„Heute, wenn ihr seine Stimme hört,
so verstockt eure Herzen nicht!“
(aus Hebräer 3:15)
Gut und Böse sind keine voneinander getrennten Wesenheiten. Sie existieren nur in Relation zueinander – wie zwei Seiten derselben Medaille. Ob etwas als „gut“ oder „böse“ erscheint, hängt zunächst von der Perspektive ab. Dennoch erleben wir in unserer Zeit Kräfte, deren zerstörerisches Potenzial unbestreitbar ist: Sie gefährden die Lebensgrundlagen der gesamten Menschheit. Dem stehen Stimmen gegenüber, die warnen und Wege aufzeigen, wie wir unsere Zukunft sichern könnten – Stimmen, die viel zu oft überhört werden.
Unser Problem:
Einen Gott, der uns rettet, gibt es nicht. Ob die Menschheit überlebt, hängt nicht von einer höheren Macht ab, sondern allein von unserem Handeln. Wir alle müssen entscheiden, ob wir die zerstörerischen Kräfte stärken – oder diejenigen, die sich für den Erhalt unserer Welt einsetzen. Halbheiten gibt es hier nicht. Wie bei einem binären Schalter: Entweder Null oder Eins.
Seit über 200 Jahren haben Naturwissenschaftler die Folgen des Raubbaus an fossilen Ressourcen erkannt und warnen uns davor. Doch die Interessen derer, die am meisten davon profitieren, blockieren den Wandel. Sie haben mit den „Wirtschaftswissenschaften“ sogar eine Disziplin hervorgebracht, die den Naturwissenschaften zuwider läuft, die mehr der Optimierung von Ausbeutung dient als dem Schutz des Planeten.
Vor gut 1,5 Jahren, am 3. Februar 2025, hatten wir die Wahl – und wir haben sie vertan.
Statt Klimaschutzkräften den Rücken zu stärken, wurde mit Friedrich Merz ein Kanzler gewählt, der seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, tief im Turbokapitalismus verwurzelt ist. Aus einem Lobbyisten ist ein Regierungschef geworden. Wer so handelt, strebt nicht in erster Linie das Wohl der Bevölkerung an, sondern sichert die Machtstrukturen, die Zerstörung und Ungleichheit vorantreiben.
Merz steht dabei nicht allein: Die konservativen Kräfte insgesamt – CDU, CSU und AfD – repräsentieren politische Strömungen, die Reichtum und Macht der Wenigen vergrößern, oft auf Kosten der Vielen.
Noch deutlicher zeigt sich das „Gesicht der Zerstörung“ in der fossilen Energiewirtschaft. Manager und Lobbyisten dieser Branche – exemplarisch etwa Katherina Reiche – verkörpern jene Kräfte, die trotz besseren Wissens weiterhin Profite über das Überleben des Planeten stellen.
Dass die Politik sich mit solchen Akteuren verbündet, ist ein Alarmzeichen.
Doch trotz dieser Fehlentscheidungen ist der Sieg des Bösen nicht gewiss! Noch gibt es Hoffnung: Demokratie endet nicht mit einer Bundestagswahl. Wir haben weitere Chancen – auf Landes- und Kommunalebene. Jede Stimme kann dazu beitragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse endlich in praktisches Handeln übersetzt werden.
Harald Lesch gehört zu den Stimmen, die unermüdlich warnen!
https://www.youtube.com/watch?v=G86wu0BOOJI
Lasst ihn, lasst die Naturwissenschaftler nicht zu Rufern in der Wüste werden:
200 Jahre Ignoranz sind genug. Die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder hängt davon ab, dass wir jetzt handeln.