Wir bringen Licht ins Dunkel
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Wie ist das noch mit „Maria, Mutter Gottes“?

Hast du dich schon mal gefragt, was der Satz „empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“ aus dem Apostolischen Glaubensbekenntnis eigentlich bedeutet? Da geht es um zwei Dinge, die oft verwechselt werden: die „unbefleckte Empfängnis“ und die „Jungfrauengeburt“. Lass uns das entwirren:

Unbefleckte Empfängnis – was heißt das?

Viele denken, es hat mit der Geburt von Jesus zu tun. Falsch! Die unbefleckte Empfängnis meint Maria selbst. Laut katholischer Kirche wurde Maria ohne „Erbsünde“ geboren – also ohne die angebliche Schuld, die seit Adam und Eva auf allen Menschen lastet. Die Idee dahinter: Maria sollte „rein“ sein, damit Jesus in ihrem Bauch heranwachsen konnte.

 

Aber warum diese Betonung auf „Reinheit“? Das hat mit alten, frauenfeindlichen Vorstellungen zu tun. Maria wird nicht als normale Frau gesehen, sondern eher wie ein steriler Behälter, der perfekt sauber sein musste, damit Jesus darin „wohnen“ konnte. Klingt komisch? Finden wir auch.

Jungfrauengeburt – und was ist das?

Hier geht es tatsächlich um Jesus. Die Bibel erzählt, dass Maria schwanger wurde, ohne mit einem Mann Sex zu haben. Das nennt man „Jungfrauengeburt“. Aber Moment mal: Ist das biologisch überhaupt möglich?

 

In der Natur gibt es tatsächlich ähnliche Dinge, z. B. bei manchen Tieren wie Eidechsen oder Haien. Das heißt „Parthenogenese“ – eine Art Fortpflanzung ohne Männer. Aber: Dabei entstehen nur weibliche Nachkommen, weil kein (männliches) Y-Chromosom dazukommt. Wenn Maria also wirklich schwanger geworden wäre, ohne Sex mit einem Mann zu haben, hätte Jesus biologisch ein Mädchen sein müssen!

Ist das eine christliche Erfindung?

Überhaupt nicht! Geschichten von Jungfrauengeburten gibt es in vielen alten Religionen und Kulturen:

  • In Ägypten wurde der Pharao oft als Sohn eines Gottes dargestellt.
  • In Griechenland sollen Helden wie Perseus von einer Jungfrau und einem Gott gezeugt worden sein.
  • Im Römischen Reich galt Kaiser Augustus als von einer göttlichen Macht gezeugt.

Warum also hat das Christentum diese Idee übernommen? Vermutlich, weil die Menschen damals solche Geschichten spannend fanden. Ein „normaler“ Jesus hätte sie vielleicht nicht so beeindruckt.

Was sagt die Wissenschaft?

Die Wissenschaft hat keine Beweise für eine Jungfrauengeburt bei Menschen. Historisch-kritische Forschungen zeigen auch, dass die Geschichten von Jesu Geburt in den Evangelien von Matthäus und Lukas später hinzugefügt wurden. Die älteren Evangelien, wie das von Markus, erzählen gar nichts von einer besonderen Geburt.

Fazit

Die Idee der Jungfrauengeburt bei Menschen ist ein Mythos, der sich in vielen Kulturen findet. Dass Jesus ohne menschlichen Vater geboren wurde, glauben heute vor allem christliche Kirchen. – Sie haben es sogar zu einem „Dogma“ (= feste, religiöse Lehre oder Regel, die als absolute Wahrheit gilt) erhoben. Man soll das also glauben, ohne es zu hinterfragen.  

 

Wissenschaftlich gesehen gibt es für diesen Mythos aber keinen Beweis. Es lohnt sich also, kritisch darüber nachzudenken und Fragen zu stellen – genau das, was du hier tust!

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25. August 2026

Im Neuen Testament begegnet uns ein beeindruckendes literarisches Paket:

Dreizehn Briefe tragen den Namen Paulus.

Doch wer daraus dreizehn Zeugnisse aus der Feder des Apostels macht, hat die Rechnung ohne die historisch-kritische Forschung gemacht.

Denn beim genaueren Hinsehen zerfällt das scheinbar einheitliche Corpus Paulinum in verschiedene Gruppen:

  • Briefe, deren paulinische Verfasserschaft kaum bestritten wird.
  • Briefe, über deren Autor seit Jahrzehnten diskutiert wird.
  • Und Texte, die wahrscheinlich erst nach dem Tod des Paulus in seinem Namen entstanden.

Warum? – Woran lässt sich so etwas überhaupt erkennen?

Und was geschieht mit unserem Bild von Paulus, wenn wir seine eigenen Worte von dem unterscheiden, was spätere Generationen aus Paulus machten?

? Im zweiten Kapitel meiner Reihe „Das Corpus Paulinum und die biblischen Episteln“ beginnt die eigentliche Spurensuche.

Denn bevor wir fragen, was Paulus lehrte, sollten wir erst einmal klären, wann tatsächlich Paulus zu uns spricht.

23.08.2026

21.08.2026

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am 01.01.2025

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