deutlich gesunken. Waren 1950 lediglich 4,4 Prozent der Bevölkerung in beiden deutschen Teilstaaten konfessionsfrei oder jüdisch, hinduistisch, buddhistisch, esoterisch, orthodox, freikirchlich bzw. muslimisch religiös, stieg der Anteil der Konfessionsfreien bis zum Jahr 2010 auf 30,3 Prozent und der der anderweitig Religiösen auf 10,1 Prozent. Die Trennung von Religion und Staat wird hierzulande als hohes Gut betrachtet.

 

Warum also soll den Religionen/Konfessionen ein größerer staatlicher Einfluss zugebilligt werden, als es die Bevölkerung eigentlich will? Die hier abgebildete Grafik der Bertelsmannstiftung zeigt, wo die wahren Interessen der Bevölkerung liegen, Religion rangiert dabei unter „ferner liefen …“! Gerade in der Altersgruppe der 16-60-jährigen interessieren sich sogar in den sog. „alten“ Bundesländern mittlerweile weniger als 50% für Religion und Spiritualität. Darin enthalten sind die Muslime, die einen Anteil von max. 5% an der deutschen Gesamtbevölkerung stellen – der Anteil der wirklich gläubigen Muslime an der Gesamtbevölkerung dürfte laut Mig-Magazin (- klick) bei etwas über 4% liegen.

 

Warum war Hessen nicht bereit, dem Rechnung zu tragen und dem Ansinnen nach islamischem Religionsunterricht eine Abfuhr zu erteilen? – Mir ist das schleierhaft!

Reden wir doch einmal Klartext: Zumindest die abrahamitischen Religionen lehren Unsinn, der Islam sogar gefährlichen Unsinn, der geeignet ist, die Welt in Brand zu setzen.

 

Will ich, dass die Kinder den Unsinn erkennen, muss ich bereits früh den Einfluss der Religionen/Konfessionen stoppen; schädlichen Einfluss des Elternhauses muss ich wo irgend möglich unterbinden. Auf keinen Fall darf ich aber direkten Einfluss von Kirchen, Religionen, Konfessionen zulassen. Das bedeutet, dass der Einfluss dieser Gruppierungen in Kindertagesstätten, Kindergärten, Kinderhorten und Schulen auf „0“ reduziert werden muss. Bereits in unserem Beitrag „GOTT hat hohe Nebenkosten“ (- klick) [auf dieser Seite ganz unten] habe ich darauf hingewiesen, dass der Staat den Religionen Geld gibt, damit diese das höchste Gut, welches ein Volk hat, die Kinder, indoktrinieren und zu zahlenden Mitgliedern heranziehen. Und damit verfehlt der Staat seine wichtigste Aufgabe, nämlich seine Mitglieder zu schützen – in diesem speziellen Fall, die Kinder vor geistlichem Missbrauch.

 

Widerspricht es dem Grundrecht auf freie Religionsausübung, wenn die Kinder dem Einfluss der Religionen entzogen werden? Nein! Denn dieses Recht soll dem mündigen, hier: religionsmündigen, Bürger nicht genommen werden. Wer sich trotz Besitzes von Faktenwissen im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte und ohne drängenden Einfluss Dritter für die Teilhabe an einer Religionsgemeinschaft entscheidet, dem soll und muss das unbenommen bleiben! Aber bis es soweit ist, ist es verpflichtende Aufgabe des Staates, Religionen nicht zu unterstützen sondern ihren Lehren ein Gegengewicht gegenüberzustellen.

 

Was heißt das nun für die Praxis?

 

  • Das heißt, dass das Elternrecht dort eingeschränkt werden muss, wo es dem Kindeswohl zuwiderläuft. So ließe sich zum Beispiel die widerliche Praxis der körperlichen Verstümmelung von Kindern aus religiösen Gründen – die Juden und Moslems nennen das blutige Ritual „Beschneidung“ – unterbinden.
  • Das heißt, dass Kindertagesstätten, Kindergärten, Schulen und Erziehungseinrichtungen komplett in staatliche Hand gehören, mindestens dürfen sie aber ausschließlich in die Hände säkularer Betreiber gegeben werden.
  • Das heißt, dass Kinder von klein auf in humanistischer Weltanschauung erzogen werden müssen, so erkennen sie im mündigen Alter, dass das, was Religionen bieten, lediglich ein Abklatsch echten humanistischen Gedankenguts ist. Aber auch, dass der Islam zutiefst inhuman ist.
  • Das heißt, dass die Schulen verpflichtend die Fächer Philosophie/Ethik und vergleichende Religionswissenschaften mit Faktenvermittlung in den Unterrichtsplan aufnehmen müssen.
  • Das heißt, dass religiöse Unterweisung der Religionen/Konfessionen von Kindern unter 14 Jahren  ausschließlich unter staatlicher Aufsicht erfolgen darf. Und das wiederum heißt, dass der Staat im Zweifelsfalle das Recht haben muss, gegebenenfalls die religiöse Unterweisung von Kinder zu verbieten.

 

Natürlich weiß ich, dass dazu Grundgesetzänderungen notwendig sind. Und  ich weiß natürlich auch, dass das Utopie ist:

 

Denn was für jämmerliche Schlappschwänze unsere Volksvertreter sind, haben sie bei der Beschneidungsdebatte eindrücklich gezeigt! Sie werden sich immer wieder dem Diktat der Religioten unterwerfen – nicht zuletzt deshalb, weil maßgebliche Politfunktionäre selbst zu den Religioten gehören – in steigender Anzahl auch zu denen des Islam.

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