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25. August 2026
Im Neuen Testament begegnet uns ein beeindruckendes literarisches Paket:
Dreizehn Briefe tragen den Namen Paulus.
Doch wer daraus dreizehn Zeugnisse aus der Feder des Apostels macht, hat die Rechnung ohne die historisch-kritische Forschung
gemacht.
Denn beim genaueren Hinsehen zerfällt das scheinbar einheitliche Corpus Paulinum in verschiedene
Gruppen:
Briefe, deren paulinische Verfasserschaft kaum bestritten wird.
Briefe, über deren Autor seit Jahrzehnten diskutiert wird.
Und Texte, die wahrscheinlich erst nach dem Tod des Paulus in seinem Namen entstanden.
Warum? – Woran lässt sich so etwas überhaupt erkennen?
Und was geschieht mit unserem Bild von Paulus, wenn wir seine eigenen Worte von dem unterscheiden, was spätere Generationen aus
Paulus machten?
? Im zweiten Kapitel meiner Reihe „Das Corpus Paulinum und die
biblischen Episteln“ beginnt die eigentliche Spurensuche.
Denn bevor wir fragen, was Paulus lehrte, sollten wir erst einmal klären, wann tatsächlich Paulus zu uns
spricht.