Wir bringen Licht ins Dunkel
Wir bringen Licht ins Dunkel 

Quellen und wissenschaftliche Textausgaben zur Vertiefung

Die nachstehende Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Doch nennt sie Quellen, wissenschaftliche Standardwerke und weiterführende Literatur, die den historisch-kritischen Zugang der CANITIES-Reihe begleiten und interessierten Leserinnen und Lesern eine eigenständige Vertiefung ermöglichen.

  • Die Bibel. Einheitsübersetzung, revidierte Ausgabe 2016. – Als gut lesbare deutsche Referenzübersetzung.
  • Lutherbibel 2017, Deutsche Bibelgesellschaft. – Sinnvoll zum Vergleich traditioneller deutschsprachiger Wiedergaben.
  • Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, 28. Auflage, Deutsche Bibelgesellschaft. – Wissenschaftliche Standardausgabe des griechischen Neuen Testaments mit textkritischem Apparat; zusätzlich existiert eine griechisch-deutsche Ausgabe mit Luther- und Einheitsübersetzung.
  • Wolfgang Kraus / Martin Karrer (Hg.): Septuaginta Deutsch. Das griechische Alte Testament in deutscher Übersetzung, Deutsche Bibelgesellschaft. – Für unsere Reihe besonders wichtig, weil die Septuaginta für das Schriftverständnis der frühen Christen und insbesondere für die alttestamentlichen Schriftbezüge des Neuen Testaments von zentraler Bedeutung ist. Es handelt sich um die erste vollständige deutsche Übersetzung der Septuaginta; eine grundlegend überarbeitete 3. Auflage ist für September 2026 angekündigt.
  • Flavius Josephus: Jüdische Altertümer, verschiedene deutsche Ausgaben. – Zentrale außerchristliche Quelle zur Geschichte des antiken Judentums.
  • Flavius Josephus: Geschichte des Jüdischen Krieges, verschiedene deutsche Ausgaben. – Besonders wichtig für Judäa im 1. Jahrhundert und den Jüdischen Krieg 66–70 n. Chr.
  • Tacitus: Annalen, deutsch in verschiedenen wissenschaftlichen und kommentierten Ausgaben. – Enthält mit Annalen 15,44 eine der wichtigsten nichtchristlichen römischen Nachrichten über Christus und die Christen unter Nero.
  • Sueton: Leben der Caesaren, verschiedene deutsche Ausgaben. – Insbesondere die Stellen zu Claudius und Nero sind für die frühe Geschichte der Christusbewegung von Interesse.
  • Plinius der Jüngere: Briefe, insbesondere Buch 10, Briefe 96–97. – Frühes außerchristliches Zeugnis über christliche Gemeinden und ihre Kultpraxis zu Beginn des 2. Jahrhunderts.
  • Die Apostolischen Väter, griechisch-deutsche bzw. deutsche Ausgaben. – Besonders 1. Clemensbrief, Ignatiusbriefe und Didache; unverzichtbar, wenn man verfolgen möchte, wie sich die Jesusbewegung nach der neutestamentlichen Zeit institutionell und theologisch weiterentwickelte.

Der historische Jesus und die Jesusbewegung

  • Gerd Theißen / Annette Merz: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, Vandenhoeck & Ruprecht. – Eines der deutschsprachigen Standardwerke zur historischen Jesusforschung; ausdrücklich als sachliche und verständliche Darstellung der wissenschaftlichen Forschung konzipiert.
  • Gerd Theißen / Annette Merz: Wer war Jesus? Der erinnerte Jesus in historischer Sicht, UTB. – Neuere Weiterentwicklung unter stärkerer Berücksichtigung der Erinnerungsforschung: Jesus ist historisch nur durch die überlieferten Erinnerungen an ihn zugänglich.
  • Jens Schröter: Jesus von Nazaret. Jude aus Galiläa – Retter der Welt, Evangelische Verlagsanstalt. – Historische Rekonstruktion Jesu innerhalb des Judentums seiner Zeit; behandelt Wirken in Galiläa und Hinrichtung in Jerusalem.
  • Gerd Theißen: Soziologie der Jesusbewegung. Ein Beitrag zur Entstehungsgeschichte des Urchristentums. – Klassiker zur sozialen Umwelt der frühen Jesusbewegung.
  • Martin Ebner: Jesus von Nazaret in seiner Zeit. Sozialgeschichtliche Zugänge. – Besonders hilfreich, um Jesus nicht aus späterer christlicher Perspektive, sondern innerhalb der sozialen und politischen Verhältnisse Galiläas und Judäas zu verstehen.

Petrus, Jerusalemer Urgemeinde und frühes Christentum

  • Martin Hengel: Die Urgemeinde und das Judenchristentum. – Grundlegend für die Einordnung der Jerusalemer Jesusbewegung in das Judentum.
  • Martin Ebner: Die Stadt als Lebensraum der ersten Christen. Das Urchristentum in seiner Umwelt I, Vandenhoeck & Ruprecht. – Untersucht die gesellschaftlichen, politischen und religiösen Strukturen der antiken Städte, in denen sich das frühe Christentum entwickelte.
  • Jürgen Becker: Das Urchristentum als gegliederte Epoche. – Zur Entwicklung von der Jesusbewegung zu unterschiedlichen frühchristlichen Gruppen und Gemeinden.
  • François Vouga: Geschichte des frühen Christentums. – Gut geeignete Gesamtdarstellung der Entwicklung des frühen Christentums.
  • Udo Schnelle: Die ersten 100 Jahre des Christentums 30–130 n. Chr. – Umfangreiche neuere Gesamtdarstellung der Entstehung und Ausdifferenzierung des frühen Christentums.

Paulus – Leben, Umwelt und Theologie

  • Udo Schnelle: Paulus. Leben und Denken, De Gruyter. – Für unseren Paulus-Band eines der wichtigsten Referenzwerke überhaupt. Schnelle verbindet Biographie, Briefe und Entwicklung der paulinischen Theologie.
  • Jürgen Becker: Paulus. Der Apostel der Völker. – Klassische historisch-kritische Paulusbiographie mit besonderem Augenmerk auf die Entwicklung seines Denkens.
  • Michael Wolter: Paulus. Ein Grundriss seiner Theologie, Neukirchener Theologie. – Systematische Rekonstruktion der „Architektur“ paulinischen Denkens; gerade für unsere Kapitel über Arabien, die neue Hermeneutik und den „großen Entwurf“ sehr wertvoll.
  • Oda Wischmeyer (Hg.): Paulus. Leben – Umwelt – Werk – Briefe. – Mehrperspektivische Darstellung des historischen Paulus und seiner Umwelt.
  • Klaus Haacker: Paulus. Der Werdegang eines Apostels. – Gut lesbare wissenschaftliche Paulusdarstellung mit besonderem Augenmerk auf biographische Rekonstruktion.
  • Martin Hengel / Anna Maria Schwemer: Paulus zwischen Damaskus und Antiochien. Die unbekannten Jahre des Apostels. – Für unser Arabien-Kapitel und die frühe Entwicklung paulinischer Theologie besonders relevant.

Corpus Paulinum und Apostelbriefe

  • Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament, UTB. – Eines der zentralen Werke für die Unterscheidung authentischer Paulusbriefe, Deuteropaulinen, Pseudepigraphie, Evangelienentstehung und Kanongeschichte. Die aktuelle Ausgabe behandelt die Entstehungsverhältnisse sämtlicher 27 neutestamentlicher Schriften.
  • Martin Ebner / Stefan Schreiber (Hg.): Einleitung in das Neue Testament, Kohlhammer. – Umfangreiches Studienbuch zu Entstehung, Struktur und Diskurs der neutestamentlichen Schriften einschließlich Kanon- und Textgeschichte sowie synoptischer Frage.
  • Ingo Broer / Hans-Ulrich Weidemann: Einleitung in das Neue Testament. – Weitere wichtige historisch-kritische Gesamteinleitung.
  • Michael Wolter: Der Brief an die Römer, Kommentar. – Für die ausgereifte paulinische Theologie und insbesondere Rechtfertigung, Gesetz, Israel und universale Heilsperspektive.
  • Wolfgang Schrage: Der erste Brief an die Korinther, Evangelisch-Katholischer Kommentar. – Umfangreicher wissenschaftlicher Kommentar zu einer der wichtigsten Quellen für Paulus und seine Gemeinden.
  • Hans Dieter Betz: Der Galaterbrief, deutschsprachige Ausgabe/Kommentar. – Wichtig für Gesetzesfreiheit, Apostelkonzil, Antiochiakonflikt und Paulus' Selbstverständnis.

Evangelien, Logienüberlieferung                 und synoptische Frage

  • Jens Schröter: Von Jesus zum Neuen Testament. Studien zur urchristlichen Theologiegeschichte und zur Entstehung des neutestamentlichen Kanons. – Besonders passend zum Gesamtanliegen unserer CANITIES-Reihe: der Weg vom historischen Jesus zu den Schriften des Neuen Testaments.
  • Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament. – Neben den Paulusbriefen auch für Datierung, Quellen, Gattung und Theologie der Evangelien grundlegend.
  • Martin Ebner / Stefan Schreiber (Hg.): Einleitung in das Neue Testament. – Besonders geeignet für Synoptische Frage, Evangelienentstehung und literarische Abhängigkeiten.
  • Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matthäus, Evangelisch-Katholischer Kommentar. – Monumentaler historisch-kritischer Matthäuskommentar; besonders relevant für die Petrusüberlieferung und Mt 16,18–19.
  • Rudolf Pesch: Das Markusevangelium. – Klassischer historisch-kritischer Kommentar zum ältesten Evangelium.
  • François Bovon: Das Evangelium nach Lukas. – Umfangreicher wissenschaftlicher Kommentar zu Lukas und seiner Theologie.
  • Udo Schnelle: Das Evangelium nach Johannes. – Historisch-kritischer Zugang zum vierten Evangelium und seiner gegenüber den Synoptikern deutlich weiterentwickelten Christologie.
  • Paul Hoffmann / Christoph Heil (Hg.): Die Spruchquelle Q. Studienausgabe Griechisch und Deutsch. – Für unser Projekt besonders interessant: Rekonstruktion und Übersetzung der hypothetischen Logienquelle Q; wichtig für den Vergleich früher Jesusüberlieferung mit paulinischer Theologie.

Vom Evangelium zum         neutestamentlichen Kanon

  • Jens Schröter: Von Jesus zum Neuen Testament. – Verbindet Jesusforschung, frühchristliche Theologiegeschichte und Kanonbildung.
  • Udo Schnelle: Einleitung in das Neue Testament. – Behandelt ausdrücklich auch das Werden des neutestamentlichen Kanons.
  • Martin Ebner / Stefan Schreiber (Hg.): Einleitung in das Neue Testament. – Enthält neben den Einzelschriften auch Text- und Kanongeschichte.
  • Christoph Markschies: Kaiserzeitliche christliche Theologie und ihre Institutionen. – Zeigt, wie aus unterschiedlichen frühchristlichen Traditionen zunehmend institutionalisierte Theologie entstand.
  • Christoph Markschies: Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen. – Sehr hilfreich für den Übergang von den neutestamentlichen Gemeinden zur antiken Kirche.

Von der frühen Kirche zu Nicäa und Chalcedon

  • Christoph Markschies: Das antike Christentum. – Überblick über die institutionelle und theologische Entwicklung des Christentums in der Antike.
  • Hubertus R. Drobner: Lehrbuch der Patrologie. – Standardwerk zu den Kirchenvätern und zur Entwicklung frühchristlicher Theologie.
  • Alois Grillmeier: Jesus der Christus im Glauben der Kirche, mehrbändiges Werk. – Monumentale Darstellung der Entwicklung der Christologie bis und über Chalcedon hinaus.
  • Adolf Martin Ritter: Das Konzil von Konstantinopel und sein Symbol. – Zur Entwicklung der trinitarischen Dogmatik nach Nicäa.
  • Luise Abramowski: Drei christologische Untersuchungen. – Spezialliteratur zur Entstehung und Entwicklung frühkirchlicher Christologie.
  • Wolf-Dieter Hauschild / Volker Henning Drecoll: Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte, Band 1: Alte Kirche und Mittelalter. – Besonders geeignet, um die Entstehung von Trinitäts- und Christologie-Dogmen historisch einzuordnen.

Antikes Judentum                                     und religionsgeschichtlicher Hintergrund

  • Peter Schäfer: Geschichte der Juden in der Antike. Die Juden Palästinas von Alexander dem Großen bis zur arabischen Eroberung. – Wichtig für den politischen und religiösen Hintergrund Jesu, Petrus' und Paulus'.
  • Günter Stemberger: Jüdische Religion. – Einführung in Geschichte und religiöse Entwicklung des antiken und rabbinischen Judentums.
  • Martin Hengel: Judentum und Hellenismus. – Klassiker zur kulturellen Begegnung jüdischer und hellenistischer Welt; besonders relevant für das Verständnis des Paulus.
  • Martin Hengel: Der vorchristliche Paulus. – Zur jüdisch-hellenistischen Prägung des späteren Apostels.
  • Martin Hengel: Die Zeloten. – Zum politischen und religiösen Umfeld des palästinischen Judentums im 1. Jahrhundert.

Hilfsmittel zur eigenständigen Überprüfung

  • WiBiLex – Wissenschaftliches Bibellexikon im Internet, Deutsche Bibelgesellschaft. – Wissenschaftlich verantwortete Artikel zu biblischen Personen, Orten, Begriffen und historischen Zusammenhängen.
  • WiReLex – Wissenschaftlich-Religionspädagogisches Lexikon im Internet, Deutsche Bibelgesellschaft.
  • Deutsche Bibelgesellschaft: wissenschaftliche Bibelausgaben und bibelwissenschaftliche Angebote. Die DBG stellt unter anderem Informationen zu Nestle-Aland, Septuaginta, Biblia Hebraica und weiteren wissenschaftlichen Textausgaben bereit.

-.-.-.-.-.-.-

Diese Website hat einen enorm großen Umfang. Um bei der Suche nach bestimmten Inhalten schneller fündig zu werden, könnte eine seitenspezifische Google-Schlagwortsuche hilfreich sein:

letzte Updates:

09. August 2026

Paulus kehrt zurück, aber Jerusalem ist nicht mehr seine Welt.

Jahre zuvor hatte er diese Stadt als überzeugter Pharisäer verlassen. - Nun kehrte er als Verkünder eines Evangeliums zurück, welches längst die Grenzen des Judentums über-schritten hatte.

Was würde geschehen, wenn Paulus auf jene Gemeinde trifft, die Jesus noch gekannt hatte?

Der neue Teil meiner CANITIES-Reihe führt zurück in die Geschichte eines Mannes, dessen Theologie inzwischen größer geworden war als die Bewegung, aus der sie hervorgegangen war. Wodurch sich für uns die Frage stellt:

„Wie viel Judentum vertrug das Evangelium des Paulus – und wie viel Paulus vertrug die Jesus-Gemeinde in Jerusalem?“

07.08.2026

05.08.2026

google-site-verification: google629555f2699bf7ee.html

Auf "Null gesetzt"
am 01.01.2025

Druckversion | Sitemap
© Franz-Christian Schlangen